Termin: Februar / März 2019


Cairo
Assuan und Luxor
El Gouna
Bakschisch

Ägypten

Von Assuan nach Luxor

zur Bildergalerie

Transfer nach Assuan

Wie die gesamte Reise, war auch der Transfertag Cairo - Aswan (Assuan) von
und dem Partner vor Ort perfekt organisiert!

Wir können Jedem, der eine individuelle Reise in diese Region plant nur anraten, mit diesen Agenturen zu arbeiten!

Abholung im Hotel 30 Minuten vor der angegebenen Zeit - kam uns sehr entgegen, da wir auch früher mit dem Auschecken fertig waren.

Übergabe am Flughafen an einen Mitarbeiter, der uns mit vorbereiteten Bordkarten durch die Kofferaufgabe und die Sicherheitsschleuse brachte, und uns dann mit einigen Tipps verabschiedete.

In Assuan wurden wir direkt am Gepäckband abgefangen, und sofort zum Hotel gebracht. Das Hotel liegt auf einer Insel, so dass wir mit einem Boots-Shuttle übersetzten. Unsere Koffer wurden vom Taxi über das Boot direkt ins Zimmer gebracht - Service! (der natürlich Bakschisch kostet...)

Im Hotel hatten wir dann 10 Minuten Zeit zum "frisch machen", bevor der zweite Reiseführer kam. Mit ihm und einer Feluke fuhren wir dann zur Besichtigung der Blumeninsel. Hier wurde uns kurz erklärt, dass hier "ziemlich viele Bäume sind, schauen Sie sich an, was Sie interessiert - ich warte dann am Ende im Cafe auf Sie". ?!?

Die 'Blumeninsel' trägt ihren Namen zumindest im Februar zu Unrecht. Außer wirklich vielen unterschiedlichen Bäumen waren alle Blumen noch in ihrem Winterschlaf.

Während der Rückfahrt zum Hotel wurde uns dann mitgeteilt, dass wir am nächsten Tag um 4:30 ( ! ) abgeholt werden, um den Sonnenaufgang in Abu Simbel zu erleben!

Na gut - was tut man nicht alles für sein ausgegebenes Geld ;-).

 

Das Hotel Mövenpick Assuan ist eins der Besten, das wir in unserer wirklich langjährigen Reisezeit erleben durften! Wunderbares und großzügiges Ambiente des Eingangsbereichs, nur 2 Stockwerke hoch gebaut, Zimmer ebenfalls großzügig eingerichtet, ein Frühstücks- und Abendbuffet, das keine Wünsche offen ließ, dazu noch ein freundliches und immer zu Scherzen aufgelegtes Personal ... ein absolutes Spitzenhotel!

Der Blick aus dem Zimmer

Aber eine Anekdote zur Bar muss ich an dieser Stelle noch loswerden: Als wir zum Sundowner einen Martini bestellten, hatte ich mit vielen Nachfragen gerechnet:

Donnerwetter...

 

Abu Simbel

Assuan 3:45 - der Wecker klingelt!

Wir also pünktlich halb tot los und aus den angesagten 2,5 Stunden Fahrt wurden 3,5 Stunden (pro Strecke wohlgemerkt!). Absolut öde Strecke (naja: is eben Wüste ...), aufgeheitert durch diverse Polizeikontrollen und den sich daraus ergebenen Staus. Das kleine Highlight zwischendurch war der kurze Toilettenstopp, der wieder von einem Meister der Abzocke gekrönt wurde: kein Toilettenpapier, keine Spülung, keine Seife, keine Papierhandtücher. Eine indische Dame, ca. 70plus, brachte es dem Typ, der dafür auch noch Geld einforderte, gegenüber knackig auf den Punkt: "Du bietest nichts (siehe Aufzählung) und willst dafür auch noch Geld!!!!!" Hands up for the Lady!!!!

Wir also weiter. Und wer hätte es gedacht - nix Sonnenaufgang in Abu Simbel! Die Sonne stand schon richtig hoch zur Verwunderung unseres Guides... Also ab zu den Tickets und rein ins volle Leben. Irgendwie wollte der Guide wohl abkürzen und fing an, einen Metallzaun auseinander zu nehmen. Die erbosten Aufsichtspersonen haben ihn dann ziemlich lautstark rundgemacht und wir mussten zurück zum regulären Eingang. Fremdschämfaktor: mega!

Schließlich standen wir also vor dem großen Tempel und Gott sei Dank erspähte unser Führer einen Kollegen, dem er Bilder vom Inneren des Tempels entriss, denn er hatte keine zur Erklärung mit...

Und dann wiederholte er den Spruch vom Vortag: "Schaut Euch das in Ruhe an - ich warte dann im Cafe auf Euch..."

Ich hatte mich zuerst gefragt, warum der Guide das nicht direkt bei den Reliefs oder Malereien im Tempel gemacht hat, aber als wir dann drin waren, wurde mir klar, dass es bei gefühlt 1.000 mit uns gehenden Asiaten unmöglich gewesen wäre, auch nur einer Erklärung zu folgen.

Im Tempel selbst war es so dunkel, dass man die Wandmalereien kaum sehen konnte. Und selbst, wenn es heller gewesen wäre, hätten wir kaum etwas von den Reliefs sehen können, denn oben genannte Asiaten versperrten einem sowohl die Sicht, als auch den freien Zugang. Das Fotografierverbot im Inneren des Tempels interessierte die Wenigsten, man muss ja zeigen, dass man da war.

Mal ganz ehrlich - Abu Simbel hat uns nicht sonderlich umgehauen. Die Statuen waren zwar schon groß - um nicht zu sagen riesig, aber aus den bisher gesehenen Dokumentationen hatten wir gedacht, die Statuen wären noch monumentaler (ich nenne es den Stonehenge-Effekt: Der olle Steinkreis erschien uns im Original auch viel kleiner, als in den Dokumentationen dargestellt.) Es ist irre voll, es nervt, weil Jeder Bekloppte und sein Schwager Selfies von sich und den Statuen oder Inschriften macht, man ist ca. sieben Stunden, teils zu nachtschlafender Zeit unterwegs, um für 30 - 60 Minuten Ramses Fragt der kleine Amenophis in der Hieroglyphen-Stunde seinen Lehrer: "Wird Ramses der potente Herrscher mit 2 oder 3 Hoden geschrieben?" und Co zu sehen. Kurz gesagt: Wer meint, es gehört dazu, sich das anzusehen, soll es tun - uns hat es (natürlich auch aufgrund der äußeren Umstände) nicht sonderlich beeindruckt.

Wer es nicht weiß: Um Abu Simbel vor dem ansteigenden Wasser des gebauten Nasser-Staudamms zu retten, wurden der Tempel in den Jahren 1963 bis 1968 abgetragen und 64 Meter höher und 180 Meter seitlich auf der Hochebene von Abu Simbel wieder aufgebaut. Die Kosten dafür betrugen 80 Millionen US-Dollar, die zum Teil von der UNESCO kamen aber auch weltweit gespendet wurden. Mehr darüber und Sinn und Zweck des Tempels kann im Wiki nachgelesen werden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tempel_von_Abu_Simbel

 

Den Nachmittag verbrachten wir mit Ausruhen / Regenerieren und es war tatsächlich erst 20:00 Uhr, als wir in einen mumiengleichen Schlaf fielen!

 

Freitag:

Auschecken Hotel / Einchecken Kreuzfahrt-Schiff. Dazwischen Besuch des Philae-Tempels.

Und heute lief unser 2. Guide dann auch endlich zur Höchstform auf.

Aber der Reihe nach: auf unseren Wunsch hin wurde der frühe Termin des Tages (Besuch des Steinbruchs mit dem kaputten Obelisken) gestrichen und wir begannen den Tag um 9:00 mit der Fahrt zum Nasser-Hochdamm, wo uns der Guide einige (für Technik-affine) interessante Informationen gab - z.B. dass das Wasserkraftwerk am Stausee ausreichend Energie für das gesamte Land liefert oder dass die 12 Turbinen seit Fertigstellung Mitte der 60er noch nicht ausgewechselt worden sind.

Dann ging es weiter zu dem für mich noch nicht bekannten Philae-Tempel. Dieser wurde wie auch Abu Simbel komplett verlegt, da durch Bau des Stausees der Tempel ebenfalls unter Wasser gelegen hätte. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 'nur' 30 Millionen US-Dollar. In nur 4 Jahren wurde der gesamte Tempel ca. 80m angehoben und um 600m seitlich auf eine (jetzt) Insel versetzt. Daher mussten wir auch mit dem Motorboot übersetzen, was schon eine Show für sich war. Der 'Parkplatz' der Shuttle-Boote glich einem Schwarm Piranhas, die um ihre Beute (Touristen) kämpfen.

Spätestens hier war auch wirklich klar, was in der Reisebeschreibung mit 'nicht für Personen mit motorischen Einschränkungen' gemeint war: da unser Boot nicht direkt am Kai lag, mussten wir über drei kleine Boote rüber kriechen (Vorsicht – Kopf einziehen!!) um zu unserem Boot zu gelangen. Ein japanischer Tourist hatte sich übrigens das Bein gebrochen, als er versuchte in das Shuttleboot zum Mövenpickhotel zu steigen.

Die Reliefe des Tempels sind alle noch sehr gut erhalten, aber leider wurden viele Figuren von religiösen Fanatikern zerstört, weil die Kopten der Frühzeit der Ansicht waren, dass durch das Gesicht auf den Bildern die Seele austreten kann.

Und wer glaubt, dass Graffiti eine Unart unserer Zeit sind, der kann auf diesen Bildern sehen, dass auch schon im 19. Jh Schmierereien hinterlassen worden sind. Und das auch noch von vermeintlichen namhaften Persönlichkeiten: u.A. Ferdinand Lesseps (der Erbauer des Suezkanals) oder der Deutsche Alfred Brehm (der mit seinem Tierleben).

Die detaillierten und sehr informativen Erzählungen des Guides erspare ich mir an dieser Stelle, um Euch nicht zu langweilen - aber die Bilder in der Galerie geben Euch hoffentlich einen ersten Eindruck...


Von dort ging es dann ohne weiteren Stopp zum Einschiffen auf die Royal Ruby, wo wir uns eine Suite gebucht hatten. Und das war auch gut so, denn in einer normalen Kabine wären wir Beiden nicht froh geworden. Zum Einen wegen der zu dem Zeitpunkt immer noch akuten Hustenanfälle meiner Frau und zum Anderen wegen des real existierenden Gewichtsunterschied zwischen uns Beiden :-)

In der Suite war dann aber auch nur ein Queen-Size Bed, das wir argwöhnisch beäugten, und Beide der Meinung waren: naja - für 3 Nächte halten wir das schon aus. Was aber gar nicht ging war, dass wir nur ein Bettlaken hatten! So gern wir uns haben - das hätte nicht geklappt...

Als ich an der Rezeption freundlich nach einem zweiten Bettlaken fragte, war der Guide zufällig in Hörweite und sorgte dafür, dass wir nicht nur ein zweites Bettlaken, sondern gleich ein komplettes zweites BETT in den Vorraum der Suite gestellt bekamen! So langsam werden wir Freunde >;->

Die Freude wurde leicht gedämpft, als wir hörten, dass das Schiff am nächsten Morgen um 3:00 Uhr ( ! ) ablegen würde, und wir den ersten Tempel um 6:30 besuchen werden - also wieder weit vor dem Aufwachen! Hallo ... Wir haben URLAUB ... Dat artet ja in harte Arbeit aus ;-)

 

Als wir dann abends gemütlich mit unseren schottischen Tischnachbarn zum Essen saßen, da kamen SIE! Die Koreaner! Wenn ich sagen würde eine Horde, würde ich eine gute Gelegenheit auslassen, das Wort Heuschreckenschwarm zu benutzen! Forderten lautstark ihre Plätze ein und plünderten dann sofort das Buffet, ohne Jacken, Umhängetaschen oder Kopfbedeckung abzunehmen - sehr unangenehm!!

Ich habe mit einem halben Ohr gehört, dass die geschätzt 60 Koreaner von einem anderen Boot aufgenommen wurden, das entweder beschädigt oder einfach nicht genügend ausgelastet war. Da die Logistik unseres Schiffes darauf nicht vorbereitet war, gab es ab dann natürlich Einschränkungen beim Buffet, das die Koreaner jedes Mal nur Millisekunden nach Öffnung belagerten.

Als Abendbespaßung gab es dann Bauchtanz, aber die vorführende Dame war leider weder besonders talentiert, noch besonders engagiert. Und dann forderte sie (nach zwei Anderen) meine Frau auf, mitzumachen ... großer Fehler! Meine Frau tanzt gerne und für nordeuropäische Verhältnisse auch recht gut zu orientalischer Musik.

Ich will jetzt nicht sagen, dass meine Frau die angestellte Dame an die Wand getanzt hat, aber während der Profi nur 'artigen Applaus' bekam, hat sie stehende Ovationen bekommen! Ein Engländer ließ sich sogar zu der Äußerung hinreißen: 'What an amazing dancer!' - Stolzbär! (DEN müsst Ihr Euch von meiner Frau erklären lassen ;-)

 

Tag drölf (hab mittlerweile mein Zeitgefühl verloren ...)

Heute wieder vor dem Aufwachen aufgestanden (6:00) und zum Doppel-Tempel von Sobek (Krokodilgott) und Haroeris (weiterer Name von Horus) gegangen (natürlich, nachdem das Schiff in Kom Ombo angelandet war...). Nach dem Philae-Tempel lediglich: nett!

Noch vor dem Mittag einen weiteren Stopp in Idfu (oder Edfu) eingelegt und den nächsten Tempel – diesmal von Horus besucht. Dorthin wurden wir mit Pferdekarren gebracht (siehe auch Bakschisch). An der Anlegestelle standen ungezählt ca. 100 Kutschen und warben lautstark um Gäste. Man musste sich seinen Weg durch die Kutscher und Anbieter unnützer Souvenirs regelrecht erkämpfen. Auch hier waren wir wieder sehr erfreut, einen einheimischen Guide zu haben.

Er hat uns dort sehr souverän durch Pulk sich aufdrängender Fahrer und Händler bugsiert und wurde denen gegenüber auch mal laut, wenn die allzu aufdringlich wurden. Kaum auf der Pritsche der Kutsche wurden wir sofort aufgefordert, in diese oder jene Kamera zu schauen, von wo wir dann (natürlich wieder ungefragt) fotografiert wurden.

Der Tempel an sich war sehr gut erhalten und die Erklärungen des Guides auch informativ! Er erzählte uns Einiges über die ärztlichen Möglichkeiten zur Zeit der Pharaonen anhand gefundener Papyri.

Als wir mit der Kutsche zurück am Boot waren, verwundert es jetzt wohl keinen Leser, dass uns sofort das Bild von uns in der Kutsche angeboten - nein ... das ist das falsche Wort ... aufgedrängt wurde. Nur 2 Euro sollten wir dafür zahlen. Als wir dankend ablehnten und einfach weiter gingen, wurde die Schmeißfliege (wie ich die fliegenden Händler ab jetzt einfach nenne) auch noch aggressiv! Bilder davon hab ich sicherheitshalber nicht gemacht...

Am frühen Abend passierten wir dann die Schleusen von Esna und bekamen ein ganz besonderes Schauspiel geboten. Da wir zum Einschleusen sehr langsam fahren mussten, boten Schmeißfliegen von mindestens 7 kleinen Booten lautstark vom Wasser ihre Ware an. Sie warfen in Plastiktüten verpackte Tücher und Decken die ca. 10 Meter über die Reling des Sonnendecks und versuchten so, mit den (hauptsächlichen koreanischen) Gästen in Kontakt zum Feilschen zu kommen. Ich hab keine Ahnung, wie der Wechsel Ware gegen Geld funktioniert hat, aber es gab einige Gäste aus Fernost, die mit stolz geschwellter Brust ihre neuen Errungenschaften präsentierten.

 

Ein weiterer Höhepunkt der Reise: Tal der Könige, Hatschepsut- und Karnak-Tempel.

Und wie es sich für einen Höhepunkt gehört, muss man frühzeitig losfahren - also wieder den Wecker um 6:00 gestellt (wie war das noch mit 'Urlaub' ?!?)

Und es war ein Höhepunkt! Oder soll ich sagen, DER Höhepunkt?

Zum Tal der Könige muss man wissen, dass es Mehrtagestickets für derzeit (Feb '19) 100 Euro gibt, mit dem man alle Gräber besuchen kann. Das 'Standard-Ticket' für 200 EGP ermöglicht den Eintritt in lediglich 3 Gräber (von insgesamt bisher 64 gefundenen). Der eigentliche Eintritt ins Tal der Könige ist sogar frei, aber auch komplett unspektakulär und somit den Preis komplett wert ;-)

Auf Anraten unseres Guides haben wir dann in der Reihenfolge die Gräber von Ramses Fragt der kleine Amenophis in der Hieroglyphen-Stunde seinen Lehrer: "Wird Ramses der potente Herrscher mit 2 oder 3 Hoden geschrieben?" IX, Ramses Fragt der kleine Amenophis in der Hieroglyphen-Stunde seinen Lehrer: "Wird Ramses der potente Herrscher mit 2 oder 3 Hoden geschrieben?" IV und zum Abschluss Ramses Fragt der kleine Amenophis in der Hieroglyphen-Stunde seinen Lehrer: "Wird Ramses der potente Herrscher mit 2 oder 3 Hoden geschrieben?" III besucht.

Die Gräber von Tutenchamun und Seti kosten auf alle Fälle extra. Aber warum soll ich mir die leere Grabkammer von Tut anschauen, wenn ich die gesamten Schätze daraus bereits im Museum in Cairo gesehen habe?!?

Dank der guten Vorbereitung durch unseren Guide konnten wir die Wandmalereien auch sehr gut nachvollziehen. Ein Beispiel zum Totengericht haben wir mal gesondert beschrieben:

Anubis führt den Toten zur Waage. Auf der rechten Waagschale befindet sich die Feder der Maat, auf der linken das Herz des Toten in einer kleinen Urne. Anubis überprüft das Lot der Waage und Ammit wartet auf das Ergebnis. Thot protokolliert das Ergebnis. Der Tote, dessen Herz leichter (oder genauso schwer) war, als die Feder der Maat wird von Horus zu Osiris, der auf dem Thron sitzt, geführt.

Maat war das altägyptische Konzept für Gerechtigkeit, Weltordnung, Wahrheit, Staatsführung und Recht.

In der Unterwelt lauerte Ammit an der Waage der Maat. War das Herz des Verstorbenen schwerer als die Feder von Maat, sein Leben also voller Sünde gewesen, fraß sie das Herz auf und der Unglückliche war für immer verdammt.

Thot ist unter Anderem der Gott der Schreiber und Gelehrte.

Und Anubis ist natürlich der Totengott.

Hinter Osiris stehen seine beiden Schwestern Isis und Nephthys. Oberhalb des Papyrus sitzen die Totenrichter. Auf dem Bild oben nicht zu sehen.

 

Von da aus direkt um die Ecke zum Hatschepsut-Tempel, von dem ich mir wesentlich mehr versprochen hatte. Der Tempel besteht fast nur aus Fassade, bei der auch noch von dem neidischen Nachfolger Tutmoses III alle Hinweise auf Hatschepsut auf den Kartuschen ausgemeißelt worden sind.

 

Aber dann kam der Karnak-Tempel!

Meine Frau hatte im Vorwege bereits versucht, mich darauf vorzubereiten, aber darauf kann man kaum vorbereitet werden. Es hat mich komplett umgehauen! Es fehlen die Worte, um den Gesamteindruck von Karnak zu beschreiben. Die Pyramiden sind monumental - keine Frage, aber der K-Tempel hat auf kleinem Raum (500x700m ist klein? Naja...) SO viel riesige Pylone, Obelisken und (in Blütezeit 134!) Säulen (und wenn die Ägypter Säulen machen, dann bauen sie SÄULEN bis zu 21m hoch!) zu bieten, dass so'n blödes spitz zulaufendes Steinviereck einem geradezu langweilig vorkommt!

Dazu die Widderallee (oder Sphingenallee), viele Reliefes (teils gut erhalten, teils wieder ausgemeißelt) noch mehr Sphinxe, und, und, und...

Das absolut Monumentale (hab ich dieses Wort jetzt eigentlich schon überstrapaziert?) dieser Anlage mit einer normalen Fotokamera einzufangen, ist nahezu unmöglich, ich habe trotzdem versucht, ein paar repräsentative Bilder zu machen - vielleicht könnt Ihr daraus ein wenig der Schönheit und der Dimensionen in der Bildergalerie ersehen.

Genervt haben nur die vielen selbstverliebten Deppen, die leider bei jeder Besichtigung anzutreffen sind. Sie verrenken sich in tausenden lächerlichen Posen, um Selfies zu machen. Dass andere auch fotografieren möchten, kriegen die gar nicht mit - voll peinlich.

Mit dem Besuch dieses Tempels war dann der kulturelle Teil unserer Reise auch beendet - eigentlich hätte der Luxor-Tempel noch besucht werden sollen. Aber nach Karnak ist jeder andere Tempel nur noch ein Abklatsch, deswegen haben wir uns den auch geschenkt...

...ab jetzt konnten wir den entspannenden Teil der Reise genießen!

 

Ach ja: noch ein Wort zur 'Kreuzfahrt': das reine Fahren, bei dem man den Nil und die Ufer bestaunen kann, belief sich auf eine Zeit von ca. 8:00 bis 12:00 und dann wieder von ca. 14:00 bis 18:00 Uhr - also netto 8 Stunden. Danach machten wir für zweieinhalb Tage in Luxor fest und lagen eingekeilt zwischen 2 anderen Schiffen, so dass wir von unserer tollen Suite einen 'tollen Ausblick' hatten...
Das hatte weder was mit Kreuz noch mit Fahrt zu tun!

 

Weiter gehts mit El Gouna.

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