Termin: April 2019

Budapest

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Budapest ist ...
... "nicht geeignet für Leute, die gerade Diät machen wollen."

Dieses Zitat hatten wir vor der Reise in einem Reiseführer gelesen und es sollte sich bestätigen!

Wir waren noch nicht einmal eine Stunde im Lande, da hatten wir schon die erste 'kleine' Gulaschsuppe vor uns. Das war in einer Seitenstrasse im Drum-Cafe (Dob utca 2), wo wir herzlich empfangen und bedient wurden - der Kellner konnte sogar gut deutsch. Und die Suppe war schon fast ein Eintopf mit reichlich Fleisch, Kartoffeln und Gemüse - aber trotzdem nicht dick eingekocht. Und es war 'gut eingeschenkt', so dass wir Abends immer noch keinen allzu großen Hunger hatten. Und das war ein riesiger Fehler! Denn ohne wirklichen Hunger ein landestypisches Restaurant aufzusuchen, kann nur ins Auge gehen...

Wir hatten die Restaurant-Szene vor der Reise recherchiert und mein Internet-Spürhund (wie ich liebenderweise meine Frau ab und zu mal nenne) fand die Bezeichnung für landestypische Restaurants: die sogenannte 'Csárda'.

Ursprünglich als Unterkunft und Kneipe für die Hirten etabliert, sind diese Restaurants, die meist als Familienbetrieb geführt werden, heute für traditionelle Küche, höchsten Service und ausgesprochene Gastfreundschaft bekannt. Die Csárda findet man insbesondere in der Region der ungarischen Puszta aber auch sonst überall im Land. In Budapest in der Strasse Berzsenyi Daniel utca 4.

Als der 'Kronstädter Kleinbraten' auf den Tisch kam, bog sich die Tischplatte unter der Last!

Hier ein Bild von dem Zigeunerschnitzel, das Heike am folgenden Tag verspeiste. Ja genau erkannt – uns hat das Restaurant so gut gefallen, dass wir am nächsten Tag gleich noch einmal da waren. Aber diesmal (lernfähig wie wir sind) hatten wir nur 2 kleine Kugeln Eis intus.

Aber fangen wir doch vorne an - bei der Ankunft auf dem Flughafen:

Ebenfalls vor-recherchiert waren die Informationen, dass es auf dem Budapester Flughafen wichtig wäre, darauf zu achten, welche Art von Wechselkursen angeboten werden (keinen Fixkurs wählen!) und man bei den Taxis unbedingt die 'Fötaxis' nehmen sollte, die lizensiert sind und feste Preise anbieten, um nicht auch dort abgezockt zu werden. Das können wir hier etwas korrigieren / konkretisieren:

Die Geldautomaten (zwischen den Gates A2/B2) waren recht normal - ohne versteckte Gebühren oder zusätzliche Kosten.

Und was die Taxifahrt anging, waren wir positiv überrascht! Es gab dort ausschließlich Wagen von Fötaxi. Man musste vor der Fahrt an einem Counter angeben, wo man hinmöchte, und hat dann einen Voucher bekommen, mit den Angaben, welches Taxi uns zugeteilt wurde, sowie die ungefähren Kosten (in Euro und Forint). Fanden wir sehr komfortabel und beruhigend.

(Counter, Voucher ... kann der Typ kein deutsch mehr ?!?)

 

Budapest ist ...
... einfach eine hübsche Stadt!

Mal ganz abgesehen von den allgemein gut erhaltenen und hübschen Fassaden in der gesamten Stadt, hier einige der besonderen Sehenswürdigkeiten:

Basilika

Die Basilika hätten wir fast nicht von innen besichtigt, was wirklich schade gewesen wäre. Erst 1905 nach über 55 Jahren Bauzeit wurde sie eröffnet und 2004 komplett renoviert. Das merkt man auch im Inneren der Basilika, da alles unheimlich gepflegt und neuwertig aussieht.


Besonders deutlich werden die beeindruckenden Maße der Basilika, wenn man zur mächtigen 96 Meter hohen Kuppel hinauf schaut, wo man ein imposantes Mosaik mit einer Darstellung von Gott, Jesus und verschiedenen Engeln sieht:


Die Kuppel kann man (gegen Gebühr) besichtigen und hat von dort einen überwältigenden Rundblick über die gesamte Stadt.

Für unsere Augen (und evangelischen Hintergrund) eher merkwürdig anzuschauen war die Reliquie des Heiligen Stephan (Erster König von Ungarn / 11. Jh). Seine einbalsamierte Hand (die "Heilige Rechte") wird in einem Schrein in der Seitenkapelle ausgestellt.

Der Eintritt zur Basilika ist frei, aber es wird um eine Spende zum Erhalt gebeten.

Buda (Castle / Fischerbastei / Citadelle)

Eigentlich hatten wir vor, die Schienenbahn zu nehmen, um auf den Burgberg zu kommen:

Aber durch unsere ausgedehnten Fußmärsche durch die Stadt (10,5 km alleine am ersten Tag...) waren wir schon so erschöpft, dass wir die langen Wege oben auf dem Berg scheuten und lieber den elektrisch betriebenen 'Castle Shuttle' nahmen, der uns zu den Sehenswürdigkeiten brachte. Man kann bei den jeweiligen Sehenswürdigkeiten aussteigen und später wieder zusteigen. Der Shuttlebus verkehrt ca. alle 10 Minuten. Wenn keiner mehr rein passt (in das kleine Gefährt transportiert ca. 12 Leute) ruft der Fahrer per Handy schnell einen weiteren Bus.

Highlight auf dem Burgberg ist natürlich das Schloss selber, aber als viel sehenswerter empfanden wir die Matthiaskirche mit dem wunderschönen bunten Dach und die daneben gelegene Fischerbastei mit ihren verspielten Türmen. Etwas weiter westlich liegt dann die Citadelle mit der Budapester Version der Freiheitsstatue ;-)

Parlament

Wie sagte meine liebe Gattin so schön: 'Also hier wäre ich auch gerne Chef!'

Das Parlament beeindruckt schon durch seine Grösse:

In 17 Jahren Bauzeit wurde der 268m lange, 123m breite und 96m hohe neogotische Palast fertiggestellt und war zu der Zeit das grösste Parlamentsgebäude der Welt.

Das Bild kommt leider nicht von mir, sondern von der freien Galerie pixabay

Markthalle

Wenn es möglich ist, versuchen wir in jeder Stadt, die wir besichtigen, auch den Marktplatz bzw. die Markthalle zu besuchen. Also auch hier, denn die Markthalle ist durchaus sehenswert sehenswert!

Auf zwei Ebenen werden hier die Waren angeboten: Im unteren Geschoss Lebensmittel und im oberen Souvenirs, Bekleidung (teils selbst hergestellt). Es gibt auch die Möglichkeit, an vielen Ständen regionale Küche zu genießen. Wir haben uns natürlich mit Paprikapulver eingedeckt.

Hotel

Nur mit dem Hotel hatten wir ein wenig Pech.

Zum Einen mussten wir das Zimmer wechseln, da nachts ein ziemlich durchdringender Gestank nach Fäkalien bemerkbar war - und: Nein! Nicht, nachdem wir die Toilette aufgesucht hatten >;->

Zum Zweiten kamen wir mit den Betten nicht zurecht und wachten Beide wie gerädert auf.

Und schließlich war das Gelände um das Hotel wohl der aktuelle Hotspot zum "Cornern", was die Jugendlichen bis 5 Uhr morgens gründlich ausnutzten. (Aber dafür kann das Hotel ja nichts)

Das Frühstück war sehr gut zum Überleben geeignet - mehr aber auch nicht.

Die Hoffnung auf original ungarische Salami wurde am ersten Morgen schon jäh zerstört. Am zweiten Morgen gab es dann einige Scheibchen, die aber durchaus die Qualität von Aldi oder Lidl hatten und nicht den Eindruck erwecken konnten, dass glückliche ungarische Rinder den Ursprung des Endproduktes bildeten. Den Aufschnitt auf dem Buffet langweilig zu nennen, würde eine gute Gelegenheit auslassen, den Begriff anämisch zu benutzen.
Die Marmelade wurde in kleinen Blechdöschen bereit gestellt und konnte vom Geschmack her durchaus mit Industrieware mithalten.

Ihr könnt es Euch vorstellen: Dieses Hotel würden wir nicht unbedingt weiterempfehlen!

 

Soweit zur Reise nach Budapest - in wenigen Wochen geht es in Dublin weiter!

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Kommentare

2. Eintrag: 12.04.2019 17:10:53
Merci vielmals für den netten Kommentar! Das Lob gebe ich gerne an Heike weiter - als leitende Redakteurin ;-)
von: Der Privatier

1. Eintrag: 11.04.2019 16:51:11
Liebe Heike, lieber Jörg, ich/wir finden es traumhaft. Nicht nur den Schreibstil, sondern die wirklich interessanten Berichte. Wenn wir solche Reisen machen wollten, würden wir Eure Berichte zur Grundlage nehmen, verbessert zuReisen oder an anderer Stelle zu versagen. Lg Dieter
von: Dieterk.

 

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