Termin: 18. - 21. Mai 2019



Städtischer Dreisprung
Hannover / Soest / Brügge

   

Wie kommt es zu der merkwürdigen Zusammenstellung von Stadtzielen?

Wir haben vor anderthalb Jahren schon einmal ein Feuerwerk in den Herrenhäuser Gärten bewundern dürfen und wollten dieses Erlebnis unbedingt wiederholen.

Und da wir schon mal auf dem halben Weg waren, sind wir dann weiter gedüst und haben liebe Freunde in Westfalen besucht. Und das ist schon wieder der halbe Weg bis Brügge - und da wollte ich unbedingt hin, nachdem ich vor Jahren den Film 'Brügge sehen und ... sterben?' gesehen hatte. Aber dazu später mehr...

 

 

Hannover

Bei perfektem Kaiserwetter ging es am Samstagmittag los und ohne Stau nach Hannover. Dort dann zum Mittags-Snack (ebenfalls wie beim ersten Mal) zu einem Thai-Schnellrestaurant mit sehr guter Qualität. Die Innenstadt hatten wir schnell hinter uns gebracht, da sie völlig unspektakulär ist (wie mittlerweile fast überall...). Wir wollten schon fast frustriert zum Hotel zurück, aber dann haben wir eher per Zufall doch noch ein "magischen Viereck" gefunden: Kramerstr. / Holzmarkt / Ballhofplatz / Knochenhauerstr. direkt an der Marktkirche. Sehr schönes Viertel mit netten Lokalen zum Schlemmen und Süffeln ;-)

Nach kurzem Ausruhen und Frischmachen sind wir dann aber los zum eigentlichen Zweck dieses Stopps: Gegen 19:00 Uhr machten wir uns mit weit über 10.000 anderen Gästen auf den Weg zum Internationalen Feuerwerkswettbewerb in den Herrenhäuser Gärten. Es war die Auftaktveranstaltung dieses Jahres, die vom Team "Fantasias" der Franzosen rund um Delphine Picarat ausgetragen wurde.

Was macht dieses Feuerwerksfestival so besonders?

Eben, dass es nicht nur ein Feuerwerk ist, sondern ein Event, das bereits um 18:30 Uhr mit einem großen Rahmenprogramm beginnt. Es wird von vielen (fast Allen) als riesengroßes Picknick angesehen. Es ist erlaubt, Getränke und Speisen mit in den Park zu nehmen, so dass in kurzer Zeit die freien Rasenstellen, auf denen man lagern darf, mit Picknickdecken komplett belegt waren. Auch wir hatten unsere Campingstühle und den Picknickkorb dabei und ließen es uns bei immer noch tollem Wetter gut gehen. Auf dem Platz gab es eine sehr freundliche und trotzdem souveräne Security, die dafür sorgte, dass die Fluchtwege nicht durch weitere Picknickdecken versperrt wurden.

Um 22:00 Uhr wurde dann über Lautsprecher das Publikum begrüßt und das Ensemble vorgestellt.

Es folgte ein 5-minütiges Pflichtprogramm mit vorgegebener Musik, das für die Bewertung im Wettbewerb ausschlaggebend ist. Danach hat das Team ca. 20 Minuten Zeit, um sein Können in einer freien Kür mit frei gewählter Musik unter Beweis zu stellen.

Es war ein ABSOLUT gigantisches Feuerwerk zu perfekt abgestimmter Musik mit dem Höhepunkt Bolero! Ebenfalls noch besonders an diesem Feuerwerk ist -im Gegensatz zu den "üblichen" beim Hafengeburtstag, Kirschblütenfest, Neujahr, etc.-, dass es so was wie eine Bühne gibt.
Man muss also nicht nur nach oben schauen, sondern auch nach vorne, wo bodengebundene Effekte zu bewundern waren (z.B.: Fächer von links nach rechts, Vesuv mit einer Höhe von über 10m, Feuerräder, ...). Wir denken, dass wir den Sieger dieses Jahres gesehen haben - aber DAS entscheidet sich erst im September!

Den letzten Höhepunkt des Abends fanden wir bei der Rückfahrt zum Hotel:

Im Gegensatz zu den Veranstaltungen in Hamburg haben es die Hannoveraner echt raus, die riesige Menschenmasse auch wieder geordnet abzutransportieren.

Während man in Hamburg nach Großveranstaltungen mal locker 20 Minuten auf die nächste Bahn warten kann, fuhren die Straßenbahnen in Hannover tatsächlich im Minutentakt, so dass die Gäste auch ganz entspannt waren, wenn mal eine Bahn direkt vor der Nase weggefahren ist. Wir waren 10 Minuten nach Beendigung des Feuerwerks bereits in der Straßenbahn. Das sagt ja wohl alles....

Wer sich das Feuerwerk auf dem Rechner ansehen will, kann folgendem Link folgen.

https://www.visit-hannover.com/Event-Highlights,-Kultur-Freizeit/Top-Events-und-Veranstaltungen/Feste-und-Spezial/Internationaler-Feuerwerkswettbewerb/Feuerwerkswettbewerb-Livestream-2019

 

 

Soest

Am nächsten Morgen ging es dann ganz entspannt unter Umgehung der Autobahnen nach Westfalen ins schöne Städtchen Soest, wo an diesem Wochenende der Bördetag stattfand.

Soest hat ...
... eine schöne Altstadt mit Kopfsteinpflaster und Fachwerkbauten

 

Abends haben wir uns mit meinem Kumpel Guido und seiner Frau Susanne im Restaurant Zwiebel getroffen. In der Zwiebel gibt es deftiges Essen und selbst gebrautes Bier (zu der Saison natürlich Maibock für Guido und mich - Hicks).

Etwas Witziges und für mich wieder unfassbar Zufälliges passierte noch, als wir auf unsere Freunde warteten. Vor der Zwiebel standen vier 'gutgelaunte' Männer, die unüberhörbar aus Belgien stammten und uns freundlich erzählten, dass sie den ganzen Tag schon viel Spaß hatten und uns nicht stören wollten. Wir kamen mit ihnen ins Gespräch und als wir sagten, dass wir auch auf dem Weg nach Belgien sind ... "Aaah - wohin denn da?" - "Brügge!" - kannte das Gejohle kein Ende: die Vier kamen auch aus Brügge und versorgten uns sogleich mit guten Ratschlägen, aber vor Allem mit Adressen von Kneipen und Restaurants!

 

Übernachtet haben wir im Pilgrimhaus, das sich damit rühmt, das älteste Gasthaus in Westfalen zu sein (seit 1304). Allerdings nicht im Haupthaus, sondern wir haben das Gästehaus gebucht. Kann man nur empfehlen: zwei Zimmer mit Doppelbett, grosses Badezimmer, Küche und im ersten Stock ein schöner Wohnbereich mit Ledersofa und Dachterrasse. Kostet für zwei Personen 120,- Euro pro Nacht (inkl Frühstück).

 

 

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