Termin: Februar / März 2019

Cairo
Assuan und Luxor
El Gouna
Bakschisch

Ägypten

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Ägypten ist ...

... tja ... was ist Ägypten? Auf alle Fälle eins: nicht mit wenigen Worten zu beschreiben und mindestens in zwei komplett unterschiedlichen Kategorien zu betrachten!

Die meisten werden Ägypten wohl von den Urlaubsresorts Hurghada und/oder Sharm-El-Sheik kennen. Solch ein Resort haben wir am Ende der Reise auch kennen gelernt: El Gouna - ein Vorort von Hurghada, doch dazu später mehr. Ein Urlaub in einem Resort ist mit unserem ersten (kulturellen) Teil natürlich nicht ansatzweise zu vergleichen und muss komplett anders betrachtet und bewertet werden!

Ägypten hat immer noch mit den Auswirkungen der beiden politischen Revolutionen zu kämpfen und das bemerkt man an allen Ecken, wenn man im Land unterwegs ist. Das Geld ist in normalen Haushalten immer noch so knapp, dass man auf Nebenverdienste angewiesen ist. Und glaubt mir: wenn eine alte Frau am Straßenrand Tempotaschentücher verkauft, macht sie das nicht, weil sie Spaß daran hat, sondern, weil sie einfach das Geld braucht, aber immer noch so viel Stolz bewahrt hat, nicht zu betteln (wie es aber trotzdem viele Andere machen). Man trifft also überall in Ballungszentren auf arme und ärmste Menschen, aber eben auch auf Schurken und Halunken, die das sehr gut auszunutzen wissen. Generell sollte man aber gerade bettelnden Kindern nichts geben, da sie von ihren Eltern zum Betteln geschickt werden, anstatt in die Schule.

Mehr zu diesem Thema aber auch im Bereich 'Bakschisch'.

Noch ein Wort zu Euro-Münzen:
In vielen Reiseführern steht, dass man in diesem Land keine Euromünzen geben soll, da Münzen nicht bei Banken getauscht werden können. Das hat sich aber mittlerweile komplett geändert! In vielen Geschäften bekommt man sogar einen besseren Kurs, wenn man mit Euro (auch Münzen) zahlt. Und die Bettler fragen auch schon nach einem Euro (kam mir vor, wie in der Hamburger Innenstadt: "Haste ma nen Euro ...").

 

Aber nun zu unserer Reise:

Es war ein Kindheitstraum von mir, einmal die Pyramiden samt Sphinx zu sehen. Daher haben wir diese Fahrt so konzipiert, dass wir Teil 1 'in Kultur' machen, und im zweiten Teil dann entspannen und relaxen. Und kulturell hat Ägypten mit seiner jetzt 5.000 Jahre alten Geschichte so viel zu bieten, wie kaum ein anderes Land!

Fangen wir mit dem Bericht chronologisch an - also in Frankfurt ;-)

 

 

Ägypten-Urlaub

Anreise (Frankfurt / Cairo)

Wie kann ein perfekter Start in den Urlaub aussehen?

Für uns vielleicht so:

Was soll ich Euch sagen: Genauso ist es geschehen!

Einziger Wehrmutstropfen war, dass wir unsere Freunde nicht treffen konnten, da ich eine schwere Erkältung zwar gerade hinter mich gebracht hatte, meine Frau aber noch mitten drin war, und wir die hochschwangere Freundin nicht auch nur im Ansatz gefährden wollten - SCHADE!!
(Die Hustenkrämpfe hat meine Frau leider bis zum Ende der Reise nicht loswerden können...)

Na gut, noch eine kleine Einschränkung des Wohlgefühls war die Abendatzung im Steakhaus Maredo.
Ein so geschmacksbefreites Essen haben wir lange nicht gehabt (bzw. überhaupt noch nicht)!

Der nächste Morgen:

... war ein reiner (blöder) Transfertag. Nach dem Frühstück aufs Taxi gewartet, das uns dann versetzt hat (und DAS von meinem Lieblingsfahrer und ohne Nachricht...). Also per S-Bahn zum Flughafen (war ja zum Glück im Hotelpreis inkludiert - insofern EUR 35,- gespart - kann man ja auch mal von der Perspektive aus sehen ;-)

Dann einen zähen Eincheckvorgang von Egypt-Air (über Lufthansa) über uns ergehen lassen.

Klasse war, dass Egypt-Air allen Passagierklassen ein kostenloses warmes Essen serviert. Auch kalte und warme Getränke kann man ordern, so viel man möchte. Das kennt man von den anderen Airlines ja nicht mehr. Auf dem Rückflug mit Condor gab es nicht mal Wasser umsonst!

Nach der (soll ich jetzt 'üblichen' schreiben?) Verspätung mit sagenhaften 5 ( ! ) Warteschleifen über Cairo haben wir aber gleich mehrmals gewundert:

Im Hotel haben wir uns dann gefreut, dass unser Guide beim Einchecken behilflich war und vor Allem, dass wir ein Twin-Bett-Zimmer im obersten (zehnten) Geschoss bekamen, und so weniger Straßenlärm zu befürchten hatten. Oben angekommen klang es allerdings so, als ob sie die Null bei der 10 vergessen hätten und wir ein Zimmer im ersten Geschoss bezogen hatten. Blöde Schallreflektion in obere Stockwerke...

Das Buffet zum Frühstück und Abendessen war klasse. Vielfältig, Vorspeisen und Desserts sehr ansprechend angerichtet. Toll war auch, dass jedes Zimmer täglich eine große Flasche Wasser kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt und auch die nichtalkoholischen Getränke aus der Minibar frei waren.

 

 

Tag 3 (erster Tag in Cairo)

Heute werden wir die ersten Trümmer besichtigen: morgens Memphis und die Stufenpyramide und nachmittags dann die Pyramiden samt dem Sphinx. (Ja: DEM oder der Sphinx! Ich musste mich auch belehren lassen, dass die bekannteste Figur männlich ist - es aber natürlich noch weitere Sphingen und natürlich auch weibliche Sphinxe gibt.)

Memphis - als erste Hauptstadt Ägyptens - war nicht sonderlich aufregend. Ein Freilichtmuseum mit einer kolossalen Statue von Ramses Fragt der kleine Amenophis in der Hieroglyphen-Stunde seinen Lehrer: "Wird Ramses der potente Herrscher mit 2 oder 3 Hoden geschrieben?" II und ein paar anderen mehr oder minder gut erhaltenen Artefakten ... dat wars!

Danach ging es zur Stufenpyramide von Djoser, wo wir auch das Grabmal von Imhotep zu sehen bekamen.

Nach einer Mittagsstärkung und dem obligatorischen Besuch einer Teppichknüpferei wurden wir aber zum ersten Höhepunkt des Cairo-Aufenthaltes gefahren: der Cheops-Pyramide! Zum Glück hatte ich ein leichtes Jäckchen dabei, denn es war a... kalt und b... windig ;-)

Aber trotzdem war es (Achtung: Kalauer-Alarm!) pyramidal. Neben der Cheops- stehen in Hinkelsteinwurfweite noch einige weitere (kleinere) Pyramiden u.a. von Mutter und Ehefrauen. Hier entstand dann auch das erste Bild unserer Startseite. Der Eintritt zur ausgestellten Sonnenbarke von Cheops kostet 50 EGP extra - ist es aber auch wert!

Und dann der Sphinx! Natürlich war der Andrang riesig, ich habe aber trotzdem einige gute Bilder machen können (so denke ich jedenfalls... siehe auch in der Bildergalerie).

Dass es danach noch zu einem weiteren obligatorischen Zwischenstopp bei einem Parfumhändler kam, hat uns nicht weiter geärgert - im Gegenteil! Meine Gattin hat ihren lang vermissten Duft 'Secret Of The Desert' wiedergefunden (und natürlich auch gleich gekauft - neben einigen anderen u.a. das Pendent für mich: 'Secret Of The Night' ... ;-)

Glücklich und erschöpft kehrten wir ins Hotel zurück und fielen trotz Verkehrslärm in einen tiefen Schlaf.

 

Tag 4 (Kirchen und Ägyptisches Museum)

Heute wird weiter in Kultur gemacht:

Der Morgen des Tages war geprägt durch die Besichtigung dreier Kirchen: einer koptischen, einer jüdischen und einer evangelischen. Danach ging es dann zur Zitadelle oder Alabaster-Moschee. Was für ein Bauwerk! Die Bilder können die Schönheit nur begrenzt wiedergeben!
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Errichtet wurde die Moschee von Muhammed Ali ...

Kein Scherz, nur Namensduplizität! Die Moschee wurde im Auftrag von Pascha Muhammad Aly in den Jahren 1824 bis 1884 im osmanischen Stil erbaut und wird deswegen auch Muhammad-Aly-Moschee genannt. Sie kann heute auch von Nicht-Moslems besucht werden - allerdings ohne Schuhe und 'angemessen bekleidet'.

Das Ägyptische Museum in Cairo

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...ist für Ägypten-affine Besucher mehr, als einen Besuch wert! Zwar liegt die berühmte Büste der Nofretete im gleichnamigen Museum in Berlin, aber dafür findet man hier neben der noch bekannteren Maske von Tutenchamun uuml;ber 100.000 weitere Exponate, welche die alte Kultur der Ägypter in allen Facetten beleuchtet.

Derzeit wird gerade das neue Museum fertig gestellt und in 2020 in direkter Nähe der Pyramiden eröffnet. Hier wollen dann noch mehr Ausstellungsstücke (die jetzt noch im Keller des alten Museums lagern) bewundert werden. Daher wird aber auch nicht mehr so viel Geld in das alte Museum gesteckt, und das macht sich an einigen Stellen bemerkbar.

Zum Mittag wurden wir von unseren Jungs (Fahrer und Führer) in einen typischen ägyptischen Imbiss eingeladen. Gericht aus Nudeln, Linsen, Reis, Kichererbsen, geröstete Zwiebeln, dazu Tomatensoße und Chili in Öl (sehr scharf), sehr leckeres frittiertes Brot mit Salz in Chipsform.

Auf dem Weg zu unseren Besichtigungen bekamen wir auch einen Eindruck vom Umgang der ärmeren Ägypter mit Müll. Ein an sich schöner und langer Kanal war angefüllt mit Abfall, der einfach reingeschmissen wird. uch bei der Fahrt durch die ärmeren Stadtteile sahen wir mitten auf der Straße große Müllberge, in denen sich Hunde und Katzen tummelten. Die Regierung versucht, die Verhältnisse zu ändern, aber das funktioniert nur mit einem gleichzeitigen Umdenken der Bevölkerung.

Generell gebührt unserem jungen Fahrer Größter Respekt: eingekeilt in einer höllisch hupenden Blechlawine unfallfrei gefahren und uns souverän durch den Verkehr gebracht. Noch nie so viele Wagen mit Blechschäden gesehen. Fußgänger mittendrin. Wo waren bloß die Radfahrer????

 

Weiter gehts mit Assuan und Luxor.

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