Termin: 17. - 24. Oktober 2019



Funchal - Madeira - Portugal

Madeira ist ...
... ein ewiges auf-und-ab

Also weder geschichtlich, noch wirtschaftlich (das kann natürlich auch sein, aber da müsste ich erst recherchieren, um solch eine Behauptung aufzustellen). Aber auf den Wegen geht es meistens mehr oder weniger steil nach oben oder nach unten.

Madeira ist ...
... wechselhaft

Das Wetter kann an einem Tag häufig und schnell wechseln (siehe Vorwort).

Madeira ist ...
... ein kulinarisches Wunderland

(wenn man das richtige Restaurant gefunden hat :-)

Madeira (Funchal) wird ...
... fast täglich von den Gästen (mindestens) eines Kreuzfahrt-Schiffs heimgesucht!

Und das macht einige Ausflüge innerhalb Funchals etwas ... sagen wir mal: anstrengend ...

 

 

Vorwort zum Wetter:

Das Wetter kann auf Madeira innerhalb von 30 Minuten komplett umschlagen. Eben noch blauer Himmel mit strahlendem Sonnenschein, und kurz später regnet es bei komplett verhangenem Himmel. Aber der Regen ist hier irgendwie ... anders. Er stört nicht so sehr, und das aus zwei Gründen. Zum Einen bleibt die Temperatur konstant (bei 23 oder 25 ° !). Nicht so wie in Hamburg, wo es gleich um 5 oder gar um 10 Grad abkühlt, wenn es anfängt zu regnen.

Und zum Anderen sind die Regentropfen hier wesentlich kleiner - eigentlich schon ein ganz feiner Sprühregen (jedenfalls als wir ihn abkriegten). Und das kann bei diesen Temperaturen manchmal sogar angenehm sein...

 

Aber kommen wir zu unserer Reise

Eine für Privatiers eher unbekannte Zeit zum Aufstehen: 3:30 Uhr

Danach aber alles total stressfrei:

 

Da wir so extrem früh unterwegs waren, war das Zimmer noch nicht bezugsfertig, also kurz die Trollies abgestellt und ab in die Altstadt - bzw. Restaurant-Meile, die nur wenige Minuten zu Fuß entfernt lag.

Und es war eine Meile: zwei Parallelstraßen mit einer Unmenge an Restaurants. Leider wird man bei jedem Geschäft angesprochen, aber auf nette Weise. Es ist eben bei einer derartigen Restaurantdichte ein Kampf um jeden Gast.

Aber mit unserem mittlerweilen untrüglichen Blick für die "Essentials" haben wir aus dem Gewirr von Angeboten zum Glück gleich DEN Laden gefunden, der am besten zu uns passt: keine Damasttischdecken, nette Bedienung, reduzierte, aber komplett lokale Karte (keine Pizza, Pasta, Sandwiches, ...). Das Lokal heißt Bistro A Tartaruga (Schildkröte).

Ohne es zu wissen, gleich zwei der landestypischen Gerichte bestellt: Thunfisch mit Zwiebelsosse und Fleischspiess nach Madeira-Art am Haken serviert. Beides super lecker! Sogar so lecker, dass dieser Spiess noch mehrmals auf Jörgs Teller landen sollte ;-)

Nach dem Essen zum Hotel hochgekämpft (siehe auf-und-ab)

Und weil es so toll war, haben wir dieses Bistro / Restaurant bis auf zwei Ausnahmen an jedem Tag gleich ZWEImal besucht - und haben NICHT zugenommen ;-)

 


Am zweiten Tag haben wir die Stadt weiter erkundet (Kathedrale, Militär-Museum, Markthalle, Promenade, ...)

Was ich nicht gedacht hätte ist, dass sich Funchal schon auf die Smartphone-Zombies eingestellt hat.
An mehreren Zebrastreifen gibt es nicht nur die normalen Ampeln, sondern auf dem Boden noch zusätzlich LED-Leuchtstreifen, die rot oder grün anzeigen:

Bei 'mouseover' wirds Grün ;-)

 

Und am Nachmittag die Große Stadtrundfahrt mit einem Tukxi (1,5 Std./45€ - gibt auch kürzere Touren), einem dreirädrigem Gefährt - kennt man aus den Filmen aus Bangkog. Unsere Fahrerin Kat (von Katherine) hatte uns viel zu erzählen. Und diese Tour war VIEL besser als die normale Stadtrundfahrt mit den großen Bussen, da Kat immer auf unsere persönlichen Wünsche eingegangen ist und wir mit dem kleinen Gefährt auch Wege fahren konnten, die kein großer Wagen nehmen kann (zB. Treppen runter fahren...)

 

Am nächsten Tag kam dann einer der Höhepunkte unserer Ausfahrt:

Inselrundfahrt mit "Adventureland Madeira"

Wie wir es mittlerweile gewohnt sind, nicht in einer Gruppe, sondern individuell. Also nur Heike und ich mit unserem Fahrer Felipe. Hatte seinen Preis (220,-) aber das war es uns wert!! Die Tour war durch die steilen und engen Straßen der kleinen Ortschaften extrem anspruchsvoll. Wir würden diese Strecke nie mit einem Mietwagen fahren, sondern nur mit einem Rangerover und einem geübten einheimischen Fahrer. Ein 'normaler' Mietwagen hätte die unbefestigte Strecke durch den Wald (Höhenunterschied 1.000 m) nicht überlebt. Ich (Jörg) habe die holprige Fahrt durch die engen Wege des Waldes stehend auf dem hinteren Teil des Wagens mitgemacht und versucht, einige Bilder zu machen, die NICHT verwackelt sind. Hat tierisch Spaß gemacht!! Und ich (Heike) hab mich mit einer Hand am Fenstergriff festgehalten und mit der anderen Hand abgestützt, damit ich mich etwas vom Sitz hochstemmen konnte. Ich hatte die Befürchtung, dass mein sensibles Innenleben die Fahrt sonst nicht überstanden hätte. Großen Spaß hat mir die Tour aber auch gemacht. Zwischendurch mussten wir anhalten, da ein grosser umgestürzter Baum den Pfad blockierte. Waldarbeiter waren gerade dabei, diesen zu entfernen. Das ging aber zum Glück ziemlich fix und der liebe Felipe, der sowas kennt, hat tatkräftig mitgeholfen. In seinem privaten Rangerover hat er für solche Fälle immer eine Kettensäge liegen...

Felipe hat uns viele Insiderinformationen gegeben und persönliche Erfahrungen und Tipps mit uns geteilt. Die Atmosphäre war total freundschaftlich und entspannt. Er hat uns neben anderen Höhepunkten auch zu einem abgelegenen Lorbeerhain geführt - schon fast ein verzauberter Platz!

Wir haben dann noch gehört (und auch gesehen), dass in diesem Rover, in dem 4 Personen gedrängt Platz haben, auch mit 6 Personen eine ganztägige Rundfahrt angeboten wird. Dazu werden dann im Gepäckraum 2 Notsitze umgeklappt auf denen man dann eingepfercht wird. Ein anderes Wort dazu fällt mir nicht ein. Felipe fand das auch unmöglich, kann aber nichts gegen die Belegung unternehmen, da sie vom Verkaufspersonal bestimmt wird. Er bekommt dann nur die Beschwerden der Gäste ab ...

Folgende Sehenswürdigkeiten haben wir abgefahren:

Ribeira Brava

über den"Kings Road”

Das ist der oben beschriebene Weg. Hört sich toll an, besteht aber aus kleinem, grösstenteils unbefestigten Wegen und ist sehr eng. Der Name kommt aus der Entstehungszeit, als nur reiche Personen (Könige eben ...) den Weg über den Berg getragen worden sind:

Paul de Serra (Hochplateau auf ca. 1.500 Metern)

ein kurzer Zwischenstopp im Lorbeerhain von Fanal

Die Magie des Ortes kommt leider auf dem Photo nicht zur Geltung. Wenns Euch interessiert, gebt in Eurer bevorzugten Suchmaschine "Lorbeerwald Madeira" ein - dann findet Ihr teils wunderbare Aufnahmen!

Porto Moniz mit Mittagessen

Das Restaurant sah eher touristisch aus, deswegen hatten wir keine allzugrosse Hoffnungen. Aber der Laden füllte sich auch mit Einheimischen, und das Essen war besser als gedacht!

Seixal

Leider hat sich dann bewahrheitet, dass das Wetter innerhalb von 30 Minuten komplett umschlagen kann. Den ganzen Tag nur bombastisches Wetter (Sonnenschein, 25° ...) gehabt und kurz vor Schluss der Tour war der Himmel komplett bedeckt und es hat geregnet.

Daher konnten wir die steilen Klippen an der Nordküste leider nicht besichtigen bzw. sehen, da der Aussichtspunkt bereits in den Wolken lag. Dafür aber einige der Wasserfälle im Norden von Nahem gesehen, wo wir auf unseren Wunsch hin auch kurz anhalten konnten (das ist wieder einer der Vorteile einer Individuellen Tour!).

 

Zum Abschluss dann

Fajã dos Padres

Ein kleiner Flecken Land, der so gut wie gar nicht auf dem Landweg zu erreichen ist. Lediglich eine (sehr steile) Kabelbahn führt da hinunter (liegt direkt auf Meeresniveau).

Zitat aus deren Website (W:ww)

(Wissen: wenig witzig)
Text ein/ausblenden

 


Abends natürlich in "unser” Bistro - und zum Abschluss zu einem Ecklokal in der Nähe unseres Hotels, das am Freitag und Samstag einen DJ auf der Straße an der Strandpromenade auflegen lässt. Bei Loungemusik und einem Glas (Madeira-) Wein gelauscht und abgechillt.

 

Am Sonntag dann Entspannung á la Voigt:

Frühstück, frisch machen, Ort weiter erkunden Triathlon (Nein! NICHT mitmachen: zuschauen - tss tss tss, was denkt Ihr?!?), Mittagessen, Pool, frisch machen, Abendessen, calm down, good night

 

 

Santa Cruz

Laut Marco Polo Reiseführer ist Santa Cruz eine unterschätzte kleine Stadt, die nur für den Flughafen bekannt ist. Also haben wir einen Linienbus für kleines Geld nach Santa Cruz genommen.

Was soll ich sagen... die im Reiseführer angegebenen Ziele, die es wert sind, besichtigt zu werden, haben wir in unter 15 Minuten abgehandelt, so dass wir in Rekordzeit im Bus zurück nach Funchal saßen. Aber die Busfahrt mit den Serpentinen war wenigstens interessant ;-)

Bei dieser kurzen Beschreibung verwundert es Euch bestimmt nicht, dass wir einen Ausflug in diesen Ort NICHT empfehlen würden ;-)

Immerhin habe ich hier Bild aus der Markthalle von dem lokal berühmten Degenfisch machen können:
Der Fisch ist WIRKLICH nicht sehr attraktiv - nur bei gutem Nervenkostüm ein Mouseover über das Bild wagen ;-)

 


Kabelbahn und Korbschlitten

Dann war endlich mal kein Kreuzfahrt-Schiff im Hafen, also Platz und Zeit für uns, um mit der Kabelbahn nach Monte, zu den Botanischen Gärten und den berühmten Korbschlitten zu fahren!

Kurz zu den Preisen:

Macht in Summe für 2 Personen: 120 Euro!!

Felipe hatte uns noch erzählt, dass es vor dem Bau massive Proteste der Anwohner gab, weil die Seilbahn nur knapp über den Dächern der Häuser entlangfährt. Da bietet es sich dann nicht an, oben-ohne auf der sonst blickgeschützten Sonnenterasse zu liegen ;-)
Aber wie immer regiert irgendwas die Welt, und nach einer 'grosszügigen Entschädigung' waren die Anwohner auf einmal nicht mehr dagegen >;->

Als wir oben ankamen, hat es (zum Glück ?!?) leicht geregnet (also diesmal richtig ;-), so dass wir uns - in Kombination mit dem sehr überschaubaren Angebot an blühenden Pflanzen Mitte Oktober - entschieden haben, den oder die Botanischen Gärten ausfallen zu lassen. Also direkt zur Kirche (mit der Statue des letzten Kaisers Österreichs davor) und dann zu den Korbschlitten, die aber aufgrund des Regens auch eine Pause machten, da sie auf dem nassen Asphalt nicht bremsen konnten.


Die Fahrt auf dem immer noch leicht feuchten Asphalt war ne echte Gaudi! (siehe Bild)
Dass wir vor den Kurven teilweise quer standen, brachte Heike stets zum Aufschreien ;-)

Im o.g. Reiseführer stand auch, dass am Endpunkt der Schlittenfahrt sündhaft teure Taxen auf die leichte Beute warten. Nun, DAS stimmt zumindest. Als Vergleich kostet eine 25 min Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt ca. 30 Euro und die 5-minütige Fahrt vom Schlittenhalt zurück nach unten kostete uns 25 Euro! Zumindest hat der Fahrer den Preis vorher angesagt, so dass es keine nachträgliche Überraschung gab.

 

Nachmittags wollten wir zu Blandys - eins der ältesten (Madeira-) Weinhäuser in Funchal / Malaga.

Wie gesagt: wollten. Man glaubt es uns kaum, nach den ganzen Ausgaben, die wir alleine in diesem Urlaub gemacht haben, aber das Tasting war mir (Jörg) zu teuer. Heike hätte zwar mitgemacht, aber nicht mitgetrunken. Und damit war der Spaß-Faktor dem Preis nicht mehr angemessen ;-)

 

 

Den Rest der Zeit haben wir einfach genossen und wollten nach Ablauf der Zeit gar nicht wieder weg ...
Ihr ahnt, was jetzt kommt: auch hier wollen wir in Zukunft nochmal hinfahren ;-)

 

 

 

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