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22.01.19

STOMP!

Die Kritik zu diesem Event muss zweigeteilt ausfallen:

  1. Location
  2. Aufführung

Zur Location:

Das als Konzert- und Event-Location noch relativ neue 'Mehr! Theater am Großmarkt' hat in puncto Logistik noch viel Luft nach oben. Da bei 3.500 Besuchern nur zwei Türen geöffnet waren und die Einlasskontrolle durch Abtasten jedes einzelnen Besuchers stattfand, gab es 30 min vor Beginn der Aufführung eine Schlange von mehr als 100 Metern vor den Türen - und das bei Temperaturen deutlich unter null Grad - da kam keine große Freude auf...
Da man auch noch die Jacken abgeben musste (Garderobenzwang!), dauerte es eine gehörige Zeit, bis wir endlich in die Halle gehen konnten. Auch bei der Garderobe hätten ein oder zwei Kräfte mehr deutlich für Entspannung gesorgt. Leider können wir die Servicekräfte an den Verpflegungsstellen nicht bewerten, da das ganze Procedere so lange gedauert hat, dass keine Zeit mehr für ein entspanntes Getränk zur Verfügung stand. Eigentlich hatten wir den Weg zur Veranstaltung so geplant, dass man (theoretisch!!!!) noch ca. 30 Minuten Zeit gehabt hätte, sich die Anlage in Ruhe anzusehen. Wir hatten aber so wenig Zeit, dass meine Frau (wie immer...) gerade noch die Toilette aufsuchen konnte. Ich bin mir nicht sicher, ob alle Zuschauer rechtzeitig zu Beginn der Aufführung auf ihren Plätzen waren. Es hat uns auch erstaunt, dass es anscheinend erlaubt war, die Getränke mit in den Innenraum zu nehmen. Jedenfalls hatten einige Gäste ihre Getränke dabei (keine Ahnung, was die nachher mit den leeren Gläsern gemacht haben...).

Es ist ja bekannt, dass im Parkett größere Personen in den Reihen vor Einem die Sicht etwas beeinträchtigen können, weswegen man in den Theatern eine leichte Steigung von der Bühne nach hinten hat. Jedoch ist dies in einem ehemaligen Großmarkt nicht vorhanden, so dass auch Quadratschädel DREI Reihen vor uns zu bemerkenswerten Einschränkungen des Sichtfeldes führten.

Aber genug der Quengelei, kommen wir endlich zur:

Aufführung:

Stomp heißt übersetzt ja soviel wie stampfen, kräftig auftreten. Und das tat das Ensemble zur Genüge in der zweiten Hälfte der Aufführung, die zu unserer Freude keine Pause hatte.

Mit großem Getöse wurden Alltagsgegenstände jeder Art benutzt, um als Rhythmus- oder Percussioninstrument zu dienen. Altbekannt sind ja die metallenen Mülltonnen und -deckel. Dazu Kunststoff-Wassertonnen, große und kleine Blecheimer, Besen, ja sogar Einkaufswagen und Spülbecken.

Die Choreografie war teilweise atemberaubend und die Synchronität faszinierend. Rhythmusgruppen müssen ja synchron sein - selbst leichte Fehler oder Unstimmigkeiten bei den Tempi fallen da sofort auf. Aber besonders hervorzuheben ist hier der Tausch der gerade bearbeiteten Töpfe von allen 8 Akteuren. Gleichzeitig wurden die Pötte in hohem Bogen zum Pendent auf der anderen Seite der Bühne geworfen - natürlich ohne zu kollidieren!

Jedoch zeigten die Akteure, dass sie ihr Rhythmusgefühl auch mit leisen Tönen hinbekommen können. So zum Beispiel mit Streichholzschachteln, deren kleine Fläche als Mini-Drum genutzt und geschüttelt wie ein Sand-Shaker oder Maracas benutzt wurde. Toll war auch die Nummer mit den Feuerzeugen. Die Künstler standen in einer Reihe im Dunklen und zauberten tolle Abläufe mit Anzünden und Klicken (das typische Klacken der Zippo-Feuerzeuge).

In jedem Stück kam aber auch die Komik nicht zu kurz, denn ein Akteur der Truppe hat keine Möglichkeit ausgelassen, um jede Situation ins Komische zu ziehen.

Ach ja: die ganze Show kam ohne ein gesprochenes Wort aus. Selbst der obligatorische Teil, bei dem das Publikum vorgemachte Rhythmen nachklatschen oder -stampfen musste, wurde nur durch Gesten animiert.

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