Tja - man kann nicht immer Glück haben ... Die ersten zwei Wochen waren gespickt mit eben solchen Vorkommnissen die der Titel benennt.
... wer die Liste mit den 25 ( ! ) P-P-Ps lieber nicht sehen möchte, lässt diesen Teil am besten eingeklappt.
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Es fing gleich gut an – die erste Panne kam schon vor dem ersten Drink: unser Flug hatte über eine Stunde Verspätung. So kamen wir erst gegen 17:30 im Hotel an. Urlaub, du forderst uns schon wieder heraus!
Zimmer bezogen, erste Freude: wieder ganz oben! Leider auch die letzte Freude des Tages …
ppP #2 🛏
Statt zwei Auflagen wie bestellt, gab’s eine durchgehende und sehr harte. Jede Bewegung wurde brav an den Nachbarn weitergeleitet – Wellness für zwei? Eher Wackelbrett für Fortgeschrittene. Und dann nur eine Bettdecke! Das geht bei uns so gar nicht (siehe auch den Bericht aus Edinburgh)
ppP #3 🪞
Die Sonnenliege, die wir ausdrücklich nicht auf dem Balkon wollten, stand weiterhin stolz da, wo sie eben nicht stehen sollte. Selbstbewusst, aber fehl am Platz.
Also kurz vor Büroende direkt zur Owner Relationship (OR) – unserem neuen Lieblingsbüro.
Versprochen wurde schnelle Hilfe: Decken heute, Auflagen morgen.
Dachten wir.
Eine Nacht kriegen wir schon hin …
Weit gefehlt! Spoiler: Nachts um drei: Bettenumbau im Eigenbauverfahren.
pPp #4 🧴
Zurück im Zimmer die nächste Überraschung: Etwas in Heikes Kulturbeutel hatte beschlossen, sich selbst zu entleeren und den gesamten Inhalt zu verwüsten. Braucht man auch nicht - schon gar nicht am ersten Urlaubstag...
ppP #5 🚪
Beim Öffnen der Schranktür: *plopp!* – raus aus der Schiene, runter auf den Boden.
Also wieder zur OR, Schadensmeldung platziert.
„Wird umgehend erledigt“, hieß es.
Spoiler #2: wurde es tatsächlich ... fast:
aus "umgehend" wurde 21:00 Uhr.
😅
Also: auf zum Lunch! Ziel: das vertraute Mezze – unser Freund Albert wartet … oder auch nicht.
Ppp #6 🍽 ️
Erstens: kein Albert in Sicht! Zweitens: Karte umgestellt und Preise gefühlt schon wieder gestiegen. Na dann – Plan B!
Ab ins Moynahans – wegen der legendären Zwiebelringe vom letzten Jahr. Tja.
Ppp #7 🧅
Aus hausgemacht wurde Convenience-Kost ohne echten Eigengeschmack. Pommes: dito. Hälfte zurückgehen lassen, Frust gratis.
Zurück im Zimmer – keine Auflagen, keine Decken.
Dafür gegen 21 Uhr ein Techniker zur Telefonreparatur?!
Egal – die Schranktür hing danach immerhin wieder.
Hab ich was vergessen? Ach ja, #8: 🌧️ Es regnete.
ACHT ( ! ) P-P-Ps am ersten Tag? Nicht schlecht ...
ppP #9 ❄️ – Samstag: Klimaanlage ausgefallen.
ppP #9b 🧊 – Sonntag: Immer noch kaputt. Zettel: „Reparatur dauert ca. zwei Wochen!“
ppP #9c ❄️ – Montag: Immer noch nix. Mail ans Management geschickt (freundlich aber sehr energisch).
Dienstag: – AC läuft wieder - wenn auch nur zu ~ 50 %. 🎉
pPp #10 🔌 – Dienstag: USB-Stecker abgeraucht.
ppP #11 🪑 – Mittwoch: Balkontisch kollabiert - und:
ppP #12 🚽 – Toilettenspülung läuft Dauerschleife - mal wieder zur OR...
ppP #13 🔑 – Donnerstag: Service nimmt versehentlich unsere zweite Zimmerkarte mit.
pPp #14 🕊️ – Möwe auf dem Balkon, flugunfähig. Service gerufen.
pPp #15 💩 – Der Balkon war durch die Möwe „Guano dekoriert“.
ppP #16 🪪 – Freitag:
Diesmal hat die Maid ihre Generalkarte für die Zimmer bei uns vergessen (Nächster Weg zur OR).
ppP #17 🧽 – versprochene gründliche Balkonreinigung?
Fehlanzeige - bei OR nachgefordert.
pPp #18 📱 – Handy-Crash, neue PIN noch nicht verinnerlicht, kein Support.
Digitale Detox-Zwangskur.
pPp #19 🌧️ – Samstag: Komplett verregneter Tag.
ppP #20 🪳 – Sonntag: XXL-Kakerlake auf Erkundungstour in der Küche.
pPp #21 ☔ –
Ausfahrt nach Garajao (Jesus-Statue), Ostspitze der Insel und Bauernmarkt in Santo da Serra - Regen auf allen drei Stationen.
Ppp #22 – Bauernmarkt wegen Umbau des Gebäudes in ein Zelt umgezogen:
keine Grills,
kein Poncha-Verkauf! 🍹 ✖️ Die wahre Tragödie.
pPp #23 🌧️ – Montag: Dauerregen am Nachmittag, Hotelarrest light.
pPp #24 🌪️ – Dienstag: Sturmböen deluxe, Outdoor unmöglich.
Und nach knapp zwei Wochen war die Serie endlich beendet - und der Urlaub konnte tatsächlich anfangen! 😎
Es war an einem Donnerstag:
Eigentlich war der Tag ganz anders geplant – denn:
gutes Wetter, Sonne pur und zur Abwechslung mal kein Kreuzfahrtschiff im Hafen!
Perfekte Gelegenheit also für unseren Plan:
mit der Seilbahn rauf nach Monte und zum dritten Mal mit dem Korbschlitten runterdüsen.
Doch dann: Oh Graus!
Schon beim Ankommen an der Station sahen wir die altbekannte, endlos lange Schlange – typisch, wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen. Nur war diesmal keins da. Die Erklärung kam prompt: technisches Problem!
Die Seilbahn fuhr nicht – also blieb nur eines: am Boden bleiben.
🪂 ❌
Damit war dann auch die #25 voll.
Als Trost gab’s dann etwas, das garantiert funktionierte: köstliche Espetada (Rind am Spieß) und frische Sardinen in der Bar Tartaruga. Kulinarische Wiedergutmachung geglückt!
Auf dem Rückweg hatte Heike die glorreiche Idee, „nur kurz“ nebenan in der Bar A Novidade noch einen Poncha zu genießen.
Was folgte, war – natürlich – wieder einmal „unserer würdig“ … 🍹
Geplant: Ein Poncha am Tresen, dann weiterziehen.
Realität: Ein Marmeladenglas voller Überraschungen.
Der Poncha wurde nämlich nicht wie üblich aus einer Karaffe ausgeschenkt, sondern tatsächlich direkt in einem großen Marmeladenglas zusammengemixt, kräftig durchgeschüttelt und eingeschenkt – Hausrezept, ganz rustikal.
Die resolute, quirlige Wirtin hatte alles im Griff - uns eingeschlossen! Wie gesagt, wollten wir am Tresen bleiben, aber sie dirigierte (man könnte auch: drängte) uns direkt an einen Tisch mit zwei Einheimischen – Widerspruch zwecklos! Die beiden konnten kein Englisch und schon gar kein Deutsch - und wir leider kein Portugiesisch. Ohne gemeinsame Sprache, aber mit jeder Menge Gestik, Lachen und guter Laune. Kommunikation? 100 % erfolgreich! 😄
Der Poncha zeigte Wirkung. Kurz überlegten wir, ob ein zweiter her muss – und entschieden uns (natürlich) dafür.
Und dann wieder so ein "kann-das-wahr-sein"-Moment: Keine fünf Minuten später standen neben den Ponchas je zwei gebratene Sardinen vor uns – unbestellt und ohne Rechnung.
Unsere fragenden Blicke in Richtung „Besteck?“ beantwortete die Wirtin mit einer kurzen Demonstration: Auf die Finger zeigen, Fleisch von den Gräten ziehen, abbeißen – fertig! 🍴 ✖️ 🤲
Bei dieser Poncha-Domina war Widerspruch wie gesagt zwecklos – obwohl wir eigentlich pappsatt waren, wurden die Sardinen bis auf die Gräten weggeputzt. 😅
An „zu Fuß zurück“ war danach natürlich nicht zu denken – also: TAXI! 🚕 Zurück im Zimmer, direkt hingelegt … und erstmal versucht, wieder nüchtern zu werden.
Am Samstagmorgen fuhr ein wunderschöner 5-Master in den Hafen ein: die Royal Clipper
Curral das Freiras - Historie
(Wissen: wenig witzig)
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Abholung: die ersten beiden Kleinbusse wollten uns nicht - erst im dritten Bus war Platz für uns.
Ankunft: Kurz vor 14 Uhr. Oh ha! Ist das voll hier… Den Weg zur Bühne haben wir deswegen auch gar nicht versucht, bzw. nach kurzem Weg abgebrochen.
Dann am Dorfrand einen Grill gesehen, bei dem wir unser Espetada selber grillen durften (besser gesagt: mussten…).
Und dann das Überraschungsmoment mit Brot und Wein:
Ein sehr netter Herr hat mir beim Grillen geholfen, weil das für mich verständlicherweise ziemlich neu war.
Und da ich mich sowohl beim Grillen, als auch bei dem Abziehen der Fleischstücke … nun sagen wir mal:
nicht so ganz geschickt angestellt habe, und mir auch noch der Becher mit Wein umfiel,
hat er mir aus seiner privaten Flasche nachgefüllt! Großes
Obrigado
Obrigada/Obrigado:
Portugiesisch für 'Danke'!
!!
Er reichte uns außerdem sein frisches Brot. Es war kein formvollendetes Serviervorgang, sondern eine ganz einfache, herzliche Geste: ein Stück Brot, geteilte Wärme, und die Flasche Wein als Einladung, den Moment zu teilen. Brot und Wein — da wurden tatsächlich christlichen Analogien bei mir wach: Kanaa, Speisung der Massen, Blut und Leib Christi. Doch viel wichtiger war: es war ein unmittelbarer Akt der Gastfreundschaft — so schlicht, so wohltuend. Kein Zeremoniell, kein großes Wort, nur: teilen, schmecken, dankbar sein.
Danach einen “guten” Platz gesucht, um die Parade - die 15:00 Uhr starten sollte - zu sehen.
Und die hatte es in sich! Angeführt von einer sagenhaft guten Trommelgruppe dauerte die Parade eine knappe Stunde - die Bildergalerie lohnt sich ;-)
Und natürlich gibt es auch die “Kastanien-Königin” oder Chestnut-Queen oder Rainha da Castanha.
Alle paar Meter gab es in dem Dorf einen Grill, auf dem die Espetadas nach traditioneller Art zubereitet wurden - dazu geräucherte/gegrillte Maronen (ist ja schließlich Kastanien-Festival…) und andere Köstlichkeiten vom Grill - ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie viel Holzkohlerauch in der Luft und am Ende in unseren Klamotten war.
Der Bus sollte “10 vor 5 bis 5 Uhr” wieder am Abholplatz sein. Er kam … Trommelwirbel … 17:40. Laut Aussage des Fahrers brauchte er für die kurze Strecke vom Parkplatz bis ins Dorf krasse 50 ( ! ) Minuten!
Und die Fahrt zurück ging auch nicht ohne diverse Stopps aufgrund des hohen Bus- Verkehrsaufkommens. Bis zum Tunnel am Ortsausgang ging es nur im Stop-and-Go bzw. Schritttempo voran.
Ankunft Hotel: 18:30 statt wie angekündigt 17:00 Uhr - Mist! Pool-Bar gerade dicht gemacht - und das bei dem stechenden Verlangen nach einem Shandy!
Es fing (ähnlich wie in Funchal) wieder sehr erfreulich an:
Doch dann der Schock: Ist ja schön, wenn die Heizkörper hochgedreht sind. Nutzt aber nix, wenn die komplette Heizung ausgefallen ist!
11 ° C im gesamten Haus. Und das wohl auch schon sehr lange, denn sogar die Wäsche in den Schränken war schon recht klamm!
Also statt ruhigem Ausklang der Reise bei einem schönen Glas Wein: warten auf den Notdienst, der so gegen 21:00 Uhr kam ...