Berichte aus fernen Regionen und besonderen Ereignissen

Datum: Mai 2025

Albanien - Rundreise
Shqipëri - vajtje-ardhje

Wenn sonst schon zu nix zu gebrauchen, kann diese Seite wenigstens etwas zur Flaggenkunde beitragen 😉

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Albanien ist ...

... längst kein Geheimtipp mehr! 🌟

Zwar gibt es hier (noch) keine Heerscharen von Touristen, und zum Glück liegt Tirana nicht am Meer – was bedeutet, dass keine Kreuzfahrtschiffe die Küsten überfluten. Aber die Touristendichte ist mittlerweile deutlich gestiegen!

... nicht so "anders", wie ich geglaubt hatte! 🤔

Im Ernst: Oft war nur die Schrift auf den Straßenschildern ein Hinweis darauf, dass wir nicht in der Türkei oder Griechenland, sondern in Albanien unterwegs waren. Es war alles so "erschreckend normal"...

... längst nicht mehr das günstige Reiseland, das viele noch erwarten! 💶

Vor dem Urlaub haben wir gelesen, dass "man mit 10 Euro locker sein Abendessen bezahlen kann!"
Nun ... zum einen haben die Preise in den letzten Jahren rasant angezogen, so dass wir für zwei kleine Biere im Hotel samt Trinkgeld plötzlich einem satten Zehner (jaaa: EURO!!) hingelegt haben.
Okay - für Andere ist das vielleicht eine vollwertige Mahlzeit ;-)

Zugegeben: Im Landesinneren wurde es dann wieder günstiger ;-)

Und zum anderen hat der Wechselkurs zugeschlagen: Vor drei Jahren bekam man noch 130 Lek für einen Euro.
Direkt vor der Reise mussten wir uns in Deutschland mit 80 Lek pro Euro zufriedengeben – in Albanien waren es immerhin 96 Lek.

... nicht spektakulär, aber flächendeckend schön! 🏞️

Albanien mag keine spektakulären Landschaften oder Gebäude wie mächtige Fjorde oder die Pyramiden bieten, doch die unberührte Natur, die sanften Hügel und majestätischen Berge prägen das Land und schaffen eine über zig Kilometer durchgehend schöne Kulisse.

... immer noch ziemlich unbekannt! 🤷‍♂️

Von Albanien kennt man als Durchschnittsbürger wohl nur die Hauptstadt Tirana.
Die größenmäßig nächsten Städte heißen:

  • Durrës
  • Shkodra
  • Elbasan
  • Vlora

... schon mal gehört?!? 🙃

Aber drei bekannte Exportschlager hat das Land:
Dua Lipa, Rita Ora und Bebe Rexha haben alle albanische Wurzeln! 🎤

... statistisch: 📊

- Mit seiner Fläche von 28.748 Quadratkilometern etwas kleiner als Belgien
- Und mit 2,4 Millionen Einwohnern etwas mehr als Thüringen.

- Ca. 340 km lang und 150 km breit

🤔 In Deutschland gibt es viele Vorurteile über Albanien

Zeit, dass ich damit mal ein bisschen aufräume!

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Bei uns herrschende Vorurteile

🚧 Albanien ist rückständig und steckt noch in der kommunistischen Vergangenheit fest

Falsch!
Tatsächlich hat sich das Land in den letzten Jahren wirtschaftlich, gesellschaftlich und infrastrukturell stark weiterentwickelt.
Gerade im technischen Bereich – z. B. beim digitalen Behördensystem – braucht sich Albanien nicht hinter Deutschland zu verstecken.
Die Zeit des sogenannten "Steinzeitkommunismus" unter Diktator Enver Hoxha, während der sich das Land vollständig von der Außenwelt abschottete und nur in Ausnahmefällen Ausländer ins Land ließ, ist nur noch ein düsteres Kapitel in der Geschichte des Landes.


⚠️ Albanien ist gefährlich

🔎 Viele Menschen halten Albanien für unsicher. Doch die Kriminalitätsrate ist in den letzten Jahren stark gesunken.
Inzwischen gilt das Land als relativ sicheres Reiseziel – vor allem für Individualtouristen.
Wie überall sollte man mit gesundem Menschenverstand reisen, aber Albanien ist kein gefährliches Pflaster.
😌 Wir hatten zu keiner Zeit Angst oder auch nur ein mulmiges Gefühl!

Ungläubig schauten uns einige Bekannte an, als wir erzählten, dass wir nach Albanien reisen:
"ALBANIEN?!? Da sind doch nur Gauner und Banditen!"
😂 Ja klar, und überall lauern wilde Räuber, die unter dem Sternenhimmel ihre Beute zählen.
Und außerdem haben die Banditen sich längst bei uns auf St. Pauli niedergelassen!
Komischerweise waren die rutschigen, abgenutzten Kopfsteinpflaster bei den Sehenswürdigkeiten das Gefährlichste, was uns tatsächlich passiert ist!


🚗 Alle Albaner fahren Mercedes

Stimmt ... teilweise! Die Dichte an deutschen Autos – VW, Audi und insbesondere Mercedes – ist auffallend hoch.
Unser Reiseleiter meinte augenzwinkernd, dass "wahrscheinlich mehr Mercedes auf albanischen Straßen unterwegs sind, als in Deutschland".
🔧 Die Gründe? Robustheit, Prestige und die frühere Erreichbarkeit durch Importe spielen dabei eine Rolle.


🕌 Alle Albaner sind Muslime

🤝 Ja und nein! Ein großer Teil der Bevölkerung ist muslimischen Glaubens – aber Albanien ist eines der religiös tolerantesten Länder Europas!
Neben Muslimen leben dort auch viele orthodoxe und katholische Christen.
Eine Moschee neben einer christlichen Kirche? Kein Problem!
Die Trennung von Religion und Staat sowie eine Vielfalt von anerkannten Meinungen, Interessen und Lebensweisen prägen das Land seit Jahrzehnten.


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🗓️ Erster Tag: Von Tirana nach Durrës

Nach einer erholsamen Nacht im großartigen Hotel Rogner in Tirana startete unser Abenteuer. Die Route führte uns über das geschichtsträchtige Kruja bis hin zur sonnigen Küste von Durrës.

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🚗 Tirana → Kruja → Durrës

🛬 Ankunft in Tirana am Vortag – Direkt am Flughafen wurden wir von unserem persönlichen Reiseleiter Eri (Ermal Veseli) empfangen, der uns sofort das Gefühl gab, in sicheren Händen zu sein.

🚗💨🚗💨🚗💨 Die Fahrt zum Hotel – eine kleine Geduldsprobe
Tirana begrüßte uns nicht nur mit warmem Sonnenschein, sondern auch mit einem Verkehr, der so städtisch „charmant“ war, dass wir kurz dachten, wir wären versehentlich in einem Paralleluniversum gelandet, in dem Stau die Königsdisziplin ist.
Die 18 Kilometer vom Flughafen ins Zentrum hätten eigentlich locker in 20 Minuten geschafft sein sollen – hätten, wenn da nicht die einspurige Zufahrtsstraße wäre, die sich um 15 Uhr in eine Mischung aus Ameisenstraße und Blechlawine verwandelte. Unsere Fahrt wurde zur Übung in Geduld, Atmen und freundlichem Winken.

Schon am ersten Tag konnten wir von Eris geballtem Insiderwissen profitieren – und das sollte sich in den kommenden zwei Wochen immer wieder bewahrheiten. Er empfahl uns sofort einen kulinarischen Geheimtipp für den Abend: das gemütliche Restaurant Era Vila, nur 300 m vom Hotel entfernt – eine perfekte Einstimmung auf das, was noch kommen sollte!

Am nächsten Tag ging unsere Rundreise dann so richtig los.

🏰 Zwischenstopp in Kruja – Auf dem Weg zur Küste machten wir Halt in der legendären Festung von Kruja. Hier tauchten wir ein in albanische Geschichte und besuchten zwei spannende Museen:

- Skanderbeg-Museum – Ein beeindruckender Ort, der dem Nationalhelden Gjergj Kastrioti Skanderbeg gewidmet ist, dessen Widerstand gegen die Osmanen im 15. Jahrhundert bis heute in Albanien lebendig bleibt.

- Ethnographisches Museum – Ein charmantes osmanisches Haus aus dem 18. Jahrhundert, das einen faszinierenden Einblick in das traditionelle albanische Leben bietet.

- Die Festung selbst – Ein majestätischer Ort voller Geschichten von Widerstand und Stolz, mit einer Aussicht, die zum Träumen einlädt.

Ziel des ersten Tages: Durrës – die erste Etappe unserer Reise endet an der Küste! Zeit für Meer, Strand und neue Entdeckungen.

Doch vorher noch ein bisschen Kultur!
Bevor wir den Sand zwischen den Zehen spüren konnten, gab’s einen kurzen Abstecher in die Vergangenheit – oder besser gesagt in das, was davon noch übrig ist.
Amphitheater und Forum standen früher im Mittelpunkt der Stadt... heute sind es eher Spielwiesen unserer Fantasie. Die Ruinen erzählen von glorreichen Tagen, als Gladiatoren kämpften und Philosophen hitzig debattierten.

💭 Man muss es sich einfach vorstellen: Römer in Togas, das Publikum tobt – und wir mittendrin. Na gut, vielleicht nicht im originalen Outfit, und das Amphitheater ist nicht mehr ganz komplett, aber hey, wer braucht schon eine volle Arena, wenn die Vorstellungskraft das Ruder übernimmt?

Amphitheater in Durrës
Forum in Durrës

Wer unsere Reiseberichte aufmerksam verfolgt, erinnert sich vielleicht an den Namen "Via Ignatia" (Gerakini '23 bzw. Thessaloniki). Diese berühmte antike Straße beginnt genau hier, in Durrës!

Abends dann zum ersten Mal Fisch direkt an der hübschen Promenade gegessen – und die Besitzer des Restaurants haben anscheinend die Restbestände der Titanic aufgekauft:


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🗓️ Zweiter Tag: Von Durrës nach Pogradec

An diesem Tag stand nur der Transfer nach Pogradec auf dem Plan.

Okay ... und eine Hotelpleite ... und der grandiose Ohrid-See!

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🚗 Durrës → Elbasan → Pogradec

Das Hotel Epidamn

Nanu? Laut unseren Reiseunterlagen sollten wir in Durrës eigentlich im Hotel Arvi übernachten. Doch eine kurzfristige Umplanung – ganz ohne Vorwarnung – katapultierte uns in ein völlig anderes Hotel. Na ja... kann ja nicht so schlimm werden.

Leider doch!

Wenn Minimalismus eine Kunst ist, dann ist dieses Hotel ein Meisterwerk – allerdings mehr im Stil von „Kann man das noch Zimmer nennen?“ Unser Zimmer war so winzig, dass ich mir auf der schmalen Passage zwischen Bett und Tisch regelmäßig die Knie anstieß – oder die Zehen. Die Dusche? Ein Ort, an dem man sich nicht mal richtig umdrehen kann, ohne die Armaturen zu küssen. Und die Koffer? Durften auf dem Fußboden kampieren.
Boutique-Hotel, klar – aber hier wurde der Begriff wohl etwas zu wörtlich genommen: weniger ist hier wirklich mehr. Oder anders gesagt: zu wenig ist zu wenig!

Aber das Frühstück könnte es ja rausreißen ... ja ... könnte...

Á-la-carte-Frühstück? Klingt erst mal edel. Wir waren gespannt. Doch die große Überraschung kam schnell: Von der Karte durfte man sich genau eine einzige Position aussuchen, dazu gab’s genau einen Kaffee und einen Saft – und das war’s. Alles weitere? Gegen Aufpreis!
Ein zweites Brötchen? Extra.
Ein weiterer Schluck Kaffee? Extra.
Eine Prise Großzügigkeit? Leider nicht im Angebot.

Wir sind bestimmt keine Nölprinzen, aber das war so ein Erlebnis, das uns dann doch zur kurzen Beschwerde an die deutsche Agentur veranlasste. Zum Glück reagierten die schnell und spendierten uns als Entschädigung ein Abendessen – dazu später mehr.

💭 Fazit: So etwas hatten wir wirklich noch nie erlebt – und ausgerechnet hier, in einem Land, das wir für so herzlich und offen kennen gelernt hatten! Ein Erlebnis, das uns definitiv in Erinnerung bleiben wird – nur eben nicht unbedingt positiv.

Egal - abgehakt ... auf geht's nach Pogradec! Kurzer Halt in Elbasan – Nach so einer kleinen Odyssee tut eine Pause richtig gut! Bei einem stärkenden Kaffee sammelten wir neue Kraft, bevor es weiter zur Burgruine ging. Trotz ihres Alters flüstert sie Geschichten aus vergangenen Zeiten. Ein kurzer Spaziergang durch das historische Gemäuer, ein paar Fotos – und dann weiter.

Ankunft in Pogradec – Seebrise und perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis
Am Ohrid-See angekommen, gönnten wir uns eine wohlverdiente Pause.

🍺 Ein lokales Bier für umgerechnet 2 Euro? Genau die Art von Preisgestaltung, die uns ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert. Panorama, Entspannung und ein kühles Getränk – was will man mehr?

Quer durch den größten See der Region (ca. 350 Quadratkilometer, bis zu 300 m tief!) verläuft die Grenze zu Nordmazedonien. Perfekte Bedingungen für einen Segeltörn – zumindest theoretisch.
In der Realität suchten wir vergeblich nach Segelbooten auf dem Ohrid-See. Auf der Hamburger Alster wäre längst der Teufel los, hier dagegen herrscht friedliche Ruhe.

Dies hat mehrere Gründe, die bei klick eingeblendet werden. (W:ww)
  1. ⛵ Mangelnde Segeltradition
    In Albanien (wie auch im benachbarten Nordmazedonien) gibt es historisch gesehen keine ausgeprägte Segeltradition. Anders als in Ländern wie Kroatien oder Griechenland ist Segelsport dort nie zu einem kulturellen oder touristischen Schwerpunkt geworden.
  2. ⚓ Fehlende Infrastruktur
    Es gibt kaum oder gar keine Marinas, Segelclubs oder Charterfirmen am Ohrid-See. Auch Anlegestellen und Serviceeinrichtungen für Segelboote fehlen weitgehend – was den Spaß am Segeln ziemlich einschränkt.
  3. 🌍 Strenge Umweltauflagen
    Der Ohrid-See ist ein UNESCO-Weltnatur- und Kulturerbe. Aufgrund seiner ökologischen Sensibilität gelten strenge Vorschriften für Nutzungen, die das Ökosystem stören könnten – darunter auch motorisierte und segelbetriebene Freizeitboote.
  4. 💰 Wirtschaftliche Aspekte
    Segelboote sind teuer – sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt. In einer Region mit vergleichsweise niedrigem Einkommen ist der private Segelsport ein Luxus, den sich nur wenige leisten (wollen oder können).
  5. 🌬️ Windverhältnisse
    Obwohl es Tage mit idealem Segelwetter geben kann, sind die Winde am Ohrid-See oft unregelmäßig oder zu schwach, um verlässlich zu segeln. Das macht den See für Segler weniger attraktiv, b esonders im Vergleich zu Küstenrevieren mit konstantem Wind.

So bleibt der Ohrid-See eine beeindruckende Naturkulisse – aber nicht gerade eine Hochburg des Segelsports!


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🐟 Kulinarische Entdeckung: Fish Grill NDONA
Nach vielen Reisen sind wir beim Restaurant-Scouting quasi Profis – große Enttäuschungen kommen nur noch selten vor! Unsere Wahl fiel auf den Fish Grill NDONA direkt an der Promenade, wo eine echte Rarität serviert wird: Koran, die legendäre Forellenart, die nur im Ohrid-See lebt.
Die perfekte Mischung aus zartem Fleisch und fein abgestimmtem Aroma – genau das richtige, um den Tag gebührend abzuschließen und das Frühstück zu vergessen.

Frühstück? Hatten wir heute überhaupt Frühstück?

Und zum krönenden Abschluss gab es einen Raki, der sieben Jahre im Fass lagerte – stilvoll serviert:


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🗓️ Dritter Tag: Von Pogradec nach Korça

Kirchen dicht, Museum zu – aber Frühstück im XXL-Format, Bier statt Bildung und ein 7-Gänge-Menü im Zeitraffer. Chaos kann so lecker sein.

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🚗 Pogradec → Voskopoje → Korça

🌅 Ein Morgen voller Überraschungen!

Heute stand das Sightseeing-Glück leider nicht auf unserer Seite – aber bevor wir uns darüber Gedanken machten, ging es erstmal ans Frühstück!

🍽️ Wieder kein Buffet... oh oh!

Nach dem gestrigen Mini-Frühstück war unsere Stimmung entsprechend vorsichtig: Hunger? Ja. Hoffnung? Eher gedämpft.

Doch dann wurde das Frühstück serviert – und die Platte des Tisches bog sich unter der Last der Köstlichkeiten!
Von üppigen Spezialitäten bis hin zu einer Auswahl, die jedes Herz höher schlagen ließ.
So viel, dass wir nicht einmal ansatzweise alles schaffen konnten!

Gut gestärkt, aber leicht überfordert von der Fülle, machten wir uns wieder auf den Weg – zurück zur Reise!

Kirchenbesichtigung mit Hindernissen
Geplant war eine Tour durch die historischen Kirchen von Voskopoje – die Realität hatte allerdings einen eigenen liturgischen Kalender:

Die erste Kirche? Seit zwei Jahren wegen Renovierung geschlossen – und wird es wohl auch weitere sechs Monate bleiben.
Tja, hätte man als planende Agentur wissen können – oder besser: müssen!

Die zweite Kirche? Auch Tür zu. Kein Zutritt. Keine Erklärung. Kein Segen.

Doch zum Glück hatten wir unseren genialen Reiseleiter Eri dabei.
Als Meister der Improvisation griff er zum Handy, rief den örtlichen Popen an – und siehe da: Eine Kirche wurde extra für uns aufgeschlossen!
Falls Du Dich mal in Albanien verirrst – vergiss Google Maps.
Frag einfach nach Eri. 😎

Das Mittelaltermuseum in Korça? Leider geschlossen!
Und wieder ein kleines Planungs-Missgeschick: Montag ist Ruhetag – und heute ist ... oh ja ... Montag!
Auch DAS sollte einer guten Agentur im Vorwege bekannt sein!

🍺 Plan B: Bier statt Besichtigung!
Doch Eri wäre nicht Eri, wenn er nicht eine würdige "B"-Alternative parat hätte: Brauhaus! Mit einem Reiseleiter wie Eri kann selbst eine chaotische Planung gerettet werden...

Wir steuerten das Korça-Braugasthaus an und ließen die historische Bildung einfach in flüssiger Form weiterlaufen. 😆
Dazu eine kleine Überraschung: Zwischen Braukesseln und rustikaler Deko hängt ein Bild von Angela Merkel – mit Humpen in der Hand und einem Gesichtsausdruck, der sagt: "Hier bleib ich!"

🍽️ Ein Festmahl ohne Scouten – einfach genießen!

Heute mussten wir uns ausnahmsweise kein Scouting für ein passendes Restaurant machen – denn die Reiseagentur hatte einen Dinner-Gutschein für uns und führte uns ins charmante Hotel und Restaurant Bujtina Sidheri, mit einem urgemütlichen Gastraum!
Hier hat uns ein 7-Gänge-Menü erwartet. Und was für eins!

🥂 Die Speisefolge – eine wahre Geschmacksexplosion:

  • Drei kalte Vorspeisen – Perfekte Einstimmung!
  • Burrata mit Schinken auf einem Bett aus Salat und Engelshaar – Klingt poetisch, schmeckt göttlich.
  • Große Champignons gefüllt mit Käse – Deftig und aromatisch.
  • Gebundene Gemüsesuppe – Selten (oder nie?) solch eine gute Gemüsesuppe gegessen!
  • Börek mit Spinat – Knusprig, würzig, klasse.
  • Gedünsteter Schweinebauch mit Trockenfrüchten – Eine ziemlich fette, aber geniale Kombination!
  • Früchtekuchen mit Vanilleeis und Früchten in Sauce eingelegt – Der süße Abschluss eines imposanten Abends.

✨ Aber hier läuft das mit dem mehrgängigen Menü etwas... anders.
Während man sich andernorts gemütlich durch die Gänge tastet, gilt in Albanien offenbar eine andere Regel: Alles. Kommt. Auf. Einmal. 😅

Na gut, nicht alles – aber die Speisen kamen in ungewohnter Schnelligkeit, und manchmal gleich mehrere gleichzeitig 😉
So wurde unser festliches Mahl zu einer kulinarischen Schlacht, bei der in gut 60 Minuten sämtliche Geschmacksrichtungen gleichzeitig über uns hereinbrachen.
Ein Genussmarathon, der uns definitiv an unsere Grenzen brachte – aber eine Herausforderung, die wir nur allzu gerne angenommen haben!


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🗓️ Vierter Tag: 5-stündiger Transfer nach Girokaster

Eigentlich nur Landschaft und lange Straßen – bis plötzlich ein Auto fliegen wollte und ein Pferd Mercedes spielte.

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🚗 Korça → Girokaster

Heute sind wir stundenlang durch unberührte Natur gefahren und haben uns an den Hügeln, Bergen, Flüssen und Landschaften nicht satt sehen können.
📸 Hier ein paar Eindrücke dieser atemberaubenden Szenerie:

🌟 Doch diese traumhafte Fahrt wurde durch zwei unerwartete Zwischenfälle jäh unterbrochen...

🚧 Plötzlich: Ein Auto – halb fliegend, ganz rätselhaft!

Kurz vor einer scharfen Rechtskurve ging es steil bergab, gesichert durch massive Betonpoller – ungefähr einen Meter hoch, fest verankert, unübersehbar.

Und trotzdem: Direkt vor uns stand ein Auto quer auf diesen Pollern, so als hätte es jemand darauf abgestellt wie ein Matchbox-Modell auf einer Streichholzschachtel.

Die Vorderachse ragte bereits über die Kante des Abhangs hinaus, die Hinterräder hingen komplett in der Luft – der Wagen ruhte mit dem Unterboden auf zwei der Poller auf, wie auf einer Balancierstange. Schwebend. Irrwitzig. Unfassbar.

👀 Der Fahrer? Ganz ruhig, saß ein paar Meter weiter am Straßenrand und rauchte. Als wäre das sein Stammparkplatz.

Wie er das geschafft hat? Keine Ahnung. 🤷‍♂️
Wahrscheinlich in einem der ganz seltenen Paralleluniversen, in denen Physik nur optional ist.

Wir haben natürlich Hilfe angeboten – aber der (deutlich alkoholisierte) Fahrer winkte ab: „Alles schon unterwegs.“ Tatsächlich: Nur eine Minute später kamen uns Polizei und Notarzt entgegen. Der Zufall hatte Schicht.

Warum es davon kein Foto gibt?
Weil wir keine Influencer-Aasgeier sind, die Unfälle und ihre Opfer für Klicks ausnutzen und das dann „Social Media“ nennen. 🚫

🐎 Viele Pferdestärken gegen ein einziges Pferd – kein fairer Wettkampf!

Nur wenige Minuten später – wir hatten den Schock vom „Flugauto“ gerade verdaut – wartete schon der nächste Schockmoment:

Ein Mercedes-Kombi war mit einem frei laufenden Pferd so heftig kollidiert, dass die Frontscheibe sprang!
(...also die des Autos, nicht die des Pferdes, falls das kurz unklar war 😂 )

Das verängstigte Pferd, offenbar angefahren – stand noch, aber auf zitternden Beinen. Völlig still. Als hätte es den „Cut!“ der Filmcrew überhört.

Der Anblick war absurd: Hightech-Auto gegen Natur pur. Und wie es aussah, war der Crash leider kein kleiner Zusammenstoß.

Das Tier stand zwar noch, aber ob es wirklich glimpflich davongekommen ist – das blieb unklar.
Das nächste Polizeiauto war gerade eingetroffen – wir hielten uns raus, und setzten unsere Fahrt schweigend fort.

😮 Zwei Zwischenfälle in weniger als zehn Minuten – beide so bizarr, dass man sie kaum glauben würde, hätte man sie nicht selbst gesehen.


In Girokaster angekommen, wussten wir recht schnell, warum die Stadt den Beinamen "Stadt der 1.000 Stufen" bekommen hat. Aber davon erzähle ich am nächsten Tag ;-)


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🗓 Fünfter Tag: Stadtbesichtigung Girokaster

Zu viel Frühstück, zu wenig Treppen, ein Warnschild mit Humor – und wirklich leckerer Fisch.

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🗺️ Stadtbesichtigung Girokaster

Aber fangen wir wieder beim Frühstück an: Wenn es in Pogradec schon „üppig“ war, dann stellt sich die Frage: Wie beschreibt man das hier? 🤔
Schau Dir das Bild an und entscheide selbst … und bevor Du fragst: Der Tisch fasst vier Gäste – gedeckt ist aber nur für zwei!

So gestärkt ging es dann zur markanten Burg. Dank unseres Reiseleiters Eri konnten wir uns den steilen Anstieg sparen (denkt an die 1.000 Stufen 😉) – er ließ uns direkt am Eingang raus. Das ist das wahre Privileg, wenn man einen guten Guide hat! Drinnen erwarteten uns Waffen aus vergangenen Zeiten (vom 15. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg), spannende Dokumente und eines der wohl humorvollsten Warnschilder, die ich je gesehen habe (und ja – ich habe schon einige gesehen):

🍽️ Kulinarisches Finale

Zwei Abende im Kujtimi Restaurant – eine Entscheidung, die sich bezahlt machte! Wenn Du je dort bist: Der frisch gebratene Fisch ist ein Muss.

Und das Beste? Das Restaurant lag nur 100 m entfernt von unserem charmanten Hotel Fantasy, das seinen Namen tatsächlich verdient.


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🗓 Sechster Tag: Von Girokaster nach Saranda

Von antiken Ruinen über kulinarische Höhenflüge bis hin zu einem Schafskopf, der selbst hartgesottene Foodies ins Grübeln bringt.

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🗺️ Girokaster → Butrint → Saranda

In Saranda hatten wir dann den Nachmittag und den nächsten Tag zur freien Verfügung – aber abends stand ein besonderes Treffen an: Essen mit Eri bei seinen Bekannten.

Man kennt das ja: Jeder Reiseleiter hat seinen Cousin, Schwager, Kumpel, der das Größte, Beste und Ausgefallenste bietet, was man gerade braucht 😏

Doch dieses Mal? Keine leeren Versprechungen! Das Restaurant Dollia war wirklich erste Klasse – so gut, dass wir am nächsten Abend gleich nochmal dort speisten.

Es wurde Paidhaqe serviert (ausgesprochen: beisatsche) – eine Lamm-Grillplatte mit reichlich Beilagen, wo das Fleisch kleingeschnitten am Knochen serviert wurde. Geschmacklich ein Aromenwunder!

Noch etwas Besonderes an diesem Abend: Es war wohl der Stammtisch-Tag im Dollia. Am Nachbartisch vertieften sich etwa zehn alte Granden in lautstarke Gespräche – so laut, dass sogar Eri und die Angestellten uns besorgt ansahen, ob wir uns gleich beschweren würden. Aber da kennen sie uns falsch: Das ist genau der Lokalkolorit, den wir mögen! 😁

😳 Und dann: Der Schafskopf

Am zweiten Abend gönnten Heike und ich uns ein da capo. Paidhaqe musste einfach nochmal sein.
Aber Eri? Der bestellte voller Begeisterung gebratenen Schafskopf und verspeiste ihn genussvoll.

Was soll man sagen? SEHR gewöhnungsbedürftigauch für den Gast, der nur daneben sitzt! 😅


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🗓 Achter Tag: Von Saranda nach Vlora

Ali Pascha, eine Festung und Betonträume an der Küste – willkommen in Vlora.

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🗺️ Saranda → Porto Palermo → Vlora

Auf der Fahrt legten wir einen Zwischenstopp in Porto Palermo ein, um die Festung des berühmt-berüchtigten Ali Pascha zu besuchen. Wer jetzt denkt: "Moment mal, den Namen kenn’ ich doch..." – völlig richtig. In Dumas’ „Graf von Monte Christo“ taucht er als Herrscher von Janina auf, inklusive einer (frei erfundenen) Tochter Haydée, die in der Depardieu-Verfilmung ziemlich wichtig wird.

Fakt ist: Ali Pascha gab es wirklich. Er herrschte nicht nur über große Teile des heutigen Albanien, sondern auch über Griechenland.

Und Porto Palermo? Klar, "Porto" heißt Hafen. Aber „Palermo“? Unser Reiseleiter servierte dazu eine Legende, die zu schön ist, um sie nicht zu erzählen:
Ali Pascha wusste, wie man Geschäfte macht — und wenn schon windige Geschäfte, dann wenigstens in einem sicheren Hafen! Rund um die Bucht gibt es teils unberechenbare Winde - und Ali Pascha nutzte dies, indem er einen sicheren Hafen baute, in dem die Schiffe gegen Bezahlung Schutz bei ungünstigem Wetter fanden. Der Ort hieß schon vorher Palermo oder früher Panorma - abgeleitet von der italienischen Stadt. Über die Zeit entwickelte sich daraus dann die Erzählung, dass oben genannter Wind den Namen "Palermit" trägt (ähnlich wie andere Mittelmeerwinde: Mistral, Levante, Scirocco, ...) und der Ort nach dem Wind benannt wurde.
Es gibt jedoch keinen im Mittelmeer bekannten Wind mit solchem Namen - trotzdem eine schöne Geschichte
😉

📸 Die Festung thront natürlich malerisch auf einer Halbinsel – Postkartenmotiv inklusive:

In Vlora angekommen, begrüßte uns das altbekannte Küstenphänomen: Wie bereits in Durrës und Saranda zuvor – scheinbar alle Küstenstädte die Bausünden von Malle & Co aus den späten 70ern detailgetreu wiederholt haben. Ein Betonbunker reiht sich an den nächsten, und nach charmanten Promenaden oder malerischen Corniches sucht man leider vergebens – schade!

📸 Immerhin: Der Sonnenuntergang gab alles, um die Skyline zu retten:

Zum Schluss noch die Kategorie „Hotelüberraschung des Tages“: Der Vormieter in unserem Zimmer war wohl ein besonderer Scherzbold! Er legte Eiswürfel ohne Behälter in das Eisfach und schaltete dann den Kühlschrank aus. Du kannst Dir vielleicht vorstellen, was auf mich zukam, als ich die Kühlschranktür öffnete...


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🗓 Neunter Tag: Von Vlora nach Berat

Wir verlassen die Küste und wagen uns wieder ins wilde Landesinnere vor – Abenteuer garantiert.

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🗺️ Vlora → Apollonia → Berat

Auf dem Weg zum vorletzten Stopp machten wir Halt bei der archäologischen Ausgrabungsstätte von Apollonia.

Sehr weitläufig, ja. Ein bisschen verfallen, auch ja. Aber hey, Geschichte hat eben manchmal Patina.

Weiter ging’s nach Berat. Erst das Ethnografische Museum, die Aussichtsplattform und eine orthodoxe Kirche – Kulturprogramm deluxe, bevor wir zum Hotel Villa Alexander schritten.

Oh puuuhhh...!!

Das Hotel liegt praktisch direkt hinter der Albanischen Staatsbank, wo Durchfahrt und Parken strengstens verboten sind – sicher nicht, um die Nachbarn zu schonen.

Also schulterte unser unerschütterlicher Reiseleiter Eri nicht nur die Gastfreundschaft, sondern gleich auch unsere beiden Koffer, und schleppte sie den kompletten Weg über die Straße(n) und hoch bis zum Hotel. Hört sich nach leichter Übung an? Wartet mal die Bilder ab – wobei die ersten zwei Fotos leider fehlen, weil Fotografieren vor der Bank natürlich auch streng verboten war. Man versteht das ja.

Preislich ist das Hotel sicher kein Schnäppchen: 20 Euro für zwei Bier, zwei Raki und eine Flasche Wasser? Vielleicht war der Muskelaufwand für's hochschleppen mit eingepreist!


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🗓 Letzte Station: zurück in Tirana

Zurück zum Startpunkt nach Tirana – da, wo alles begann und bald auch endet.

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🗺️ Berat → Tirana

Fast am Ende – letzte Station: Tirana!

Mit Eri machten wir am zweiten Tag noch einen Stadtrundgang: Skanderbeg-Statue, zwei Moscheen, das Downtown-One und die Mutter-Teresa-Kathedrale. Die Kathedrale wirkte erstaunlich zurückhaltend – man könnte sagen, sie lebt das Motto 'weniger ist mehr'. Passt ja auch zu Mutter Teresa, die ja eher für stille Taten als für pompöse Bauten bekannt ist.

Downtown-One:
Zunächst dachte man: Ein typisches Fassaden-Schubladensystem. Doch aus der richtigen Perspektive zeigt sich Albanien in 3D – ein architektonisches Täuschungsmanöver mit Heimatgefühl.

An beiden Abenden waren wir wieder im Restaurant Era – was soll man sagen? Dort fühlt man sich wohl! Besonders die Hackbällchen in Pistaziensauce haben sich heimlich in unser Herz geschlichen ;-)

Und am zweiten Abend gab’s den nächsten Gutschein der Agentur für die verunglückte Buchung – wieder ein Gänge-Menü! 7 Gänge waren angekündigt, aber tatsächlich wurden es nur 5. (zum Glück für uns - Eri fand das nicht so toll, weil die Agentur ja schließlich für 7 Gänge bezahlt hat ;-)

Ansonsten stand in Tirana nur eines auf dem Plan: Ausruhen! Nach 1.300 Kilometern auf der Straße und noch mehr zu Fuß (Höhenmeter zählen wir gar nicht erst), war es höchste Zeit, endlich mal stillzustehen – sonst hätten wir uns womöglich noch offiziell als Wanderverein anmelden müssen.

Ich hatte es bei der Ankunft schon erwähnt: Wer die Rückreise vom Stadtzentrum zum Flughafen plant, sollte mindestens eine Stunde einplanen! Die Zufahrtsstraße ist auf beiden Seiten nur einspurig – was bei einem großen Flughafen durchaus für Stimmung sorgt. Das Flughafengebäude selbst ist hochmodern – leider umgeben von einer Straßeninfrastruktur, die den Begriff 'ausbaufähig' auf eine ganz neue Ebene hebt. Wer zu knapp kalkuliert, hat bestenfalls noch Zeit für einen Sprint zum Gate – und das völlig ohne Sportkleidung.


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📋 Zeit, ein Resümee zu ziehen

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Nach über 1.300 Kilometern, einem Sammelsurium verrückter Geschichten und einer ordentlichen Portion Abenteuer können wir mit einem breiten Grinsen festhalten:

  • Die Freundlichkeit der Albaner hat uns schlicht überwältigt! Ein einfaches Lächeln unsererseits wurde nicht nur erwidert, sondern mit einem strahlenden Gesichtsausdruck beantwortet.
  • Wir hatten sagenhaftes Glück mit unserem Reiseleiter, der sich mit bemerkenswerter Hingabe um uns gekümmert hat. Es fühlte sich an, wie ein persönlicher 24-Stunden-Rundum-Service. 😄
  • Einziger Wermutstropfen: Die Zimmer in den Boutique-Hotels fielen oft eher kompakt aus (um das Wort "winzig" zu vermeiden ;-) – das Leben "aus dem Koffer" wurde damit zur täglichen Puzzle-Herausforderung.
  • Diese Reise war weit mehr als nur ein Aufenthalt in Albanien – sie war ein Kaleidoskop aus Entdeckungen, kleinen Missgeschicken, historischen Schätzen und kulinarischen Hochgenüssen. Kurz: eine Erinnerungskiste, die wir garantiert nicht so schnell zumachen.

Wir hoffen, das Chaos, die atemberaubenden Ausblicke und die unzähligen Anekdoten tanzen noch lange durch unsere Köpfe – und wer weiß, vielleicht führt der nächste Weg ja tatsächlich wieder hierher zurück!

Oder, um es mit den Worten von Heike zu sagen:

Albanien ist ein kleines Land mit einem riesigen Herzen!


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📜 Historischer Epilog

Es folgt ein kurzer Abriss der Albanischen Geschichte ab 1912 in Stichworten.

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Vor 1912 steht das Gebiet Jahrhunderte lang unter osmanischer Herrschaft

🗓 28. November 1912: Unabhängigkeitserklärung in Vlora durch Ismail Qemali.

✍️ 1913: Die Londoner Konferenz erkennt Albanien als unabhängigen Staat an, zieht aber willkürliche Grenzen, wodurch viele Albaner außerhalb der neuen Grenzen leben (z.B. im heutigen Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro).


👑 1914–1939: Zwischen Monarchie und Instabilität

🏰 1914: Kurzlebiges Fürstentum unter dem Deutschen Wilhelm zu Wied.

🤝 1920: Internationale Anerkennung der Unabhängigkeit auf der Konferenz von Paris.

⚖️ 1924: Kurzzeitige demokratische Regierung unter Fan Noli, bald gestürzt.

👑 1928: Ahmet Zogu erklärt sich zum König Zogu I. – Albanien wird Königreich.
Starke Abhängigkeit von Italien, wirtschaftlich wie politisch.


⚔️ 1939–1944: Italienische und Deutsche Besetzung

🇮🇹 1939: Italien unter Mussolini besetzt Albanien; König Zogu flieht.

🇩🇪 1943: Nach Italiens Kapitulation übernimmt Deutschland die Besatzung.

🚩 Während dieser Zeit erstarkt der kommunistische Widerstand unter Enver Hoxha.


🔴 1944–1990: Kommunistische Diktatur unter Enver Hoxha

🚩 1944: Enver Hoxha übernimmt die Macht – Albanien wird ein kommunistischer Staat.

Isolationistisches Regime: Bruch mit Jugoslawien (1948), Sowjetunion (1961) und später China (1978).

🛑 1967: Religionsverbot - Albanien erklärt sich zum ersten atheistischen Staat der Welt.

👀️ Starke Unterdrückung, wirtschaftliche Stagnation, massive Überwachung durch die Sigurimi Der Geheimdienst wurde 1944 gegründet und war eines der wichtigsten Machtinstrumente des kommunistischen Regimes. Der Sigurimi überwachte die Bevölkerung, unterdrückte politische Gegner und führte umfassende Repressionsmaßnahmen durch. Er war berüchtigt für seine strenge Kontrolle, Überwachung und harte Strafen gegen vermeintliche Regimegegner.
(Zeit des sog. Steinzeitkommunismus)


⚖️ 1990–1992: Übergang zur Demokratie

1990: Beginn der Proteste und Öffnung des Landes.

🗳 1991: Erste freie Wahlen; Zusammenbruch des kommunistischen Systems.

🏛 1992: Sieg der Demokratischen Partei unter Sali Berisha.


🔥 1990er Jahre: Instabilität und Chaos

💥 1997: Zusammenbruch von Pyramidensystemen (Schneeballsystem) führt zu einem Bürgerkrieg-ähnlichen Zustand. Diese Zeit wird häufig auch "Lotterieaufstand" genannt.

🌍 Intervention des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen durch die Operation Alba (geführt von Italien).

🚢 Eine große Emigrationswelle folgte.


🌍 2000er–heute: Konsolidierung und Annäherung an den Westen

Mitglied der NATO seit 2009.

🇪🇺 EU-Beitrittskandidat seit 2014.

🏗 Verbesserungen in Infrastruktur, Tourismus und Wirtschaft, trotz andauernder Probleme mit Korruption und Abwanderung.


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