Gerakini ist ...
... immer noch ein wunderbarer Ort zum Entspannen und Relaxen
Nun ... seit dem ersten Bericht (der eine Zusammenfassung der Urlaube von '18 und '19 war) hat sich einiges getan!
Als wir 2019 das letzte Mal hier waren, war es noch "landestypisch zweckmäßig". Doch dann schlug auch hier die Sch*** C-Zeit zu. Allerdings hat Gianna (die Besitzerin) diese erzwungene Pause perfekt genutzt! Ihr Hotel erstrahlt nun in "modern-schick-komfortabel" statt "praktisch-funktional".
Alle Zimmer wurden grundlegend renoviert:
Es ist eigentlich alles neu - in der Galerie sind ein paar Bilder davon zu sehen... aber eines blieb zum Glück unverändert: die Gastfreundschaft und Herzlichkeit!
Ein echtes Highlight: Leo, der sich aufmerksam, freundlich und aufgeschlossen um die Gäste kümmert.
Er übernimmt die Spätschicht, betreut die Lobby und bedient auf der Terrasse.
Dazu spricht er perfekt Deutsch, da er ein deutsches Gymnasium besucht hat.
Wenn es die Zeit zulässt, kann man mit ihm wunderbare Gespräche führen!
Wie schon in Dalmatien hatten wir auch hier Pech mit dem Wetter. Die sogenannte "Omega-Wetterlage" sorgte dafür, dass es viel zu kalt, feucht und windig war:
Dat sah dann so aus:
Dieses Wetterphänomen beschränkte sich nicht nur auf unsere Region – im Mai 2023 war ganz Südosteuropa betroffen.
Omega-Wetterlage
(Wissen: wenig witzig)
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Das Einchecken am Hamburger Flughafen war ein TRAUM!!
(... und das war nicht ironisch oder sarkastisch gemeint!)
Nach Corona und auch noch Anfang 2023 war der Hamburger Flughafen regelmäßig in den Schlagzeilen – komplette Überlastung, endlose Wartezeiten, Streiks unterschiedlicher Gewerkschaften im Wochentakt. Der Flughafen riet dazu, mindestens zwei Stunden vorher da zu sein, unsere Agentur empfahl sogar drei!
Aber wir haben uns nicht Bange machen lassen:
Was ist denn HIER los ?!?
Man kann auch mal Glück haben 😉
Zu den drei bereits beschriebenen (Oasis, Mouragio, El Greco) kommen für uns neu dazu:
Einfach eingerichtet aber leicht gehobene Atmosphäre
Sehr gutes Essen (besonders der frische Fisch!) - der leckerste offene Weißwein des Ortes!
Und mit den Hackröllchen "Smyrna" haben die hier ein Alleinstellungsmerkmal ;-)
... btw: offene Weißweine:
Alle Restaurant scheinen sich abgesprochen zu haben, und verkaufen den offenen Wein für 6 Euro
pro halbem Liter - daran sollten sich die Hamburger Restaurants mal ein Beispiel nehmen ;-)
Durch einen Tipp hatten wir dieses Restaurant 2022 für uns entdeckt und es gleich mehrmals in der Nachsaison besucht.
Ein wirklich hervorragendes Essen (die Dorade wird filetiert serviert), eine freundliche Bedienung und dazu ein wunderschöner Blick „von oben“ auf die See – das Restaurant liegt leicht erhöht, was dem Ambiente zusätzlichen Charme verleiht.
Aber jetzt kommt das große „Aber“:
Das 4 Seasons nimmt am „Dine Around“ des schräg gegenüberliegenden All-In-Bunkers Ikos teil – und das bedeutet leider eine ganz besondere Art von Gästen. Interessanterweise besteht ein großer Teil der Besucher aus US-Amerikanern, die, sagen wir mal, wohl alle Pech hatten – denn gutes Benehmen ist ja sprichwörtlich Glückssache!
Ein Restaurant mit vier (dauer-) schreienden Kleinkindern,
die ihr Essen auf und unter den Tisch verteilen, während ihre Eltern völlig unbeteiligt bleiben?
Nun ja, das sorgt nicht gerade für einen entspannten Abend...
Von dem in Europa gerade neu erfundenen Konzeptes namens "Erziehung" haben die wohl noch nicht gehört. 😉
Noch unangenehmer wird es, wenn man ihr Verhalten gegenüber dem Personal beobachtet. Es wirkt fast, als würden sie sich noch in kolonialen Zeiten wähnen – als könnten sie die Angestellten herumscheuchen, ohne ein Mindestmaß an Höflichkeit zu zeigen. Nur zur Erinnerung: Gutes Benehmen kann man sich zwar antrainieren, aber nicht kaufen!
Wir dachten zunächst, die teilnehmenden Restaurants würden davon profitieren, da an jedem Tisch eine Flasche Wein für zwei Personen serviert wird. Die Flaschenweine sind schließlich deutlich teurer als die offenen Weine.
Doch Gianna klärte uns auf: Die Weine werden direkt vom Ikos gestellt, und die Restaurants verdienen daran keinen Cent!
Neben dem 4 Seasons nimmt auch das Mouragio am „Dine Around“ teil – deswegen gehen wir dort nur noch mittags hin.
Namensursprung Thessaloniki
(Wissen: wenig witzig)
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Nach Jahren des (Luxus-, Priority-, Privat-) Reisens haben wir uns tatsächlich überwunden und eine geführte Tour im Reisebus mit 50 Teilnehmern mitgemacht. Und was soll man sagen? Es begann mit einer 1:30-stündigen Anfahrt, die sich dank der wirklich exzellenten Guidine als erstaunlich kurzweilig herausstellte.
Als wir eine vielbefahrene Straße überqueren mussten, stellte sie sich einfach mit ausgebreiteten Armen mitten hinein, um den Verkehr zu stoppen – RESPEKT!!
Unsere Tour führte uns zur Basilika des Hl. Dimitrios, dem Schutzpatron der Stadt,
und schließlich hoch zur Stadtmauer, von wo aus man eine großartige Sicht auf Thessaloniki hat.
Hamburg hat ja seine grünen Parks und Gewässer – aber hier?
Stein, Stein und noch mehr Stein!
Kein Fluss, kein See, keine weitläufigen Grünanlagen, die das Stadtbild auflockern.
Aber Thessaloniki ist der feuchte Traum eines jeden archäologischen Bauaufsehers!
Die Stadt wurde im 10. und 12. JH von Sarazenen und Normannen platt gemacht.
Und da sie auf ihren eigenen Ruinen wieder aufgebaut wurde,
stößt man bei jedem Bauvorhaben unweigerlich auf Relikte der Vergangenheit – was bedeutet: Baustopp!
Nur ein Beispiel:
Zum Glück hat keiner die Wette angenommen, denn:
Thessaloniki hat es tatsächlich geschafft! Die U-Bahn wurde am 30. November 2024 eröffnet!
Auf diesem Bild ist ein Beispiel für die Trümmer-Funde zu sehen: die Agora von Thessaloniki - sie lag direkt an der Via Ignatia, die das römische Reich mit Konstantinopel verband.
Die Guidine berichtet auch von dem großen Problem der "Zweite-Reihe-Parker" in der Innenstadt.
Gegen diese geht die Polizei mittlerweile rigoros vor:
Wenn jemand dort erwischt wird, dann schrauben die Polizisten das Nummernschild ab,
der Fahrer muss seinen Führerschein abgeben und darf ihn nach 6 Monate wieder abholen.
Hmmmm ... nette Geschichte, aber Wahrheitsgehalt ?!?
Aber zurück zur Basilika Agios Demetrios: hier haben wir einige interessante Infos bekommen, die ich in ein W:ww gepackt habe:
Basilika Agios Demetrios
(Wissen: wenig witzig)
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Nach unserer geführten Tour endete der Ausflug an der Markthalle, wo dann die vier Stunden Freizeit begannen. Klang zunächst perfekt, denn wir lieben Markthallen – aber: Oh Graus! Nur die Hälfte der Stände war überhaupt belegt, und dann auch noch mit allerlei Hipster-Angeboten. Fehlten nur noch Avocado-Toasts und Matcha-Lattes! Nix für uns – nix wie raus!
Und nun? Zeit verbringen bis zur Rückfahrt.
Also ab zur örtlichen Agia Sofia. Historisch bedeutsam, aber optisch eher unspektakulär – ein schneller Haken dran.
Dann kam die nächste spontane Idee: eine kurze Rundfahrt mit einem "Piratenschiff" durch den Hafen.
Das Konzept? Ziemlich clever:
Wir hatten es geahnt, und natürlich bestätigte sich unser Verdacht: Eine kleine Flasche einheimischen Biers – 9 Euro! 😳
Und dann geschah das Unfassbare:
Alle 50 Teilnehmer der Tour waren pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt am Treffpunkt! Wirklich vorbildlich.
Oder vielleicht lag es einfach daran, dass genau in diesem Moment ein heftiges Gewitter losbrach… 😉
Zurück in Gerakini geschah es nach einigen Tagen tatsächlich:
Die Wolken verschwanden - es wurde sonnig und warm ... es war der Tag unserer Abreise ...