Berichte aus fernen Regionen und besonderen Ereignissen

Die "Kings Road"

Zunächst einmal: Eine Begriffserklärung und -abgrenzung sind hier unerlässlich.

Der Name "Kings Road" wird für mehrere Wege verwendet:

Da wäre zunächst der königliche Weg – auch bekannt als der "Emperor's Way", ein Wanderweg, der rund um die Insel führt.

Oder der "Caminho Real da Encumeada" – ebenfalls ein Wanderweg, der etwa 4 Stunden über ein Gebirge dauert.

Was wir jedoch meinen, ist ein Weg, der nur mit einem geländegängigen Wagen (ja, wirklich!) befahren werden kann und westlich ungefähr bei Paúl da Serra endet.

* "Paúl" bezeichnet ein sumpfiges Gebiet oder einen Sumpf.
"Paúl da Serra" bedeutet also so viel wie "Sumpfiges Gebiet in einer Bergkette".

Es sollte bitte KEINEN Gegenverkehr geben – siehe Bilder unten! 😉

Unser Guide Felipe hat uns diesen Weg als "Kings Road" vorgestellt, daher behalten wir diesen Jargon einfach bei. Es kann sogar sein, dass diese Kings Road ein Teil des oben erwähnten "Caminho Real da Encumeada" ist – das habe ich mit meinen Recherchen jedoch nicht eindeutig klären können.

Warum trägt dieser Weg also diesen Namen?

Es handelt sich um einen alten, teils gepflasterten königlichen Weg, der einst einer der Hauptverkehrswege der Region war.

Damals ritten die Großgrundbesitzer auf ihren Pferden diesen Weg, während ihre Frauen und die Adligen (die "Könige") in schmalen Tüchern oder in Sänften (Palanquins) von einheimischen Männern getragen wurden.

Diese Bilder fanden wir in unserem ersten Hotelzimmer in Funchal als Beleg. Auf den Aufnahmen sind auf jeden Fall Einheimische zu erkennen – insbesondere die Carapuças, die traditionelle Kopfbedeckung auf Madeira.

... und sollte tatsächlich einmal ein umgestürzter Baum auf den schmalen Straßen den Weg versperren, eilen ein paar Freiwillige "unverzüglich" herbei, um das Hindernis "blitzschnell" aus dem Weg zu räumen.
Auf Madeira existiert der Begriff 'Mañana' nicht – ganz einfach, weil eine solch stressige Zeitspanne hier fehl am Platz wäre.

Unser lieber Felipe hat natürlich sofort mitgeholfen – er hat für solche Fälle standardmäßig immer eine Kettensäge in seinem Jeep dabei!