Kaum erwähnt man im Bekanntenkreis, dass man auf Madeira – genauer gesagt in Funchal – war, kommt fast pawlow-mäßig die Rückfrage: "Und, seid ihr mit dem Korbschlitten gefahren?""
Natürlich konnten auch wir diese traditionell adrenalingeladene Attraktion nicht auslassen! (Siehe Bild weiter unten.)
Da bei unserer ersten Tour endlich mal kein Kreuzfahrtschiff im Hafen lag, gab es Platz und Zeit für uns, um mit der Kabelbahn nach Monte zu fahren, die Botanischen Gärten zu erkunden und schließlich mit den berühmten Korbschlitten wieder nach unten zu gleiten!
Gesamtkosten für 2 Personen: 120 Euro!
One-Way: 14,50 / Hin- und zurück: 20,00 €

Felipe (unser Guide bei der ersten Tour) erzählte uns, dass es vor dem Bau massive Proteste der Anwohner gab, weil die Seilbahn nur knapp über den Dächern der Häuser entlangführt.
Das ist natürlich nicht ideal, wenn man oben ohne auf der sonst blickgeschützten Sonnenterrasse liegt. 😉
Aber wie immer regiert irgendwas die Welt – und nach einer "großzügigen Entschädigung" waren die Anwohner plötzlich nicht mehr dagegen. 😏
Das hat uns so gut gefallen, dass wir dafür eine eigene Seite erstellt haben.
Eher zufällig haben wir entdeckt, dass in der English Church eine Open-Air Konzertserie stattfindet.
Je nach Wochentag gibt es tägliche Konzerte – entweder am Morgen, Nachmittag oder frühen Abend. Bei gutem Wetter draußen im Garten, bei Regen in der Kirche.
Wein, Bier und Snacks gibt es per Selbstbedienung – (fast) zum Selbstkostenpreis. 😉
Wir waren zweimal dort – einmal zu Ragtime und dann zu „Legendary Rock Orchestra“. Außerdem gibt es noch: Elegant Classic, Jazz, Morning Tea, Beatles und Virtuoso Masterpieces.
Alle Konzerte drehen sich um den Stargeiger Andrej Ladeishchikov, den man uns als ehemaligen Solisten des russischen Staatsorchesters vorstellte.
Auf einer weltweiten Konzertreise entdeckte er Madeira – und entschied sich, einfach dort zu bleiben…
Alles wirkte leicht improvisiert – aber dadurch auch irgendwie charmant. Es gab Plastikstühle unter Pavillons, und als es einmal zeitlich knapp wurde, sprintete der Maestro selbst los, um Weinflaschen zu holen und die Eintrittskarten abzureißen. 😆
An einem Nachmittag haben wir die Große Stadtrundfahrt mit einem Tukxi gemacht – 1,5 Stunden für 45€ (es gibt auch kürzere Touren).
Das Tukxi ist ein dreirädriges Gefährt, wie man es aus Filmen aus Bangkok kennt.
Unsere Fahrerin Kat (von Katherine) hatte uns viel zu erzählen. Und diese Tour war VIEL besser als die normale Stadtrundfahrt mit den großen Bussen.
Warum? Weil Kat immer auf unsere persönlichen Wünsche eingegangen ist.
Außerdem konnten wir mit dem kleinen Gefährt Wege befahren, die kein großer Wagen nehmen kann – zum Beispiel die Treppen im Bild unten einfach hinunterfahren! 😄
Beginnen wir mit einem Phänomen,
das mich HIER wirklich verwundert hat:
Was ich nicht erwartet hätte – Funchal hat sich bereits voll
auf die Smartphone-Zombies eingestellt!
An mehreren Zebrastreifen gibt es nicht nur die normalen Ampeln, sondern zusätzlich LED-Leuchtstreifen auf dem Boden, die rot oder grün anzeigen, damit die Smombies bloß nicht den Blick vom Handy lösen müssen:
Bei 'mouseover' wird’s grün 😉
Na gut ... nach etwas Nachdenken ...
Bei tausenden Kreuzfahrern pro Tag
ist das vielleicht doch nicht SOOO verwunderlich ... 😆
Ein paar Aufnahmen aus dem Park:



