Berichte aus fernen Regionen und besonderen Ereignissen



Reisetipps Dublin meiner lieben Freundin Tatjana

Dublin - Irland
Baile Átha Cliath - Éire

Wenn sonst schon zu nix zu gebrauchen, kann diese Seite wenigstens etwas zur Flaggenkunde beitragen 😉

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Dublin ist...

... lustig, freundlich, lebensfroh!

... sehr teuer
(so wurde es uns jedenfalls von vielen gesagt – nun, DAS können wir zumindest teilweise revidieren, siehe Madigan’s).

... geil! (Originalzitat Heike 😉 )

Dublin wird von den Einheimischen übrigens nicht "Dabblin", sondern "Dubblinn" ausgesprochen – generell wird das "u" hier wie bei uns ausgesprochen.

Selten waren wir uns so einig, dass wir unbedingt noch einmal zu einem Urlaubsort zurückkehren müssen.

Aber bei Dublin war uns beiden klar: Hier müssen wir unbedingt noch einmal hin! (Und dieses Gefühl hielt sich auch noch nach einigen Tagen.)

Was hat uns zu dieser Aussage hingerissen? Nun – wo soll ich anfangen?

  • Unser Lieblingspub?
  • Die Lustigkeit und Freundlichkeit der Leute?
  • Die Fußgängerzonen mit vielen ursprünglichen Läden, jenseits der bei uns omnipräsenten Ketten?
  • Die altehrwürdigen Gebäude und Sehenswürdigkeiten?

Es ist die wunderbare Mischung all dieser Faktoren, die das Gesamtbild ausmachen.

 

Das Gälische ist hier noch überall präsent – alle Schilder sind zweisprachig verfasst, und auch in den Unterhaltungen der Leute konnte ich häufig Gälisch heraushören.

 

Da wir für Dublin viel ... okay: SEHR viel Text verbraucht haben und euch nicht überrollen wollten, haben wir die einzelnen Themen eingeklappt – ihr könnt sie bei Bedarf ausklappen. 😉

Ankunft:

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Recht moderner Flughafen, in dem man sich ohne Probleme zurechtfindet.

Geldumtausch? Entfällt natürlich, da Irland (wie hoffentlich jede/r weiß) Mitglied der EU ist – bezahlt wird überall in Euro.

Aber Achtung: Denkt daran, dass ihr einen Adapter für Strom benötigt. Es gibt zwar einige wenige Euro-Steckdosen, aber darauf verlassen sollte man sich besser nicht.

Wir hatten uns entschieden, mit unseren Koffern nicht den Bus in die Innenstadt zu nehmen. Stattdessen haben wir ein Taxi für 21 Euro (plus Trinkgeld) genommen – und das war es definitiv wert!

Eine Busfahrt hätte pro Person 7 Euro gekostet – also insgesamt 14 Euro. Damit haben wir nur 7 Euro mehr für das Taxi ausgegeben, waren dafür aber schneller und entspannter im Hotel.

Und: Direkt an der Taxistation wurden wir von einer extrem freundlichen Person mit einem fröhlichen "Hi guys!" begrüßt – perfekter Start! 😉


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Hotel:

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Das Castle Hotel in der Gardiner Row
www.castle-hotel.ie

Der Name "Castle" hatte uns zunächst zu der Annahme verleitet, dass das Gebäude einst ein altes Schloss war – nun ja… dem war nicht so.

Tatsächlich stammt der Name daher, dass der Architekt ein Schüler von Richard Castle war – wer auch immer das war… 😉 (Na gut, ich bin ja nicht so: Richard Castle war einer der bedeutendsten Architekten der georgianischen Epoche.)

Es ist das älteste Hotel in Dublin und empfängt Gäste bereits seit 1809.

Das Gebäude entstand aus neun (!) georgianischen Wohneinheiten, die zu einem zusammenhängenden Hotel verbunden wurden. Dazu wurden die Trennwände an einigen Stellen durchbrochen und mit Durchgängen versehen.

Da die Straße leicht abschüssig ist, gibt es einige unkonventionelle Wege zu den Zimmern. Heike hat beim ersten Versuch, unser Zimmer zu finden, geflucht, dass sie den Faden der Ariadne nicht dabei hatte. 😆

Unser Ziel: Zimmer 411 – achtet auf die Hinweisschilder:
(Und beim Scrollen die Benny-Hill-Melodie im Ohr behalten…)

Benny Hill Theme:

 

Das Hotel liegt fußläufig zur Innenstadt (jedenfalls für uns – aber bedenkt die 15 km täglich in Budapest…).

Zum Madigan's benötigten wir nur knapp 10 Minuten(also unwesentlich länger als von der Rezeption zum Zimmer 😆)

Das Hotelteam war jung, nett und sehr zugewandt. Wir wurden direkt mit wertvollen Tipps versorgt, was man in Dublin unbedingt sehen sollte. Wir haben uns bestens beraten gefühlt!

Das gesamte Hotel ist im antiken Wohnstil eingerichtet – man fühlt sich fast in die georgianische Zeit zurückversetzt.

In den öffentlichen Aufenthaltsbereichen stehen überall alte Chesterfield-Sofas, Kommoden mit antiker Literatur und dazu florale Teppiche, in denen man versinken kann. 😍

Die Fenster? Die Originalfenster sind noch vorhanden, allerdings wurden in den Zimmern neue Fenster davor gesetzt, sodass hier keine Einfachverglasung herrscht.

Erst beim Frühstück merkt man, wie viele Gäste hier tatsächlich wohnen – oder morgens in der Lobby für gemeinsame Ausflüge zusammenkommen.

Apropos Frühstück: Es gibt sowohl "Original Irish Breakfast" als auch Aufschnitt und Marmeladen. Die warmen Komponenten des Irish Breakfast wurden nach Wunsch zusammengestellt – man sagte der Servicekraft, was man möchte, und es wurde frisch arrangiert. Alles andere kann man sich selbst nehmen.

Abends kann man im Untergeschoss (Castle Vaults) dinieren – allerdings sollte man vorab reservieren.

Danach kann man bei Live-Musik im "Old Music Shop" sein Bier oder Wein genießen.

Fazit: Bei unserem nächsten Aufenthalt in Dublin werden wir wieder hier absteigen!

 


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Temple Bar:

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Da schweigt des Sängers Höflichkeit...

Der Stadtteil Temple Bar gilt als das Amüsierviertel von Dublin.

Wir waren dort – weil man mal da gewesen sein muss, wie uns gesagt wurde.

Zitat aus dublin.de:
Vormals ein Vergnügungsviertel von eher zweifelhaftem Ruf, sollte der Abschnitt zwischen Liffey und Dame Street in den 1980er Jahren einem Busbahnhof weichen. Der Stadtrat besann sich dann aber anders und ließ das heruntergekommene Viertel als Künstler- und Gastronomenviertel wieder auferstehen. Seitdem gilt Temple Bar als 'die' Party-Meile der Hauptstadt. Temple Bar ist Touristen-Hochburg, was sich zum einen in dem reichhaltigen Angebot an Live-Musik in den Kneipen zeigt, leider aber auch in den Preisen und der Qualiät des Essens in den Restaurants. Man merkt schnell: Hier geht es um das große Geschäft mit dem Vergnügen und der Unterhaltung. Abends hingegen und speziell an den Wochenenden, wenn Temple Bar oft das Ziel vieler Junggesellenabschiede ist, geht es hier hoch und vor allem laut her.

Wenn schon die offizielle Seite davor warnt, dass es laut werden kann – könnt ihr sicher sein: Es wird LAUT!

Wie oben beschrieben, ist Temple Bar eine echte Touristen-Hochburg – mit allen Vor- und vor allem Nachteilen.

Wohlwollend könnte man sagen, es erinnert an die Schanze zu ihren besten Zeiten (Frankfurter Äquivalent leider unbekannt).

Wir waren an einem Donnerstag-Nachmittag dort und haben tatsächlich drei Pubs betreten – allerdings jeweils nur für 10–20 Sekunden!

Die Kombination aus stickigem Mief, Live-Musik bereits zu früher Stunde in einer Lautstärke, die jedes Hörgerät in den Auto-Off-Modus schickt, sowie einem enormen Andrang, bei dem man kaum Platz fand, ließ uns sofort den Fluchtmodus aktivieren!

Wir fragten uns, wie das hier wohl abends oder an einem Wochenende aussehen würde – und… nein! Wir haben keinen Versuch unternommen, das herauszufinden!

Feldforschung beendet.

Sicher gibt es in diesem Stadtteil auch gemütliche Pubs, in denen man sein Pint in Ruhe genießen kann – aber in der Hauptstraße (Fleet Street) gehören sie ganz sicher nicht dazu!

Bezeichnend auch, dass Dave, der Chef unseres Lieblings-Pubs und Restaurants, uns zwar Tipps gab, wo man gut essen kann, aber den Bereich Temple Bar auf der Karte komplett durchgestrichen hat mit den Worten:
"Don't go there!"


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Nun aber endlich!

Das Madigan's

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www.madigansearlst.com

Für uns: DER PLACE TO BE!

Das Madigan's ist uneingeschränkt zu empfehlen!

Alle Vorurteile der irischen Pub-Kultur fanden wir hier positiv bestätigt:

Urige Atmosphäre, ein lustig-freundlicher Service, der immer zugewandt war, typisch irisch-deftiges Essen, Live-Musik am Freitag und Samstag und ein sehr gemischtes Publikum: Locals, Touristen (wir saßen einmal zwischen Schweden und Australiern), Jung, Alt – alles war vertreten.

Besonders eindrucksvoll war die Atmosphäre, wenn irische Lieder erklangen, insbesondere jene über den Aufstand von 1916. Beim Mitsingen der Locals spürte man deutlich, wie sehr sie mit ihrer Geschichte verbunden sind und dass der Freiheitskampf tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.

Trotz dieser bewegten Vergangenheit, der Hungersnot Die als Große Hungersnot in die Geschichte eingegangene Hungersnot zwischen 1845 und 1849 war die Folge mehrerer durch die damals neuartige Kartoffelfäule ausgelöster Missernten, durch die das damalige Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung Irlands, die Kartoffel, vernichtet wurde. Die Folgen der Missernten wurden durch die Laissez-faire-Ideologie und die wirtschaftsliberale Politik der Whig-Regierung noch erheblich verschärft.

Infolge der Hungersnot starben eine Million Menschen, etwa zwölf Prozent der irischen Bevölkerung. Weitere zwei Millionen wanderten aus. Von dem massiven Bevölkerungsverlust hat sich Irland bis in die Gegenwart nicht erholt.
und der einstigen großen Armut, sind die Iren ein fröhliches, lebensbejahendes Volk, das sich nicht hat unterkriegen lassen.

Ab dem zweiten Tag hatten wir einen tollen persönlichen Kontakt zu Dave, dem Geschäftsführer, und seiner Freundin Jackie, einer gebürtigen Frankfurterin. Es wurde viel gelacht, und die Sprüche flogen hin und her!

Kein Wunder, dass wir hier jeden Abend versackt sind! 😉


Ein spezieller Auftritt:

An einem späten Samstag-Nachmittag hatten zwei ältere weibliche Stammgäste (geschätzt Ü80) ihren großen Moment:

Nach Zuführung von reichlich hemmungslösenden und euphorisierenden Genussmitteln gaben sie Irish Traditionals a cappella zum Besten – getreu dem Motto von Herbert Grölemeyer: "Auf der Suche nach dem richtigen Ton". 😆

Und ja: Es waren gut gekleidete, distinguierte Damen, die einfach ihren Spaß hatten.

Später versuchten sie sich sogar an YMCA, gaben jedoch schnell auf – außer den vier Buchstaben war ihnen kein weiterer Liedtext bekannt! 😂

Zurück auf heimischem Terrain war bei Molly Malone die Textsicherheit wieder gegeben, und so gingen sie schunkelnd und eingehakt Richtung Ausgang.

Als sich eine der Damen schließlich ihren Rollator schnappte, kannte der Applaus der anderen Gäste kein Ende!

So lebensfroh möchten wir auch alt werden!


Essen und Trinken:

Speisen:

Die Preise für Essen lagen zwischen 9 Euro (Chicken Goujons – panierte Hähnchenteile) bis 16 Euro für Lachs und 20 Euro für das irische Steak.

Chicken Wings gibt es in zwei Größen: 12 Stück ohne Pommes oder 15 Stück mit Pommes.

Und lasst es euch gesagt sein: Die sind nichts für Weicheier – feurig-scharf! Selbst mir hat nach den 12 Stück ganz gut die 'nauze gebrannt. 😆 Und wer mich kennt – oder meine Schärfe-Resistenz 🌶️, kann sich vorstellen, was da auf den Teller kam!

Und der Geschmack aller Gerichte, die wir probierten – von Guinness-Stew über Ofengebackenen Lachs bis zu Traditional Fish 'n' Chips – war einfach nur klasse!

(siehe auch Die Ultimative Dublin-Diät meiner lieben Gattin)


Bier und Whiskey:

Die Preise für Bier lagen zwischen 5,30 und 5,90 Euro für ein Pint, 6,30–6,80 Euro für ein Glas Wein.

Gut eingeschenkt! Wer schon mal in GB oder Irland war, weiß: Der Eichstrich ist hier nur eine Markierung ohne Bedeutungdas Glas wird einfach voll gemacht!

Mein Smithwicks (ausgesprochen "Smithix") kostete 5,40 pro Pint, das sind umgerechnet 3,80 Euro für 0,4 Liter.

Dafür war Whiskey umso teurer – aber das ist in deutschen Kneipen auch nicht anders.

"Dublin ist zu teuer" – diese Aussage können wir an dieser Stelle nicht bestätigen!

 

Ein wichtiger Hinweis, wenn Ihr auch mal hinwollt (was wir Euch nur empfehlen können!!): Achtet darauf, dass es drei Madigan’s in Dublin gibt.

"Unser" Madigan’s liegt in 25 Earl Street North – für die anderen beiden können wir keine Auskunft geben!

Steht ihr vor der "Großen Nadel" (The Spire, siehe nächster Abschnitt), seid ihr gleich da!


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Die Statuen und "The Spire":

Öffentliche Warnung: Sehr langweilig!

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Statuen

In Dublin sind insgesamt 59 Statuen aufgestellt – wir haben aber natürlich nicht alle gesehen. Hier unsere Auswahl derjenigen, die wir wirklich knipsenswert fanden:

  • Oscar Wilde (1854 – 1900)
    Einer der bekanntesten Dandys. Mein Lieblingszitat von ihm:
    "Ich habe einen ganz einfachen Geschmack:
    Ich bin immer mit dem Besten zufrieden."

     

  • James Joyce (1882 – 1941)
    Vollständig: James Augustine Aloysius Joyce – der irische Schriftsteller, dem mit Werken wie Dubliner, Ulysses und Finnegans Wake zu großer Bekanntheit verholfen wurde. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der literarischen Moderne.

     

  • Sphere Within Sphere
    Diese Skulptur steht auf dem Gelände des Trinity College direkt vor der Berkeley Library. Erschaffen im Jahre 1983 vom italienischen Bildhauer Arnaldo Pomodoro – Versionen gibt es auch im Vatikan, bei der UN in New York, Tel Aviv, Teheran und in zahlreichen amerikanischen Städten.
    In der Bronze-Kugel findet sich eine zweite Kugel. Die genaue Bedeutung konnte uns (und auch dem Internet) niemand wirklich erklären – aber wir finden das Werk außerordentlich ästhetisch und elegant – denn von allen Seiten bietet es einen neuen Eindruck.

     

  • Molly Malone
    Ob es Molly Malone wirklich gab, ist bis heute unklar. Sie soll im 17. Jahrhundert in Dublin gelebt haben und von bezaubernder Schönheit gewesen sein. Bekannt wurde sie nicht nur durch den Fischverkauf in der Grafton Street – sondern auch, weil sie in Zeiten großer Armut gezwungen war, ihre Schönheit an fremde Männer zu "verkaufen". Leider endete ihr Leben tragisch: Ein Freier steckte sie mit Cholera an, und sie starb am 12. Juni 1699 auf offener Straße, noch sehr jung.
    (Da frage ich mich aber: Wenn nicht eindeutig geklärt ist, ob es die Figur überhaupt gab, wie ist dann der genaue Todeszeitpunkt – und der Ort – bekannt?) Die Statue, wurde anlässlich der 1.000-Jahr-Feier Dublins im Jahr 1988 aufgestellt. Von den Dublinern wird sie scherzhaft auch als "Tart with the cart", "Dish with the fish" oder "Dolly with the trolley" bezeichnet. Ein gleichnamiges Lied wurde vor allem durch die Dubliners berühmt.

     

  • Charles S. Parnell (1846 – 1891)
    Ein bedeutender politischer Führer Irlands und eine der wichtigsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts.

     

  • Daniel O'Connell (1775 – 1847)
    Einer der zentralen Politiker Irlands, der sich für die Gleichberechtigung der Katholiken einsetzte. Er kämpfte für die Abspaltung von England und konnte so die Unterstützung aller Iren gewinnen.

     

  • Duke of Wellington Monument
    Ein freistehender Obelisk aus Granit, 62 Meter hoch, entworfen von Sir Robert Smirke als Zeugnis an Arthur Wellesley, Duke of Wellington (gebürtig in Irland).
    Es heißt, O'Connell habe einmal abfällig zugesagt: "Nur weil man im Stall geboren wurde, ist man nicht automatisch ein Pferd." (Grundsteinlegung 1817, Fertigstellung im Juni 1861.)

     

  • Sir Arthur Edward Guinness

     

  • Thomas Moore (1779 – 1852)
    Ein irischer Dichter, Schriftsteller, Übersetzer und Balladensänger.

     

  • Chariot of Life
    Diese imposante Kupferbronzeskulptur zeigt einen Wagenlenker, der als Symbol für die Vernunft gilt, die die Emotionen steuert. Er wurde 1982, also kurz nach dem Tod des Bildhauers Oisín Kelly, am Irish Life Center Plaza in der Lower Abbey Street enthüllt.

     

  • The Spire

    Ursprünglich zur Jahrtausendwende geplant, wurde das Monument erst 2003 eingeweiht – mit drei Jahren Verspätung.

    Die Baukosten beliefen sich auf rund 4 Millionen Euro.

    Die sogenannte "komische Nadel" stieß bei der Dubliner Bevölkerung zunächst auf wenig Gegenliebe – möglicherweise auch, weil das "selbstreinigende Objekt" regelmäßig für einen 6-stelligen Betrag gereinigt werden muss.

    Spitznamen wie "Spike", "Stiletto in the Ghetto" (dt. "Stöckelabsatz im Ghetto") oder "Stiffy by the Liffey" (dt. "Ständer am Liffey") zeigen den typischen Dubliner Humor.

    Bei der Höhe gehen die Meinungen auseinander:

    • 120 m laut offiziellen Stellen und Wikipedia (en)
    • 121,2 m und 123 m laut verschiedenen anderen Quellen
    Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo im Dunst über O’Connell Street.

     


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Gebäude

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    Wie ihr auf dem linken Bild sehen könnt, gibt es in der Bank of Ireland keine Fenster.
    Die Einheimischen scherzen:
    'Wenn Ihr Euer Geld hierher bringt, wird es nie wieder das Tageslicht sehen! '

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Trinity College

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Alte Bibliothek

Man könnte meinen, man sei im Speisesaal eines der Harry-Potter-Filme – doch dieser cineastische Moment gehört nicht zur Bibliothek, sondern vielmehr bietet er eine ganz andere Atmosphäre. Die Umgebung inspirierte den Regisseur von Star Wars und er nahm dies als Vorbild für die Schule der Padawans.

Besonders interessant ist die Anordnung der Bücher: Sie sind nicht nach Genre oder Thema sortiert, sondern nach Größe. Die großen Bände stehen unten, während oben immer kleinere Exemplare platziert sind. So wird das Gesamtgewicht gleichmäßig auf die gesamte Fläche verteilt – ein sinnvolles System, wenn man bedenkt, dass hier über 250.000 Bücher lagern.

Die neue Bibliothek

Die moderne Bibliothek des Trinity College besitzt eine beeindruckende Besonderheit: Von jedem in Irland oder Großbritannien gedruckten Buch gibt es hier ein Exemplar. Aktuell beläuft sich die Anzahl der verfügbaren Exemplare auf über 500.000 Bücher.

Book Of Kells

Sehr wahrscheinlich entstand das Book Of Kells um das Jahr 800 im Kloster Iona vor der schottischen Westküste – und wurde aufgrund der Wikingereinfälle aus Sicherheitsgründen nach Irland gebracht. Nachdem es durch verschiedene private Hände ging, befindet es sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz des Trinity College, wo man das Original bewundern kann. Besonders faszinierend: Zwei Seiten dieses legendären Manuskripts, die täglich umgeblättert werden, sind in der Bibliothek des Colleges in einer Vitrine ausgestellt.

Zitat aus 1748 von Edmund Burke
(Burke war ein irisch-britischer Schriftsteller, Staatsphilosoph und Theoretiker der philosophischen Ästhetik):
"Rage and frenzy will pull down more in half an hour than prudence, deliberation, and foresight can build up in a hundred years."
"Wut und Raserei werden in einer halben Stunde mehr einreißen, als Klugheit, Überlegung und Voraussicht in hundert Jahren aufbauen können."


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Guinness und Destillen:

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Guinness Storehouse

Der Eigentümer der St. James's Gate Brewery verlangte 100 Pfund als Anzahlung und 45 Pfund Miete pro Monat. Am 31. Dezember 1759 gelang es Arthur, den Eigentümer davon zu überzeugen, einen Mietvertrag für maximal 9.000 Jahre zu unterzeichnen. Unter diesen Bedingungen wird Guinness Bier noch immer in St. James's Gate gebraut und das Unternehmen zahlt jeden Monat treu 45 Pfund Miete.

Pearse Lyons

Diese Destille produziert ihren Whiskey in einer Kirche – der St. James' Church. Eine Brennblase direkt vor einem Kirchenfenster – das hat schon was! Da bekommt der Ausdruck "Heiliger Geist" gleich eine ganz andere Bedeutung.

Jameson

Jameson produziert seinen Whiskey nun nicht mehr in Dublin. In der Destille werden ausschließlich Tastings und Führungen angeboten, die vom jüngeren Publikum rege angenommen werden. Im Empfangsbereich befinden sich drei große Bars, die für besonderes Vor- oder Nachglühen einladen. Für einen Whiskey-Connoisseur der alten Schule war das aber nichts – Hipster, die Whisky mit einem "e" schreiben und dann auch noch Cocktails oder anderes Gedöns daraus kreieren, haben mich schnell überzeugt, dass ich mir die Führung sparen kann.


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Die Gattin spricht:

Oder: Die Ultimative Dublin-Diät

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Normalerweise nimmt man im Urlaub zu – denn meistens ist alles einfach zu lecker. In Dublin habe ich sogar ein wenig abgenommen! Natürlich gelang das nur durch ein intensives Workout, mentale Übungen und eine ausgewogene Diät.

Wie funktioniert das Ganze?

Frühstück – Aufladen der Energiespeicher:

  • Eier (gebraten oder als Rührei)
  • Fetter, gebratener Schinken
  • Gedünstete Tomaten
  • Toast mit Marmelade
  • Fruchtsalat (aber nur, wenn es unbedingt sein muss)

Mentale Entspannung erreicht man durch das freundliche Lächeln zum Personal. Es wird garantiert zurückgelächelt und sogar gescherzt.

 

Workout am Vormittag:

Strammes Marschieren zu den diversen Sehenswürdigkeiten – mit ständigem Ausweichen zur Stärkung der Koordinationsfähigkeit. Zwischendurch sind kurze Sprints unerlässlich, um Körper und Geist herauszufordern. Die besten Intervallphasen erreicht man, indem man den Einheimischen folgt und bei roter Ampel über die Straße rennt. Mitten in der Straße merkt man dann: Ein Auto, Bus oder die Straßenbahn rast auf einen zu!

Effekt: Man kann schneller rennen als gedacht und ist hellwach.

 

Mittagessen – Aufladen der Energiespeicher:

Hier gilt: Möglichst viel Frittiertes – Fish 'n Chips, Chicken Wings mit Chips etc. Gemüse bitte nur in kleinen Mengen, wenn es mit einer fetten Kokosmilch kombiniert wird (zum Beispiel in indischen Curries). Zu viel frische Nahrung belastet den Organismus: Absolutes Tabu sind SALAT und OBST – die Energiekiller müssen gemieden werden.

Erlaubte Getränke: Lager, Red Ale, Guinness – und ab und zu ein wenig Wasser ist auch in Ordnung.

 

Workout am Nachmittag:

Wie am Vormittag – nur eben: Unbedingt nach rechts gucken, wenn man wieder bei Rot über die Straße rennt.

Steht ja auch überall:

Aber lasst euch nicht verwirren: Fahrt mal einfach mit der Maus über das Bild ;-)

 

Abendessen – Regeneration:

Wieder viel Frittiertes mit Chips – und vergesst nicht den Ketchup zu den Chips! Mehr Bier trinken, um den Körper auszuspülen, und 1–2 Whiskeys, damit der Verdauungstrakt signalisiert, dass keine feste Nahrung mehr zu erwarten ist.

 

Mentale Entspannung:
Sucht das Gespräch nur über die schönen Dinge des Tages, lasst alles Unangenehme ("Wieviel Geld haben wir eigentlich noch?") einfach weg. Wenn sich unerwünschte Gedanken halten, tief in die Chakren einatmen... alternativ einfach einen Whiskey trinken.

 

Ultimative Tipps zur Steigerung des mentalen Gleichgewichts und des Serotoninspiegels:

  • Den Kellner umarmen
  • Mit den Gästen am Nebentisch schnacken und Freundschaften schließen
  • Die irischen Lieder mitsingen
  • Richtig viel lachen und sich des Lebens freuen
  • Und – Whiskey nicht vergessen!

 

Der Gatte spricht: un-fucking-fassbar! Heike trinkt mit Genuss Bier und Whiskey!?!

 


Nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht:
Meine liebe Heike arbeitet an jedem Text mit und korrigiert/redigiert alles komplett!
Ohne sie wären diese Texte nicht so, wie sie sind!
Die Idee der "Diät" war eine besondere Eingebung von ihr – daher die merkwürdige Überschrift "Die Gattin spricht" ;-)

 

Das war unsere Reise nach Dublin, die viel zu kurz war! Wie weiter oben schon beschrieben, werden wir BESTIMMT nochmal hinfahren.

... und nicht mehr lange hin, dann geht es über Hannover und Soest nach Brügge :-)