München 2016

„Ich möchte einmal mit Profis arbeiten“

von Christian Albrecht

und so einigen Anmerkungen von Conny Keil


Wenn die Tage kürzer werden und die Einladungen und Terminabstimmungen für die Weihnachtsfeiern zunehmen Anmerkung Conny: Alle bis auf die BSG-Weihnachtsfeier in Hamburg :-), steht auch die jährliche Squash-Meisterschaft an…

Das Titelverteidiger-Team aus Hamburg setzte sich aus Jan Rauer, Thomas Schmidt, Fabian Francke, Christian Albrecht, Conny Keil und die inzwischen aus Stuttgart fast immigrierte Susann Krahmer zusammen.

Die Aussage, der Wunsch bzw. eher schon das Verlangen „Ich möchte einmal mit Profis arbeiten“ sollte uns das gesamte Wochenende beschäftigen.

Den Startschuss lieferten die Gastgeber selber, als sie aufgrund eines „Fehlerteufels beim Squashcenter“ (!?) das Turnier wenige Wochen vor Beginn einfach um eine Woche verschoben; diese Tatsache wurde im Übrigen nur in einem Nebensatz erwähnt… Im Gegensatz zu den grenzenlos flexiblen Hamburgern (trotz der einen oder anderen „lebhaften“ Diskussion bei dem einen oder anderen zuhause) und auch allen anderen Teams mussten die Frankfurter komplett ihre Teilnahme absagen.

Somit machte sich der Großteil der Hamburger Gruppe am Freitag Mittag auf dem Weg zum Flughafen, wo Fabi für ein Novum in der langen Reisehistorie sorgte, als er seine Squashtasche nur als Sperrgepäck aufgeben konnte…

Im Flieger zeigte sich dann Conny von der etwas aufgeregten Seite, da sie irgendwie Sorge hatte keinen Alkohol abzubekommenâ˜ș! Dank ihrer charmanten Art wurde ihr daraufhin vom Kabinenpersonal regelmäßig nachgeschenkt – und nein, wir sind nicht Business Class geflogen! Anmerkung Conny: Christian trank auf dem Flug eine gepflegte Cola… C O L A!!! Geht ja gar nicht… Wie war das mit den Profis? Anmerkung Christian: Ich musste schließlich meiner Aufsichtspflicht nachkommen und aufpassen, dass nicht der Air-Marschall wegen einer randalierenden Passagierin eingreift ;-). Der Anflug bzw. eher der Anblick der Berge löste bei Conny plötzlich eine große Freude aus – naja, es sei ihr gegönnt… Notiz: Bei künftigen Reisen ist für Conny grundsätzlich ein Selfiestick einzupacken!

Nach der Landung in München verloren wir kurzfristig Fabi aus den Augen, der auf der Suche nach seinem Sperrgepäck war. Es folgte dann aber zusammen der inzwischen obligatorische Besuch im „Airbräu“, wo erste bayerische Köstlichkeiten in flüssiger und fester Form zu sich genommen wurden. Bei Conny war nun eine sehr ausgeprägte Fröhlichkeit zu verzeichnen...

Nach Ankunft im Hotel ging es nach kurzer Pause Anmerkung Conny: Es gab bei den Herrschaften das eine oder andere Nachmittagsschläfchen – erst Cola, dann Schläfchen… ich bin hier übrigens die älteste in der Runde, möchte ich mal anmerken… tztztz :-( zum Get-together-Abend ins Wirtshaus „Zur Brez’n“ in Schwabing, wo Jan und Thomas dazu stießen, es ein schönes Wiedersehen mit vielen alten Bekannten gab und natürlich weiteres bayerisches Essen genossen wurde. Christian, der aufgrund seiner langwierigen Verletzung nur als Ersatzmann mitgereist war, wurde in diesem Rahmen offiziell zum „Feelgood-Manager“ der Hamburger Delegation ernannt (und trug deshalb später am Abend das Gepäck von Jan Richtung Bahn und Hotel).

Festzuhalten bleibt noch der kurze Dialog zwischen Jan und Thomas zum Thema Absacker. Auf Thomas‘ Aussage „Obstler beugt Muskelkater vor“ er nur die Frage gestellt bekam „Was ist Muskelkater?“ :-).

Samstag Morgen ab 9 Uhr stand dann im „Sports4You“ der sportliche Vergleich an. Es sei festgehalten, dass diese Uhrzeit Jan fast überforderte; beim Frühstück (so gegen halb 8) war er nahezu gesprächsunfähig, trank apathisch seinen Kaffee und aß seine Spiegeleier mit einem kleinen (!) Löffel. Und nein, am Vorabend war er alkoholfrei am Start…

Zum Auftakt ging es gleich gegen die nie zu unterschätzenden Nürnberger. Thomas setzte sich nach Abwehr von 2 Matchbällen knapp mit 2:1-Sätzen durch; dank klarer Siege von Jan und Fabi konnten die Franken am Ende mit 3:2 besiegt werden.

Es folgten ungefährdete 4:1-Erfolge gegen Hannover (mit Christian’s erfolgreichen Comeback nach einjähriger Pause; danach konzentrierte er sich aber wieder auf seine Aufgabe als „Feelgood-Manager“) und gegen Stuttgart II, so dass der Halbfinaleinzug damit gesichert war.

Dort erwarteten uns München II und das Spiel endete mit einer kleinen Sensation. Jan und Fabi, jeweils mit klaren 2:0-Siegen, sorgten für zwei Hamburger Punkte, während die Damen verloren, so dass Thomas‘ Match entscheidende Bedeutung bekam. Es folgte ein Ergebnis, womit selbst die Gastgeber irgendwie nicht gerechnet hatten, als Bernd knapp in drei Sätzen gewann und damit die Hamburger Niederlage im Halbfinale besiegelte. Damit endete dann auch die Hamburger Serie, die seit 2008 immer das Endspiel erreicht hatten :-(. Anmerkung Conny: Obstler hilft zwar gegen Muskelkater, aber nicht gegens Verlieren… Ich weiß, ich weiß, ich habe auch verloren – hatte aber keinen Obstler… ich muss mir da noch wohl eine andere Entschuldigung suchen :-).

Im zweiten Semifinale setzte sich dann Nürnberg klar mit 4:1 gegen Stuttgart I durch.

Im Finale krönten die Münchener ihre Leistung des gesamten Tages und wurden dank eines 3:2-Sieges erstmals seit 2011 wieder Meister, was sie verdientermaßen ausgiebig feierten.

Zumindest den 3. Platz sicherten sich dann die Hamburger mit einem 3:2-Erfolg gegen die Stuttgarter und landeten damit noch auf dem Treppchen.

Ganz großen Dank gebührt an dieser Stelle Thorsten und Sabine, die plötzlich als Überraschungsgäste in der Anlage auftauchten, und uns in der zweiten Turnierhälfte unterstützten – WELTKLASSE!

Die Pokalübergabe und die große Abschlussparty fanden im „Triebwerkclub“ statt (keine 100m vom Hotel entfernt – super). Das Buffet mit bayerischen Leckereien gab keinen Grund zur Klage; kleiner Wermutstropfen war lediglich die Getränkeauswahl. Aber Fabi war „Teil der Lösung“ (gelernt ist gelernt!) und besuchte selbstlos den direkt neben uns feiernden Rockerclub (und das waren keine Möchtegern-Rocker in der Midlife-crises…) und organisierte dort eine Flasche „Havana Club“ zu einem mehr als fairen Preis ! Anmerkung Conny: Vorher versuchte er an unserer Hotelbar eine Flasche Rum zu bekommen; diese hätte er dort für 90 (in Worten: neunzig!!) Euro erwerben können. Daraufhin wurde die Angestellte lt. eigener Aussage einmal „durchbeleidigt“ und sich dann die besagte Alternative gesucht…

Aber selbst das eine oder andere Getränk am Abend Anmerkung Conny: Wieso gab es eigentlich nur Ramazotti und keinen Averna? konnte die Enttäuschung der Hamburger über die geplatzte Titelverteidigung nicht vergessen machen; besonders bei Jan nicht, der auch noch nach Stunden einfach nur fassungslos war. Er machte sich zahllose Gedanken über entsprechende Konsequenzen im kommenden Jahr Anmerkung Conny: Selbst die süßesten Stuttgarter Mädels konnten da nichts bewirken und ihn auf andere Gedanken bringen… und vor allem Thomas war dabei im Fadenkreuz seiner Gedanken! Am Ende der Nacht präferierte er die Idee zur Einführung einer Qualifikation – oder Thomas direkt zum „Feelgood-Manager 2.0“ zu ernennen :-)! Auf jeden Fall wird 2017 ein Hamburger Team voller Profis an den Start gehen…

Naja, lassen wir uns überraschen, welche Idee sich am Ende durchsetzt und auch, wo die Meisterschaften überhaupt stattfinden; die Bremer winden sich noch wegen angeblich fehlender Court-Kapazitäten…
Abschließend sei, losgelöst vom sportlichen Teil, noch festgehalten, dass Thomas immer noch einer der weltgrößten Schnarcher überhaupt ist – hier ist für die Zukunft ein Einzelzimmer Pflicht!