Hannover 2015

„Unter Druck entstehen Diamanten“

von Christian Albrecht


Die Uhren sind auf Winterzeit umgestellt, es gibt wieder Spekulatius & Lebkuchen zu kaufen und das bedeutet auch, dass es wieder Zeit für die Squash-Meisterschaften ist…

Das Hamburger Team setzte sich in diesem Jahr zusammen aus Jan Rauer (erstmals dabei), Christian Albrecht, Fabian Francke, Conny Keil und der Stuttgarterin Susann Krahmer, die inzwischen fast schon als Hamburger Deern durchgeht.

Der kurze Weg nach Hannover, erstmalig Austragungsort der Meisterschaften, wurde perfekt organisiert von Fabi, u.a. mit persönlicher Abholung; die ganze Organisation verdiente definitiv die Bezeichnung „VIP-Shuttleservice“! Trotz einer sehr trockenen Anfahrt (es gab nur Wasser…) sorgte Jan für reichlich Unterhaltung; und zwar mit Fragen „Die Reiseberichte werden auf commerzbank.de veröffentlicht!?“ (Anmerkung des Autors: Daran arbeiten wir, sind aber noch nicht soweit) und mit grundsätzlichen Aussagen „Ich habe drei leere Getränkeflaschen dabei“ (Anmerkung des Autors: Ja, das Budget wurde deutlich verkürzt, aber für eine Wasser-Versorgung reicht es noch) oder Richtung Fahrer „Ich mag Taxifahrer, die die Klappe halten“….

Nach der Ankunft im Hotel stellte sich heraus, dass Conny erhebliche Schwierigkeiten mit Türen im Allgemeinen und Speziellen hatte; für die Öffnung des Hotelzimmers benötigte sie entweder die Hilfe der Rezeption oder ihrer Zimmernachbarn Fabi und Jan (kein Wunder, dass ihr Zimmer keine Badezimmertür hatte….), das galt übrigens auch für die Türen von Taxen.

Apropos Fabi und Jan… Die beiden sind nach diesem Wochenende vereint wie „Susi & Strolch“! Man teilte sich vertraut die Zahnpasta, was dann auch vom Zimmerservice gewürdigt wurde, in dem ab dem zweiten Tag die Zahnbürsten in einem Becher gesteckt wurden…
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Die Zeit bis zum Start der Get-Together-Veranstaltung wurde, zusammen mit den Stuttgartern, mit zwei bis drei Getränken im „Brauhaus Ernst August“ überbrückt; warum Christian beim Aufbruch vom Hocker stolperte, konnte nicht abschließend geklärt werden. Genauso wenig, warum dort das alkoholfreie Bier (für Jan…) doppelt so teuer war wie das mit Umdrehungen.

Das offizielle Wiedersehen wurde dann in der „Ständigen Vertretung“ gefeiert, aber nicht ausufernd, da am nächsten Tag „großer Sport“ auf dem Programm stand.
Ab Samstag Morgen um 9 Uhr stand dann die Vorrunde im Squash-Center Kaifi an (Anmerkung von Jan: „Für Kaifu hat es anscheinend nicht gereicht“…); die Auslosung hatte es mit uns Hamburgern nicht gut gemeint – zum Auftakt ging es gegen die Nürnberger und München II, zwei Mannschaften, die nicht zu unterschätzen sind. Insofern kann auch ein wenig psychologische Kriegsführung nicht schaden und so betrat Jan mit einer Hose mit dem Aufdruck „Squash Bundesliga“ den Court…. Beide Spiele waren eng und umkämpft, aber konnten am Ende mit 3:2 gewonnen werden.

Stuttgart II (4:1) und Frankfurt II (5:0) konnten dagegen souverän besiegt werden, so dass ungeschlagen das Halbfinale erreicht wurde.

Dort warteten mit Stuttgart I alte Bekannte; durch drei souveräne Siege an den Positionen 1 bis 3 konnte das Spiel erfolgreich absolviert werden und die beeindruckende Hamburger Serie (seit 2008 immer im Finale) hielt Bestand.

Im Endspiel hieß es dann zum vierten Mal hintereinander Frankfurt I gegen Hamburg und damit standen wie in den letzten Jahren wieder spannende und umgekämpfte Spiele an. Die Damen kämpften um jeden Ball, hatten aber am Ende leider mit 0:2 (Susann) und 1:2 (Conny) leider das Nachsehen. Somit standen die Herren unter erheblichen Druck und durften sich keine Niederlage erlauben.

In dieser Phase wurde dann dem, seit der Fahrt am Freitag oftmals wiederholten, Spruch (oder soll man eher Floskel sagen?) „Unter Druck entstehen Diamanten“ neue Bedeutung zugeführt. Den Auftakt zur Aufholjagd machte Fabian, der Markus beherrschte, glatt in zwei Sätzen besiegte und somit auf 1:2 verkürzte.

Als nächstes durfte Christian (perfekt präperiert mit Bandage, Ibuprofen und Voltaren) in
den Court und sich mit Jürgen duellieren; der Begriff Duell passte dabei perfekt – die beiden lieferten sich ein Match mit allen Haken & Ösen und es gab die eine oder andere „herausfordernde“ Situation. Nachdem Jürgen den ersten Satz für sich entscheiden konnte, biss sich Christian ab Satz 2 in bekannter Manier ins Match zurück und konnte am Ende das Spiel mit 2:1-Sätzen gewinnen.

Somit lag es nun an den beiden Einsern die Entscheidung herbeizuführen. Jan und Armin aus Frankfurt lieferten sich ein spannendes Match und strapazierten die Nerven der Zuschauern über Maßen (@Jan: Das Spiel hat mich einiges an Lebenserwartung gekostet). Den ersten Satz gewann Jan knapp mit 12:10 und trieb in Satz 2 die Spannung fast auf die Spitze, als er bei 8:10 Satzbälle gegen sich hatte, um dann sein perfektes Squash „auszupacken“. Er holte die nächsten vier Punkte in Serie und machte den 3:2-Gesamtsieg und damit die Meisterschaft klar. Es folgte großer Hamburger Jubel (und zwar völlig zurecht) und die ersten Siegerbiere wurden direkt vor dem Court genossen.
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Die Siegerehrung und die große Party fanden dann in der Lukas-Kirche in Hannover statt; der Preis für „Cuba libre“ war übrigens mit EUR 2,00 (!!!) einfach nur göttlich… (Anmerkung des Autors: Damit erfolgte die Einstellung des bisherigen Rekords aus Magdeburg). Von der Party bleibt festzuhalten, dass Fabi den Pokal keine Sekunde aus den Augen ließ (naja, schließlich darf er sich nun endlich auch Meister nennen…) und er parallel viel Zeit zur „Therapiestunde“ mit München hatte (aber wirklich nur zum Reden!!)

Nächstes Jahr geht es dann nach Bayern – die Münchener haben die Ausrichtung der Meisterschaften 2016 übernommen. Wir freuen uns – Treffpunkt für alle Hamburger ist übrigens am Freitag um die Mittagszeit das „Airbräu“ am Flughafen :-)

Mitbringen müssen wir dann einen neuen Wanderpokal, da mit unserer anstehenden Siegergravur der letzte freie Platz auf dem bisherigen Pokal verschwunden sein wird.

Ungeklärt bleiben am Ende eines langen, anstrengenden und schönen Wochenendes nur zwei Fragen:

  • Wo war Conny’s „Lieblingsgegnerin ever“? und
  • Warum hat Jan eigentlich die ganze Zeit gefroren?

Abschließend gebührt ein ganz großer Dank unserem „Ultra-Fanclub“ Barry, Thorsten und Dennis, die extra aus Hamburg zur Unterstützung angereist waren – Ihr ward super!!!!