Nürnberg 2010

„Pokal is coming home“

von Christian Albrecht


10 Jahre nach dem Millennium-Squashevent war es wieder soweit: Die alljährlichen Squash- Meisterschaften fanden im November 2010 wieder in Nürnberg statt; und auch im Frankenland gingen wieder zwei Hamburger Mannschaften an den Start.

Hamburg I bestand dieses Jahr aus Thomas Schmidt, Martin Wilcke, Christian Albrecht sowie Yvonne Wassmuth und Petra Wenck.

Hamburg II setzte sich aus Thorsten „Capitanus“ Wenck, Sebastian Schön, Jörg „Spartacus“ Retzlaff sowie Conny Keil und Ines Röpke zusammen. Besondere Erwähnung gebührt auch wiederum unserem großen Supporterclub, bestehend aus Martina, Sabine, Heike und Olli. VIELEN DANK für Eure Unterstützung!!

Für die erste Geschichte unserer Reise sorgte diesmal Christian, der auf dem Weg zum Bahnhof in das große Innenministerkonferenz-Verkehrschaos geriet und ab Mitte der Fahrt gemeinsam mit dem Taxifahrer alle anderen Verkehrsteilnehmer im Wettstreit bepöbelte, um dann aber 3 Minuten vor der regulären Abfahrtszeit dann noch das Gleis erreichte; nur leider das falsche… Aber mit ein wenig Glück fand er doch noch den richtigen Bahnsteig und die Fahrt konnte gemeinsam angetreten werden; hier übernahm gleich Conny das Kommando und begrüßte die Zugbegleitung mit den Worten „Ich bin hier der Chef“ (Ja, so ´ne Gruppenkarte gibt ganz schön viel Macht…).
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Sabine und Thorsten sorgten dann dafür, dass nach unzähligen gemeinsamen Reisen unser Getränke-Repertoire bereits zwischen Uelzen und Hannover um ein Milchmix-Getränk der besonderen Art erweitert wurde: 43er mit Milch aus Bechern mit Strohhalm. Christian erinnerte sich an vergangene Mallorca-Reisen und Martin sinnierte über seinen Erfahrungen mit „Schlüpferstürmern“… Die Folgen von übermäßigem Milchkonsum dokumentierte dann Sabine mit ihrer Aussage zur „Apfelzangenbowle“. Zum Glück war die Fahrt dann irgendwann vorbei und alle Zugfahrer konnten sich im Hotel dann erstmal ein wenig erholen…
Zum Come-together-Abend fanden sich dann aber alle im „Barfüßer“, einer urigen Hausbrauerei in der Altstadt, ein, wo sich wie im Vorjahr 12 Mannschaften trafen.
Erstmalig dabei war auch ein Team aus London, so dass die Meisterschaften einen internationalen Touch bekommen haben.
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Nach einigen fränkischen Spezialitäten, wie den berühmten Rostbratwürstchen und Schäufele, wurden dann die Vorrunden für den nächsten Tag ausgelost. In Erinnerung an den Abend bleiben ganz sicher auch Thorsten’s Ausführungen zu seiner (körperlichen und mentalen) Vorbereitung: Es seinen hier nur der Kranich und die balzende Kobra erwähnt…
„Kurz nach Sonnenaufgang“ ging es dann in den Sportpark Nord nach Nürnberg-Ziegelstein, wo erstmalig mit 4 Vorrundengruppen á 3 Mannschaften, dafür aber mit 3 Gewinnsätzen, gespielt wurde. Hamburg I gewann mit zwei souveränen Siegen gegen Braunschweig (4:1) und Braunschweig (5:0) seine Gruppe und ereichte somit das Halbfinale.
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Hamburg II spielte in der „dezimierten“ Vorrundengruppe (nur jeweils 4 Spieler) zuerst 2:2 gegen Düsseldorf und verlor das Spiel nach Sätzen; erwähnenswert sei an dieser Stelle Conny’s 5-Satz-Match, was sie nach 0:2- Satzrückstand noch gewann! Gegen Frankfurt folgte dann ein sicheres 3:1, aber es reichte nur zum 2. Platz der Gruppe und damit für die Platzierungsspiele 5. bis 8…
Im Halbfinale nahm dann Hamburg I Rache für die Kameraden und besiegte die Düsseldorfer klar mit 4:1. Dabei kommentierte Jörg Christian’s Niederlage mit den Worten „Also, ich habe Deinen Gegner geschlagen“, wofür er nur den kurzen Kommentar „Ich spiele im Finale – und Du?“ erntete…
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Hamburg II hatte zwischenzeitlich sein erstes Zwischenrundenspiel gegen Braunschweig knapp mit 2:3 verloren (Conny’s Absprache mit Tine unter dem Codewort „Klopapier“ gilt es beizeiten noch zu klären) und spielte nun gegen München I um Platz 7. Hier sorgten Thorsten (3:1), Sebastian (3:0), Jörg (3:1 im „ewigen Kampf“ gegen Pitt), Conny (mit einem mehr als beeindruckenden 3:2 nach zwischenzeitlichen 0:2 Satz- und 0:5-Spielrückstand) und Ines mit einem kampflosen 3:0 (ihre Gegnerin erinnerte sich anscheinend noch mit Grauen an die Vorjahresniederlage) für einen ungefährdeten Sieg und erreichten somit den siebten Platz.
Als Höhepunkt des sportlichen Tages stand dann das Finale zwischen den Gastgebern aus Nürnberg und Hamburg I auf dem Programm. Hier sorgten unsere Mädels Yvonne und Petra mit zwei klaren 3:0-Siegen für eine schnelle und beruhigende 2:0-Führung. Als nächste durften dann Martin und Christian in den Court. Während sich Christian mit dem Nürnberger Bernd einen tollen Kampf um jeden einzelnen Punkt lieferte und am Ende im 5. Satz mit 9:11 unterlag, konnte Martin einen sicheren 3:0-Sieg landen und sicherte damit den Hamburger den ersten Titel seit 2005. Im bedeutungslosen letzten Einzel des Tages lieferten sich dann aber Thomas und sein Gegner trotzdem ein hartumkämpftes Match, das Thomas am Ende humpelnd mit 3:2 siegreich gestaltete, so dass am Ende ein 4:1-Sieg zustande kam.

Die traditionelle Abendfeier fand dann im „Gewächshaus“ im Nürnberger Knoblauchsland statt. Hier hatten unsere Gastgeber ein tolles Ambiente geschaffen und nach einer dringend erforderlichen Stärkung (Thomas wurde dabei aufgrund seiner Verletzung von den Mädels fürsorglich bedient; der Vorwurf des Simulantentums konnte dabei nicht gänzlich aus der Welt geschafft werden...) fand dann die obligatorische Siegerehrung statt; dabei wurden die siegreichen Hamburger mit „Hells bells“ zur Pokalübergabe nach vorne gebeten. (Danke, Capitanus!!!)
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Es folgte mal wieder eine feucht-fröhliche (Kellerbier schmeckt ganz hervorragend und zum Glück war irgendwann der Ramazotti alle…) & großartige Party und es war mal wieder faszinierend, wie alle „erschöpften“ Spieler die Tanzfläche stürmten. Es bleibt aber für die Zukunft festzuhalten, dass wir zu allen Meisterschaften südlich der Elbe „unsere“ Musik dabei haben müssen: Der DJ hatte weder Hans Albers, Lotto King Karl noch Fettes Brot – so kann man nicht arbeiten, äh, feiern!!! Und da unsere kleine Reisegruppe inzwischen schon mit sonstigem technischen Equipment reist (ich sage nur iPad), sollte das ja wohl kein Problem darstellen.

Jede gute Feier findet aber auch mal ihr Ende und irgendwann gingen im Knoblauchsland die Lichter aus; zum Glück hatte die Hotelbar noch nicht geschlossen…

Von der ruhigen Rückfahrt am Sonntag bleibt vor allem in Erinnerung, dass der asiatische Brezelmann das Geschäft seines Lebens gemacht hat, dass Thorsten immer noch auf der Suche nach seinem inneren Qi war und deshalb wieder mit dem Biertrinken anfing (RESPEKT!) und dass die Deutsche Bahn dringend in die Fremdsprachen-Schulung ihrer Mitarbeiter investieren sollte (Stichwort: Wald-Mushrooms). Apropos Deutsche Bahn: Pünktlichkeit ist eine Tugend!!! Bitte merken…

Von diesem tollen Wochenende bleibt am Ende festzuhalten:

  • Unsere Gastgeber haben zur Kosteneindämmung den gesamten (superleckeren) Nachtisch selbst beigesteuert – großartiger Einsatz!!!
  • Von einem (Turnier-)„Endsieg“ zu sprechen ist politisch nicht korrekt, besonders in Nürnberg nicht…
  • Thomas bekommt nächstes Jahr definitiv ein Einzelzimmer; sein Schnarchen geht gar nicht! (Und DAS wurde an dieser Stelle bereits mehr als einmal festgehalten!)
  • Klingeltöne wurden so gut wie nicht thematisiert! Und irgendwie habe ich Maddin’s Einspielungen von „Pump up“ vermisst…
  • Die 3-Liter-Sieger-Weinspezialität muss in einem würdigen Rahmen „geköpft“ werden; oder Sabine?
  • Die Milch macht's…
  • Der Pokal ist wieder zuhause!

Vor allem bleibt aber zu hoffen, dass die Bank diese seit über 20 Jahren bestehende Tradition der Squash-Meisterschaften auch im kommenden Jahr mit einem Budget unterstützt!!!!!!!
Es muss ja nicht für London reichen; schön wär’s aber trotzdem…