Frankfurt 2009

„Das Comeback des Jahres“

von Christian Albrecht

und mal wieder mit Anmerkungen von Jörg Retzlaff


Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel und ungemütlich wird es auch. Kurzum: Es wird Herbst! Das bedeutet nicht nur, dass man sich langsam Gedanken um die Weihnachtsgeschenke machen muss, sondern auch die alljährlichen Squash-Meisterschaften anstehen!

Diesmal ging's in die Mainmetropole Frankfurt, wo wieder zwei Hamburger Mannschaften gemeldet waren:
Stacks Image 12
Hamburg I bestand dieses Jahr aus Martin Wilcke, Thomas Schmidt, Martin Kammin sowie Petra Wenck und Kerstin Schmidt, die nach Lennart-Pause wieder dabei war.

Hamburg II setzte sich aus Christian Albrecht, Thorsten "Capitanus" Wenck,
Stefan Ziethmann, Sebastian Schön (der dann beim Turnier die Magdeburger unterstützte), Conny Keil und Ines Röpke zusammen.

Nicht unerwähnt lassen wollen wir wieder unseren Fanclub, bestehend aus Martina, Sabine, Jörg & Heike und erstmalig Olli. DANKE für Eure Unterstützung!

Am Freitag machte sich dann eine kleine Gruppe vom Hamburger Hauptbahnhof auf den Weg; der Rest der Truppe nahm den Flieger oder das Auto und verpasste damit zum einen die Servicequalitäten der Deutschen Bahn also ich weiss nicht - ich glaub', ich hab Da nix verpasst, ein perfektes just-in-time-Umsteigemanöver in Hannover und zum anderen den erstmaligen Einsatz von Whisky als Reiseproviant ok - DA hab ich wohl was verpasst, aber wenn man mir nachher nicht mal sagen konnte, was für eine Abfüllung das war, dann war das Verpasste wohl auch nicht allzu gross… sowie Capitanus' Bahn-Vielfahrer-Geschichten über DB-Lounge und Sackbahnhöfe…

Der Come-together-Abend fand im "Ruderclub Germania", direkt am Main, statt, wo sich 12 Mannschaften einfanden. Es bleibt festzuhalten, dass die BSG Dresdner Bank/Allianz, deren Location es war, auch in Frankfurt das "was kostet die Welt" pflegt und die Preise ein Traum waren (Ich habe mich geopfert, um festzustellen, was ein Bacardi-Cola kostet: EUR 3,50 und damit Platz 2 hinter den unschlagbaren EUR 2,00 in Magdeburg!) …welch gigantisches Opfer…

Achja, die Auslosung wurde auch vorgenommen:
Hamburg I wurden der Vorjahressieger Berlin und -dritte Braunschweig zugelost, dazu noch Augsburg, Magdeburg und Frankfurt II.
Hamburg II sollte sich mit Nürnberg, Stuttgart, München, Essen-Düsseldorf und Frankfurt I messen. Damit entsprach die Gruppenrunde eigentlich schon der Endrunde !

Am Samstagmorgen um 8 Uhr(!) ging es dann nach Wallau zum "Multisports"; von der Anfahrt bleibt auf jeden Fall die "interessante" Umrundung des IKEA-Marktes in Erinnerung (des Busfahrers' ewiges Geheimnis), ansonsten sorgte auch die angeschaltete und sehr laute Alarmanlage in der Squashanlage, die erst nach unzähligen Minuten ausgeschaltet werden konnte, dafür, dass alle Teilnehmer nach (teilweise) kurzer Nacht wirklich wach wurden.

Hamburg I war zum Spielbeginn um 9:30 aber hellwach und siegte gegen die Braunschweiger Mannschaft mit 3:2. Es folgten klare Siege gegen Augsburg (5:0), Frankfurt II (4:1) sowie Magdeburg (5:0), bevor es beim letzten Spiel in der Vorrunde gegen die ebenfalls unbesiegten Berliner ging.

Nachdem unsere Mädels leider am Ende chancenlos waren, startete Martin (Kammin) mit einem Sieg gegen André die Aufholjagd. Thomas verlor dann aber in einem hartumkämpften Match gegen Artur in 3 Sätzen, während Martin (Wilcke) gegen Detlef klar die Oberhand behielt. Trotz der Niederlage zog man als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein.

Hamburg II startete gegen Nürnberg und ehe man sich versah, war das Spiel mit 0:5 verloren! Das lag aber nur ansatzweise an der frühen Spielzeit, denn Nürnberg entpuppte sich als die Überraschungsmannschaft des Turniers.

Damit war man unter Zugzwang und war im weiteren Verlauf zum Siegen verdammt. Es folgten knappe 3:2-Siege gegen die Stuttgarter und die Münchener. Beim Sieg gegen die Vertreter aus der bayerischen Metropole verletzte sich dann Stefan Ziethmann am Rücken und konnte nicht mehr weiterspielen. Damit war eigentlich das Turnier für Hamburg II gelaufen; aber nur eigentlich…

Was folgte, war das COMEBACK DES JAHRES: Jörg, der eigentlich endgültig seinen Schläger in die Ecke gelegt hatte und "nur" als Fan dabei war, zog sich um und spielte ab sofort mit - und wie: Er gewann im Verlaufe des weiteren Turniers alle(!) seine Spiele! Ich musste mir aber auch wirklich alles zusammenleihen: Schuhe, Schläger, Handtuch… aber ich konnte doch meine Leute nicht im Stich lassen ;-)

Nach einem klaren 4:1-Sieg gegen die Spielgemeinschaft Essen-Düsseldorf ging es im letzten Vorrundenspiel gegen Frankfurt I um den Einzug ins Halbfinale. Nach einem Sieg von Comeback-Jörg und Niederlagen von Ines und Thorsten konnte Christian im Spiel der Einser zum 2:2 ausgleichen, so dass es im letzten Einzel zwischen Conny und Petra "um alles oder nichts" ging. In einem echten "Fight" unterlag dann leider Conny denkbar knapp mit 1:2.

Im Halbfinale trafen damit Hamburg I und Frankfurt I aufeinander, sowie Berlin und Nürnberg. Wie es sich gehört, nahmen die Hamburger an den Frankfurtern Revanche für ihre Kollegen und siegten mit 3:2; damit war der Finaleinzug gesichert.

Im zweiten Semifinale setzten sich die Berliner klar mit 5:0 durch, so dass es zu einer Wiederauflage des Vorjahresfinales kam. Nachdem sich unsere Mädels leider der Übermacht aus der Hauptstadt ergeben mussten, lag es an Martin (Kammin) für den ersten Punkt zu sorgen und somit die Hoffnung auf den Turniersieg am Leben zu erhalten. Leider musste er sich in einem tollen und spannenden Spiel gegen André mit 1:2 (9:11 im 3. Satz) geschlagen geben, so dass das Finale frühzeitig zugunsten der Berliner entschieden war.

Im Spiel um Platz Drei setzten sich die Nürnberger mit 3:2 gegen die Frankfurter durch und feierten ihre beste Platzierung aller Zeiten.

Die Abendveranstaltung fand anschließend in der Plaza im Commerzbank-Tower statt, wo sich alle Teilnehmer nach einem langen Turnier mit Essen & Getränken stärkten. Bevor es auf die Tanzfläche ging, fanden noch die Siegerehrung und die Festlegung des nächsten Austragungsortes statt. 2010 geht die Reise nach Nürnberg, gefolgt von Berlin, die sich bereits für die Turnierausrichtung 2011 verpflichteten.

Im Anschluss folgte dann (mal wieder) eine feucht-fröhliche und ausgelassene
Party, wo die körperlichen Anstrengungen des Tages vergessen wurden.
Nachdem um kurz vor 2 in der Plaza die Lichter angingen, war der Abend aber (natürlich) nicht zu Ende. Auf dem Weg zum Hotel wollten Sabine und Petra, die die ganze Strecke feststellten, dass sie "harmonisch" gehen, auf jeden Fall noch in eine "Raststätte", was sie auch der gesamten Straße mitgeteilten. So führte uns der Weg noch in einen Irish Pub, wo es einen letzten Absacker gab und Petra versuchte, auch ohne Sitz bequem zu sitzen

Nach einer dadurch kurzen Nacht ging es dann nach einem gemeinsamen Frühstück noch zu einer Hochhausführung in den Commerzbank-Tower, bevor dann die Rückreise nach Hamburg anstand.

Und auch von dieser Reise sind einige erwähnenswerte Monologe festzuhalten:
  • "Hast Du geile Klingeltöne? - Also ich habe die fickenden Eichhörnchen!"
  • "Rauchst Du Gras? - Wenn ja, gib mir mal was!"
  • "Jamiroquai? - Wat is denn dat?"
Ansonsten muss an dieser Stelle für die Nachwelt festgehalten werden, dass die Eheleute Schmidt dieses Mal nicht(!) als Schläfer aufgefallen sind, "Capitanus" immer mehr seine Ruhephasen in der Waagerechten benötigt und die Frankfurter noch Nachholbedarf bei der Budgetplanung einer solchen Meisterschaft haben. Anders ist der nachtrügliche "Spendenaufruf" wohl nicht zu interpretieren, da noch einige "überraschende" Kosten angefallen waren. Fairerweise muss man allerdings erwühnen, dass der berechnete
Weinverbrauch eher einer Weinverkostung in der Frankfurter Jahrhunderthalle als einer Squashparty mit rund 80 Leuten entsprach, wobei ein Teil auch noch Biertrinker war. …ich möchte an dieser Stelle nur nochmal kurz an das eben erwähnte " persönliche Weinlager " erinnern…

Nichtsdestotrotz war es wieder ein gelungenes Wochenende und über eine Strategie, den Berliner endlich den Pokal zu entreißen, sollten wir uns bald schon einmal Gedanken machen.