Stuttgart 2006 oder

„Alles hat ein Ende“ (auch eine Siegesserie)

von Christian Albrecht

mit Anmerkungen von Jörg Retzlaff


Die alljährlichen Squash-Meisterschaften fanden dieses Jahr am Wochenende 10.-12. November 2006 in der Schwaben-Hauptstadt Stuttgart statt.

Aus Hamburg machten sich wieder zwei Teams, die beiden Vorjahresfinalisten, auf dem Weg. Das Siegerteam 2003-2005 bestand aus Thomas Schmidt, Martin Kammin und Christian Albrecht sowie aus Diana Folgmann, die nach den verletzungsbedingten Absagen von Kerstin Schmidt und Gunda Johanssen, in das erste Team aufgerückt war; eine zweite Dame konnte leider nicht akquiriert werden. Jungs - geht mal bei den Berlinern in die Lehre, die können das besser!

Das Team der „Grauen Panther“ (Meister in den frühen 90'ern) setzte sich aus Martin Wilcke, Thorsten Wenck (der diesmal ohne Rollstuhl und Schwester Sabine dabei war), Jörg Retzlaff Ganz neues Gefühl für mich, als "Küken" dabei zu sein... sowie Petra Wenck und Yvonne Wassmuth zusammen.

Bei der Anreise wurde die wie es sich für Champions gebührt dekadente Variante gewählt und so wurde der Hamburger Flughafen am Freitag Morgen angesteuert; hierbei war bei Team Hamburg I fast der zweite Verlust zu verzeichnen, da Martin Kammin die neuen Sicherheitsvorschriften komplett ignorierte und versuchte, sein Zippo-Feuerzeug mit an Bord zu nehmen. Erst bei der Frage des Sicherheitsbeamten : „Haben Sie Bekannte oder Verwandte — draußen?“ wurde er unruhig, fühlte sich schuldig und verabschiedete sich innerlich bereits von Frau und Kindern!

Nachdem diese Hürde genommen war, ging's pünktlich Richtung Stuttgart; auch das Hotel wurde schnell gefunden (aufgrund der Erfahrungen in Magdeburg hatte man sich gegen die angebotene Jugendherberge als Unterkunft entschieden) und um 12:02 wurde mit den ersten Hefeweizen angestoßen. Ansonsten bewegte sich der Alkoholkonsum aber in geordneten Bahnen, schließlich waren Frau Schmidt und Frau Johanssen nicht dabei... Naja - drei Weizen zu Mittag, dazu noch Getränke beim Wintertraum, abends dann richtig Gas gegeben - naja...

Abends stand dann die traditionelle Begrüßungsfeier statt, und zwar in den Urban-Stuben, wo nach dem Essen dann auch die Vorrunden-Gruppen für den nächsten Tag ausgelost wurden. Hamburg I wurden in der 5er-Gruppe die Mannschaften aus Berlin, Madgeburg sowie die zweiten Teams aus München und Stuttgart zugelost. Hamburg II sollte sich am nächsten Tag in der kleineren Vierergruppe mit Braunschweig sowie den ersten Mannschaften aus München und Stuttgart messen. Wie schon im Vorjahr bekamen „die Alten“ die härteren Brocken, also die ersten Mannschaften, während sich „die Jungen“ bei den Zweiten ausruhen konnten… Die lieb gewonnene Konkurrenz der letzten Jahre aus Frankfurt hatte leider aus Verletzungsgründen kurzfristig abgesagt.

Am Samstag ging es dann per Bus zur „Fitness Company“ in Waiblingen, wo Hamburg I mit einer knappen Niederlage gegen Berlin geweckt wurde und damit für den weiteren Turnierverlauf unter Zugzwang geriet. Hamburg II machte es bedeutend souveräner und sicherte sich mit 3 Siegen schnell den Gruppensieg vor München I und entsprechend den Halbfinaleinzug.

Am Nachmittag hatte dann Hamburg I -nach Siegen gegen Madgeburg und Stuttgart II- bereits sein Endspiel; allerdings nicht um Titel oder Pokale, sondern gegen München II ging es um Platz 2 in der Gruppe und damit darum, überhaupt den Einzug ins Semifinale zu schaffen. Hier entschied das letzte Einzel, um den knappen 3:2-Sieg zu sichern.

Die Konstellation der Vorrundengruppen hatte zur Folge, dass beide Hamburger Teams diesmal schon im Halbfinale gegeneinander anzutreten hatten; während sich im zweiten Semifinale Berlin und München gegenüber standen.

Die Damen-Punkte gingen an Hamburg II; Diana Folgmann hatte gegen die routinierte Yvonne Wassmuth keine Chance und der zweite Punkt ging kampflos an Petra Wenck.
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Bei den Herren standen dann analog dem Vorjahr „heiße Spiele“ an; im Spiel der Einser setzte sich Thomas Schmidt nach 3 hart umkämpften Sätzen gegen Martin Wilcke durch. Auch bei den Zweiern waren drei Sätze erforderlich, bevor Martin Kammin gegen Thorsten Wenck als Sieger feststand.

So stand es dann -wie im Vorjahr- 2:2 und es war mal wieder Jörg Retzlaff und Christian Albrecht überlassen, den Sieger der „Hamburger Meisterschaften“ zu ermitteln. In einem
spannenden, aber jederzeit fairen Spiel setzte sich dann Jugend gegen Erfahrung in zwei sehr knappen Sätzen durch und Christian Albrecht gewann für Hamburg I den Siegpunkt zum 3:2.

Das war dann die endgültige Entscheidung, meine aktive Karriere zu beenden.
P.S.:Warum gibt es von diesem nervenaufreibendem Spiel eigentlich keine Bilder?


Damit kam es im Endspiel wieder zu der Paarung Hamburg I gegen Berlin. Aufgrund der Tatsache, dass die Berliner durch kurzfristige Absagen nur zu dritt angetreten waren, einigte man sich auf drei Einzelspiele (2 Herren- und einen 1 Damenmatch), die die Entscheidung bringen sollten.

Diana Folgmann hatte dabei, trotz großem Kampf, keine Chance gegen ihre erfahrene Gegnerin und unterlag in 2 Sätzen; Martin Kammin setze sich -wie in der Vorrunde- wieder in einem tollen Spiel gegen André Fischer durch und sicherte Hamburg I einen Punkt. Parallel zog aber Thomas Schmidt gegen Artur Röder, der dieses Jahr eine überragende Form zeigte, leider den Kürzeren, so dass der Sieg an die Berliner ging.

Im Spiel um Platz 3 gewannen die „Grauen Panther“ knapp aber trotzdem sicher gegen die erste Vertretung von München mit 3:2.

Abends fand dann in der „Kelterei Rothenberg“ die Abschlussveranstaltung statt. Nach einer Weinverkostung (super auf leeren Magen und einem ganzen Tag Sport... gab aber herrlichen Schädel-Basis-Schmerz!) gab es ein leckeres Buffet mit viel Spätzle.

Im Anschluss fand dann die große Siegerehrung statt, wo die Berliner den großen Wanderpokal entgegen nahmen. Die Hamburger Teams wurden für die Plätze 2 und 3 geehrt und wurden mit vielen Geschenken belohnt.
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Als beste Spieler wurden Christine Hoffmann aus Braunschweig (wie im Vorjahr) und bei den Herren Artur Röder aus Berlin und Peter Berghausen aus München geehrt. Abschließend wurde der Austragungsort für die Meisterschaften 2007 festgelegt: Nächstes Jahr geht es nach Frankfurt!

Nach dem offiziellen Teil wurde dann die Tanzfläche gestürmt, wo DJ Mac für gute Stimmung sorgte.
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...da soll noch einer sagen, wir Norddeutschen können nicht lustig sein!
Zwei Dinge bleiben mit seinem Namen in Erinnerung: Diana, die sich von Lotto King Karl das Lied „diverse“ wünschte und der Mann an den Turntables himself, der sich partout weigerte „Auf der Reeperbahn nachts um halb eines“ nachts um halb eins zu spielen, weil es angeblich besser um viertel vor eins passen würde!?! (Eine logische Erklärung wird immer noch gesucht...)
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Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch und es wurde kräftig gefeiert und getanzt; dass Thomas bei der Party trotzdem seinen Namen als „Der Schläfer“ alle Ehre machte, muss nicht besonders erwähnt werden… Zum dritten Mal in Folge in dieser Familie - das muss erstmal einer nachmachen !

In Erinnerung bleibt auch Rosi aus München, die aufgrund diverser Getränke, gefühlte 178mal das Lied „FC Bayern - Stern des Südens“ anstimmte!

Groß diskutiert wurde in Hamburger Mannschaftskreisen der von Jörg erklärte "definitive" Rücktritt (das ist doch nicht Dein Ernst, oder?)! Doch, doch - nu is wirklich Schluss — grosses Barschel-Ehrenwort! Die „Grauen Panther“ versuchten noch in der Nacht Martin Kammin für nächstes Jahr zu akquirieren, da dieser 2007 mit Vollendung seines 40. Geburtstages die Aufnahmekriterien der „älteren Herrschaften“ erfüllt (dabei hat er fast so viele mp3-Files auf seinem Handy, wie ein 16jähriger); eine Entscheidung steht hier aber noch aus… Na - wenn Ihr so schnell Ersatz sucht, bzw. gefunden habt, scheint ja der Abschiedsschmerz nicht ganz so gross zu sein

Ebenfalls noch nicht wirklich geklärt ist Yvonne's Aussage zu ihrem Einser, Martin Wilcke, mit folgenden Wortlaut: „Und nächstes Jahr brauchen wir eine richtig gute Nummer 1“! Martin ist immer noch irritiert…

Irgendwann war die Party zu Ende und es ging mit dem Bus wieder zurück nach Stuttgart, wo die Hamburger artig in ihr Hotelbett gingen, während in der Jugendherberge -Gerüchten zufolge- dies teilweise wohl nicht der Fall war und Bettentausch angesagt war?

Sonntagnachmittag ging es dann wieder mit Germanwings Richtung Hamburg zurück (Martin K. passierte diesmal die Sicherheitskontrolle problemlos) und ein tolles Wochenende fand sein Ende.